35. Maschseefest 2022: Eine kulinarische und künstlerische Reise um die Welt!
35. Maschseefest 2022: Eine kulinarische und künstlerische Reise um die Welt!
Am Mittwoch, 27. Juli startet Deutschlands größtes Seefest und ausgezeichnetes Food Festival ins 35. Veranstaltungsjahr! Mit großer
Vorfreude und vielen neuen gastronomischen Konzepten kann nach zweijähriger Pause wieder rund um den Maschsee an 19 Tagen gefeiert werden.
„Wir freuen uns, in diesem Jahr das kleine Jubiläum des Maschseefests feiern zu können. Mit vielfältigen kulinarischen Angeboten, Open-Air-Konzerten und Urlaubsstimmung mitten in der Stadt, heißen wir unsere Gäste wieder in Hannover willkommen. Mit der Auszeichnung durch das Reiseportal Big 7 Travel hat das Maschseefest den Sprung in die internationale Sichtbarkeit geschafft – eine Wertschätzung für alle Beteiligten“, so Hans Christian Nolte, Geschäftsführer der Hannover Veranstaltungs GmbH (HVG).
Internationale Kulinarik auf rund 20.000m²
Das internationale Reiseportal Big 7 Travel hat das Mascheefest als einziges deutsches Sommerfestival unter die TOP 10 der Food Festivals gewählt. In dem Anfang Juni veröffentlichten Voting ist das Maschseefest auf Platz 9 gewählt worden. Aus der Begründung heißt es: „... dieses Fest am See ist ein Paradies für Feinschmecker. Mit internationaler Küche von Asien bis Mexiko gibt es eine große Auswahl...“ Mit den diesjährigen Angeboten und besonders auch den vielen neuen gastronomischen Konzepten wird auch die 35. Ausgabe des Maschseefest dieser Auszeichnung alle Ehre machen. Beginnend im Nordwesten des Maschsees bietet die RADIO 21 Lounge einen schönen Blick in Richtung Nordufer. Bei kühlen Getränken kann man hier direkt am Wasser das bunte Treiben am Nordufer beobachten. Bei „Waldkater meets Spain“ gibt es von Tapas-Variationen über Ibérico Burger und Paella viele spanische Spezialitäten. Über den SeeBiergarten mit „Reimanns Grill“, vorbei am Bolero Island mit ausgewählten Cocktails, geht es dann weiter zum Nordufer: Der Maschsee Pavillon by TUI BLUE steht auch in diesem Jahr wieder für angesagte und gute Cocktails – Weitblick inklusive. Das „Bährenstarke Leuchtturmeck“ kann traditionell als beliebtes Ziel für Bier- und Grillspezialitätenempfohlen werden. Bei „Welcome to Miami“ können die Besucher ausgefallene Burger, Hot Dogs oder frische Bowls genießen. Das AL-DAR bietet seinen Gästen ein Urlaubserlebnis mit orientalischer Atmosphäre, hervorragenden Speisen aus einer frischen und vielseitigen Küche serviert mit libanesischen Weinen. Direkt nebenan nehmen die Betreiber des „Tulum“ ihre Gäste mit auf einen Kurzurlaub nach Mexiko. Landestypische Speisen, leckere Cocktails, Sonne und lateinamerikanische Musik bringen den Spirit direkt an den Maschsee. Bei der „StrandAlm“ trifft historische Almhütte auf Sandstrand, deutsche Küche mit Biergartenklassikern auf alpenländische und norddeutsche Spezialitäten. Maki, Nigiri, Special Rolls, Sashimi & Hot Sushi Rolls stehen beim Sushin auf der Speisekarte - leckere Drinks und Cocktails gibt es an der heimW-Bar. Lindenblatt goes Maschseefest: In Kooperation mit dem Aresto wird das Beste aus den Restaurants „800 Grad“ und „Lokal 4“ auf dem Maschseefest zusammengeführt und im innovativen Pop-Up Flair zum Leben erweckt. Die Tradition des Aresto-Standes mit erlesenen Weinen und den beliebten Winzerabenden bleibt bestehen. In der „WATERKANT – Madsack SeeSalon“ stehen die Spezialitäten, die die deutsche Küste zu bieten hat auf der Speisekarte - gute Küsten-Weine inklusive.
Am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer geht es mit dem ältesten Speise- & Stimmungslokal auf der Hamburger Reeperbahn, dem „Hamborger Veermaster“, weiter. Labskaus, Rollmops und Schwofen am See gehören hier zum Pflichtprogramm. Im benachbarten skandinavischen Fischerdorf finden die Besucher in den typisch bunten Häuser alles rund um Flammlachs, Backfisch und vegetarischer Küche. Auf Höhe der Geibelstraße landet man bei „San Francisco“ direkt an der Westküste Amerikas. Streetfood-Pizza, Burger und Tacos gehören hier zum typischen San Francisco Bay Area – Feeling. Bei „Hygge am Maschsee“ steht die leichte nordische Sommerküche im Mittelpunkt. Im Clichy gibt es neben einem Restaurantbereich mit integriertemKinderspielplatz, auch einen Barbereich, der zu einer Reise durch Frankreich einlädt. Neben gehobener Küche liegt der Fokus hier auf einer sehr guten Weinauswahl. Weiter Richtung Löwenbastion lädt der „Pier Garten“ zu einer Erfrischung ein. Im „Strandwärts“ am Halfway-House kann man bei kühlen Drinks und ausgewählten Speisen aus dem „SupperClub 34“ direkt am Ufer entspannen. „Streetfood am See - Die kulinarische Weltreise der Löwenbastion“ bietet rund 15 verschiedene Foodtrucks von deutschlandweit bekannten Gastronomen wie "Dr. Bob ́s Insektenküche“, „Kessel-Künstler“, „Mr.Veggie“ oder auch den "Curry Jungs" mit ihrem hochglanz poliertem Airstream – Foodtrailer. Das Angebot reicht von klassischen Varianten wie unterschiedliche Pulled Pork Kreationen, über eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Produkten bis hin zu Ausgefallenem. Weiter geht es dann zum „Irish- Folk“ mit Cider und Ale, eigenen Craft-Beer-Sorten und umfangreichen landestypischen Speisen. Im Südwesten eröffnet erstmals der „Musik-Park an der Maschseequelle“. Dort gibt es jeden Tag ein vielfältiges gastronomisches Angebot aus leckeren Getränken und ausgewählten internationalen Speisen, z.B. von „Veggiebabo“.
Gastronomische Vielfalt „auf die Hand“ bietet auch das Foodvillage am West- und Ostufer. Dort stehen beispielsweise orientalische und asiatische Spezialitäten, Pizza, Falafel, hawaiianische Poke Bowls sowie Eiscreme-Rolls auf den Speisekarten.
Tischreservierung und Nachhaltigkeit
Viele Restaurants rund um den See bieten während der 19 Festtage exklusive Events wie Winzerabende, Tastings, Sonntags-Brunchs und spezielle Themenabende an. Reservierungen sind unter www.maschseefest.de/tischreservierung möglich. Von Montag bis Samstag beginnen die regulären Öffnungszeiten um 14 Uhr, sonntags bereits um 11 Uhr. Einzelne Stände bieten unter der Woche auch einen speziellen Mittagstisch bzw. Tellergerichte an. Alle Restaurants und Food-Stände bieten auch vegetarische und teilweise vegane Speisen an. An den über 4.000 Sitzplätzen in den Restaurants und Biergärten rund um den Maschsee werden ausschließlich Gläser, Geschirr und Bestecke verwendet, die vor Ort gespült werden. Besonders bei den Angeboten zum Mitnehmen werden überwiegend Schalen, Messer und Gabeln, Trinkbehälter oder Strohhalme aus plastikfreien Materialen angeboten.
Das Musikprogramm - Open Air und kostenlos
Auch auf den Bühnen rund um den Maschsee warten viele musikalische und künstlerische Highlights auf die Maschseefest-Fans - Open Air und kostenlos! Neben den langjährigen bestehenden Partnerschaften mit Antenne Niedersachsen und Radio21, ist in diesem Jahr auch erstmals bigFM mit einem eigenen Programm dabei. Auch die Maschsee-Bühne auf der Maschsee-Plaza am Ende des Nordufers feiert Premiere. Mit der Neuausrichtung der Bühne entsteht mehr Platz für die Gäste und auch für Alexander Calders Plastik, den „Hellebardier“. Zu den Highlights auf der Maschsee-Bühne gehört der von bigFM präsentierte Auftritt von Munique am 30.7., der Auftritt von Marquess, präsentiert von Antenne Niedersachsen am 5.8. sowie The Jetlags am 13.8, präsentiert von RADIO 21. Am 3.8. wird das Nordufer beim Queer Wednesday zur Regenbogenmeile, am 10.8. präsentiert das Palo die „Palo Club Night“ mit DJ Carter, Gast-MC Goodgrip aus Amsterdam, und Live-Act Cosmo Klein. Beim Hamborger Veermaster gibt es ein maritimes Programm mit Shanty- und Seemanns-Chören, Themenabenden und das beliebte Tanzen am See – Schwofen zu stimmungsvollem Liedgut.
Beim neuen Musik-Park an der Maschseequelle sind mittwochs, freitags und samstags national und international renommierte Cover-Bands der größten Musikjahrzehnte zu Gast. Sonntags wird es im "House-Garten" ebenfalls tanzbar, zum Beispiel am 14.8. mit Boris Dlugosch. Donnerstag ist die Dance Community Hannover zu Gast, montags und dienstags verspricht die Musik-Park Lounge entspannte Musik und leckere Drinks.
Nightlife-Tipp: Ab 22:00 Uhr wird täglich im Groove Garden gefeiert. Das komplette Programm gibt es ab sofort, auch zum Download, unter: www.maschseefest.de
Die Kleinen ganz groß
Viele Gastronomen rund um den See haben eigene Spielbereiche, Malecken und spezielle Angebote für die kleinen Besucher. Auf der großen Kinderwiese vor der Heinz von Heiden Arena lädt die Xiè-Xiè Freizeit- und Erlebnis-pädagogik zu tollen Aktionen ein. Mittwochs und freitags bis sonntags öffnet sich dort ein Spiel- und Spaßparadies mit Kinderschminken, Bastelzelt, Kuscheltierpool und vielem mehr. Jeweils von 14 Uhr bis 19 Uhr können die Kleinen toben und spielen. Zu den diesjährigen Highlights gehören der ÜSTRA Hüpfbus, eine Kletterwand und die Spielmobile der Nintendo Sommer Tour, die vom 12. bis 14.8. auf der Kinderwiese zu Gast ist.
Maschseepiraten auf der üstralala
Gleich am Donnerstag gehen die beliebten Piraten wieder auf Kaperfahrt. Kapitänin Zopf (Elisa Salamanca) freut sich mit dem Schiffsjungen Mathjes (Mathias Lück) und dem blinden Passagier Clown Fidolo (Horst Schneider) schon auf neue Abenteuer. Zusammen mit Papagei Bounty, den Piratenjennies und Steuermann Achim von der ÜSTRA stechen sie in See, singen schräge
Piratenlieder und finden mit etwas Glück, sogar den Schlüssel zur Schatzkiste. Das Seetheaterstück ist geeignet für Kinder zwischen 4 und 10 Jahren. (Termine: 28.7., 2.8., 4.8., 9.8. und 11.8.2022 jeweils 14, 15 & 16 Uhr, Kartenvorverkauf ausschließlich bei: ÜSTRA Reisen GmbH, Nordmannpassage 6, 30159 Hannover)
Der Mittelpunkt - der Maschsee
Selbstverständlich ist der Maschsee der eigentliche Mittelpunkt des Festes. Tagsüber kann man hier Wassersportler beobachten, mit den Booten der ÜSTRA Maschseeflotte eine Rundfahrt machen, abends die Weite und den Sonnenuntergang genießen. Ganz romantisch ziehen am ersten Wochenende über 100 Taucher aus Niedersachsen beim Fackelschwimmen die Zuschauer in ihren Bann. Am letzten Wochenende ist traditionell das Entenrennen zu Gast auf dem Maschsee. Beim mittlerweile 11. Entenrennen vom Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) gehen 100 große Big Ducks und 5.000 kleine Gummientchen unter dem Motto „Leben schenken - gegen Leukämie“ am 13.8 an den Start.
Hin und weg: Tipps zur An- und Abreise
Die HVG empfiehlt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Eigens für das Maschseefest pendelt die Buslinie 267 der ÜSTRA zwischen der Haltestelle Kröpcke und dem Strandbad. Auf der Strecke gibt es mehrere Stopps direkt an der Uferpromenade. Den Übersichtsplan gibt es unter www.maschseefest.de Aktuell bietet sich auch hier die Nutzung des „9-Euro-Tickets“ an. Der Fahrdienst MOIA bietet ebenfalls extra Haltepunkte rund um den Maschsee, die in der App einsehbar sind. Für die Anreise mit dem PKW bietet die kostenlose NUNAV-App eine stauverhindernde Anreise an. Für das gesamte Maschseefest steht der Schützenplatz als zusätzlicher Parkplatz zur Verfügung. (Tagesgebühr: 5 €)
Radweg
Sowohl Besucher*innen, die zum Maschseefest gelangen möchten, als auch Fahradfahrer*innen, die die Veloroute nutzen, ohne zum Fest zu wollen, sollen so wenig wie möglich eingeschränkt werden. Daher gibt es neben zahlreichen Fahrradparkplätzen ähnlich wie in den Vorjahren wieder einen festinstallierten Radweg auf dem Rudolf-von-Bennigsen-Ufer. Vom 6. Juli bis 26. August 2022 wird der stadteinwärts führende Radweg auf der Ostseite des Rudolf-von-Bennigsen-Ufer zwischen Altenbekener Damm und Kurt-Schwitters-Platz dazu auf die Fahrbahn verlegt. Der eigentliche Radweg direkt am Maschsee wird „außer Betrieb“ genommen. Darüber hinaus wird es einen zentralen Parkplatz für E-Scooter im Bereich der westlichen Planckstraße geben.
Sperrung der westlichen Südstadt
Um die Belastungen für die Bewohner der westlichen Südstadt an den Veranstaltungstagen so gering wie möglich zu halten, wird der Bereich zwischen Maschsee und Hildesheimer Straße zeitweise für Ortsfremde gesperrt. Die Sperrung gilt mittwochs, donnerstags und freitags von 19 Uhr bis 22 Uhr sowie samstags von 18 bis 22 Uhr. Wie bereits zum „Tag der Niedersachsen“ erfolgreich umgesetzt, sind die personenbesetzen Sperren nur mit einem entsprechenden Durchfahrtsschein möglich.
Impfen auf dem Maschseefest
Die Region Hannover bietet am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer auf Höhe des NDR-Parkplatzes allen Besuchenden des Maschseefests ein Covid-19 Impfangebot an. Für alle Personen ab 5 Jahren werden dort sowohl die Grundimmunisierung (Erst- und Zweitimpfung) als auch die Auffrischimpfungen (Dritt- und Viertimpfungen) durchgeführt. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag von 16 Uhr bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
Maschseefest – Kollektion made by HEIMATHAFEN
Ein Stück Maschseefest zum Mitnehmen: Susanne Flohr und Volker Reckhoff von der Segelschule am Nordufer haben eigens für das Maschseefest 2022 eine kleine feine Maschseefest - Kollektion entworfen! Das exklusive Motiv zu Deutschlands größtem Seefest ziert T-Shirts für Damen und Herren, Turnbeutel in blau und weiß, sowie große Kaffeebecher. Erhältlich ist die Kollektion direkt auf dem Maschseefest: Der Stand am Anfang des Foodvillages Ost am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer hat montags bis freitags von 15 – 21 Uhr geöffnet.
Erlebnispaket - Übernachtungsangebot
Für alle, die das Maschseefest mit einem Kurztrip nach Hannover verbinden möchten, bietet die Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG) ein passendes Erlebnispaket sowie ein vergünstigtes Gruppenspecial an.
Neu: Maschseefest-Newsletter
Auf www.maschseefest.de
können sich Maschseefest-Fans ab sofort für den diesjährigen Newsletter anmelden. Programm-Infos, Highlights und Insider-Tipps kommen dann ab Mitte Juli direkt ins persönliche Postfach.
Fotos: © Wilfred Feege

ROSSMANN und Braukmann-Wittenberg-Herz-Stiftung finanzieren OP-Roboter an MHH Drei Millionen Euro für die Herzchirurgie: Mit dem neuen Operationssystem können minimalinvasive Eingriffe mit nur einem Schnitt vorgenommen werden. Eine eigene Erfahrung oder ein Schicksalsschlag in der Familie – oft sind es ganz persönliche Gründe, die Menschen zu einer großen Spende für einen bestimmten Zweck bewegen. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) konnte jetzt dank zwei millionenschwerer Zuwendungen einen weiteren OP-Roboter in Betrieb nehmen. Das neue Gerät des Typs da Vinci SP steht den Operationsteams der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie (HTTG) zur Verfügung. Es ist der erste OP-Roboter dieses Typs in Deutschland. Die Kosten in Höhe von rund drei Millionen Euro trugen das Unternehmen ROSSMANN und die Braukmann-Wittenberg-Herz-Stiftung mit Spenden von jeweils 1,5 Millionen Euro gemeinsam. Darüber hinaus finanzierte ROSSMANN mit zusätzlichen 300.000 Euro die Leihgebühr für ein Jahr für einen weiteren OP-Roboter in der Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie (PÄHW). Dankbarer Patient Dirk Roßmann Hinter der Spende von ROSSMANN steckt ein persönlicher Beweggrund des Gründers Dirk Roßmann. Er wurde im Januar 2025 in der HTTG-Klinik von Klinikdirektor Prof. Dr. Arjang Ruhparwar am Herzen operiert. Eigentlich war er davon ausgegangen, es müsse nur ein Stent in ein Herzkranzgefäß gesetzt werden. Doch die Voruntersuchungen zeigten, dass es damit nicht getan sein würde. So bekam der Unternehmer bei einem Eingriff am offenen Herzen vier Bypässe. Es folgte die weitere Therapie auf der Intensiv- und der Normalstation sowie drei Wochen Reha. „Das war keine schöne Zeit“, erinnert sich der 79-Jährige. „Besonders das Fahrradfahren während der Reha habe ich gehasst. Ich spiele lieber Tennis oder Tischtennis.“ Doch das Training lohnte sich. Heute fühlt sich Dirk Roßmann wieder fit und ist dankbar, dass alles gut gegangen ist. Seine Spende folgt dabei einem einfachen Prinzip, das auch das Engagement seines Sohnes Raoul Roßmann für die Region Hannover prägt: pragmatische Hilfe, damit Patientinnen und Patienten die Chance auf eine bestmögliche medizinische Versorgung erhalten. Nach erfolgreicher OP eine Stiftung gegründet Bei der zweiten Spenderin, der Braukmann-Wittenberg-Herz-Stiftung, spielen persönliches Erleben und Dankbarkeit ebenfalls eine Rolle. In diesem Fall liegt das konkrete Ereignis zwar weiter zurück, wirkt aber bis in die Gegenwart hinein. Die Stiftung wurde Ende der 80er Jahre von dem Ehepaar Hildegard Braukmann und Albert Wittenberg zur Förderung der Herz-Kreislauf-Forschung an der MHH gegründet. Der Hintergrund: Albert Wittenberg wurde 1982 in der MHH an einer Herzklappe operiert. „Die OP hat es ihm ermöglicht, noch bis 1990 im eigenen Unternehmen tätig zu sein und weitere acht glückliche Jahre mit seiner Ehefrau zu verbringen“, berichtet Markus Schmieta, stellvertretender Vorsitzender der Braukmann-Wittenberg-Herz-Stiftung. Das Ehepaar leitete lange Jahre das Kosmetik-Unternehmen Hildegard Braukmann – es ist genauso wie ROSSMANN in Burgwedel ansässig. In den vergangenen Jahrzehnten spendete die Stiftung viele Millionen für MHH-Projekte rund um die Herzgesundheit. So finanzierte sie beispielsweise mit 13 Millionen Euro den Bau des 2008 eröffneten Hans-Borst-Zentrums für Herz- und Stammzellforschung. Mit der Spende für den OP-Roboter unterstützt die Stiftung nicht nur die moderne Patientenversorgung, sondern fördert auch Forschung und Lehre in der Herzmedizin. Komplexe minimalinvasive Eingriffe durch nur eine Öffnung Bei dem neuen OP-Roboter in der HTTG-Klinik handelt es sich um ein da Vinci SP Operationssystem. Die Buchstaben SP stehen für Single Port. „Im Unterschied zu anderen robotischen Systemen ist bei diesem Gerät nur ein einziger, etwa drei Zentimeter langer Schnitt zur Durchführung der Operation notwendig“, erklärt Prof. Dr. Arjang Ruhparwar, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie. Über diese eine Öffnung bringen die Chirurgen und Chirurginnen eine Videokamera und drei robotische Instrumentenarme gleichzeitig ins Innere der Brusthöhle. Erst dort werden die einzelnen Arme voneinander abgespreizt. „In der Herzchirurgie werden wir das neue System zunächst im Rahmen von Bypass-Operationen bei der Präparation der Brustbeinarterie einsetzen. Später wird sich das Einsatzspektrum des Gerätes sicher noch erweitern“, sagt Professor Ruhparwar. Die Ein-Schnitt-Technik bedeutet für die Patientinnen und Patienten ein geringeres Trauma und eine schnellere Genesung. Professor Ruhparwar rechnet damit, dass der da Vinci SP in der Anfangsphase etwa 100-mal pro Jahr in der Herz- und Thoraxchirurgie zum Einsatz kommen wird. Die Operationsteams der HTTG verfügen bereits über Erfahrungen mit robotergestützten Operationssystemen, das neue Gerät ist aber das erste eigene der Klinik. Weitere ROSSMANN-Spende für OP-Roboter in der Mikrochirurgie Gute Erfahrungen mit Operationsrobotern haben auch die chirurgischen Teams der Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie (PÄHW) bereits gemacht. Viele Eingriffe in dieser Klinik bewegen sich im Bereich der Mikrochirurgie – Millimeterarbeit, bei der unter einem extrem stark vergrößernden Mikroskop feinste Nerven und Gefäße genäht werden. Für die PÄHW-Klinik stellte ROSSMANN mit einer weiteren Spende von 300.000 Euro die Leihgebühren für einen mikrochirurgischen OP-Roboter zur Verfügung. Dank dieser Summe kann die PÄHW ein Jahr lang ein modernes Symani Operationssystem nutzen. „Das Gerät verfügt über eine neue Instrumentengeneration. Sie umfasst nun auch Scheren zur Gewebepräparation“, erläutert Prof. Dr. Peter Maria Vogt, Direktor der PÄHW-Klinik. Das neue System deckt nicht nur die gesamte Mikrochirurgie der Nerven und Gefäße ab. „Es stellt darüber hinaus die Schlüsseltechnologie für das neue Gebiet der Lymphchirurgie dar“, betont Professor Vogt. Lymphchirurgische Eingriffe werden beispielsweise bei Lymphsystemstörungen nach Krebsbehandlungen vorgenommen. Die Strukturen des Lymphsystems sind extrem fein und konnten bis vor wenigen Jahren überhaupt nicht operiert werden. Robotergestützte OP-Technik auf dem Vormarsch Die minimalinvasive robotergestützte Operationstechnik hat generell viele Vorteile. Die Patientinnen und Patienten profitieren von weniger postoperativen Komplikationen, einer schnelleren Wundheilung und einem kürzeren Krankenhausaufenthalt. Aber auch für die Operierenden bieten robotische Systeme eine Reihe von Pluspunkten: So wird beispielsweise das Operationsfeld perfekt ausgeleuchtet und auf dem Bildschirm in 3-D und vielfacher Vergrößerung dargestellt. Außerdem sind gute ergonomische Bedingungen gegeben, da die Eingriffe im Sitzen durchgeführt werden können. Darüber hinaus gleicht ein Tremorfilter jedes Zittern und jede ungewollte Bewegung der Hände aus. In der MHH sind aktuell insgesamt vier OP-Roboter im Einsatz. Außer in der HTTG und PÄHW werden sie auch in der Viszeralchirurgie, der Gynäkologie und der Urologie genutzt. OP-Roboter sind aus modernen Operationssälen nicht mehr wegzudenken, sie werden die Chirurgie nachhaltig verändern – davon sind Professor Ruhparwar und Professor Vogt überzeugt. MHH Fotos/Video: © 17.03.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie

Auftakt zur IdeenExpo 2026: Zehnte Ausgabe mit klarem Fokus auf Orientierung, Innovation und Fachkräftenachwuchs Vom 20. bis 28. Juni 2026 wird das Messegelände in Hannover erneut zum Treffpunkt für junge Menschen, Unternehmen, Hochschulen, Wissenschaft und Politik. Die IdeenExpo ist Europas größtes Technologie- und Innovationsfestival für junge Menschen und geht in diesem Jahr in ihre zehnte Runde. Dr. Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der IdeenExpo GmbH, betont die besondere Bedeutung der Jubiläumsausgabe: „Mit der zehnten IdeenExpo feiern wir nicht nur ein Jubiläum, sondern ein starkes Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Hochschulen. Zehn IdeenExpos stehen für Kontinuität, Verlässlichkeit und für ein gemeinsames Ziel: jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen. In Zeiten tiefgreifender technologischer Umbrüche und wirtschaftlicher Unsicherheiten ist Orientierung wichtiger denn je. Die IdeenExpo bietet genau diesen Raum – praxisnah, erlebbar und ohne erhobenen Zeigefinger. Hier entdecken junge Menschen, was in Ihnen steckt, gewinnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, schaffen sich ihre eigenen Erfolgserlebnisse - und dies alles mit einer Begeisterung, die ansteckend wirkt und den besonderen Spirit der IdeenExpo vom ersten Tag an ausmacht.“ Starkes Signal aus der Politik Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, hebt die gesamtgesellschaftliche Dimension hervor: „Die IdeenExpo ist weit mehr als eine Veranstaltung. Sie ist ein starkes Signal an junge Menschen: Eure Zukunft ist uns wichtig. Niedersachsen lebt als Wissenschafts- und Innovationsstandort von Neugier, Können und Gestaltungswillen. Genau das macht die IdeenExpo erlebbar: Sie bringt Wirtschaft, Hochschulen und Politik mit Schülerinnen und Schülern in direkten Austausch und zeigt die Vielfalt von Studien- und Ausbildungswegen. Das ist gelebte Zukunftspolitik.“ Orientierung in Zeiten des Wandels Aktuelle Ergebnisse einer Repräsentativbefragung von 15- bis 25-Jährigen zu Berufswahl und MINT-Affinität durch das Institut für Demoskopie Allensbach unterstreichen die Relevanz der Veranstaltung. Demnach erwarten über 80 % der Befragten, dass sich die Berufswelt im Laufe der nächsten zwei Jahrzehnte gravierend verändern wird. Die junge Generation empfindet ihre berufliche Zukunft als dynamisch, aber immer schwerer vorhersehbar. Daraus erwächst ein hohes Bedürfnis nach konkreter Orientierung. ist sich die große Mehrheit (63 %) der besonderen Bedeutung von Naturwissenschaften und Technik für die Gestaltung der Zukunft durchaus bewusst. Lediglich jeder Vierte behauptet von sich, Technik und Naturwissenschaften würden ihm nicht liegen - aber nur 14 % können sich in diesen Bereichen eine berufliche Zukunft vorstellen. ist bemerkenswert, dass der militärische Bereich inzwischen zu den Berufsfeldern gehört, denen 38 Prozent der 15- bis 25-Jährigen gute berufliche Zukunftsperspektiven zuschreiben. Damit rangiert dieser Bereich mittlerweile unter den Top 10 der attraktivsten Berufsfelder - noch vor zwei Jahren hätte er hier keine Chance gehabt. Auch die Raumfahrt stößt zunehmend auf Interesse: Aktuell interessiert diese Branche 23 % der jungen Menschen und damit tendenziell mehr als der Maschinenbau und deutlich mehr als Fächer wie Chemie und Physik. verbinden junge Menschen mit Veranstaltungen wie der IdeenExpo vor allem Inspiration und konkrete Unterstützung bei ihrer Berufswahl: 48 Prozent möchten neue Berufsfelder oder Ausbildungsberufe entdecken, 47 Prozent wünschen sich mehr Informationen über Ausbildungs- und Studienwege. 36 Prozent hoffen sogar, bereits Praktikums- oder Ausbildungsplätze zu finden. "Genau hier setzt die IdeenExpo an: als Ort, wo es echte Einblicke gibt, wo ausprobiert und experimentiert wird, wo persönliche Gespräche mit jungen Auszubildenden an den Ständen stattfinden, die sich vor wenigen Jahren womöglich in genau der gleichen Situation befanden wie die jugendlichen Besucherinnen und Besucher der IdeenExpo heute," sagt Dr. Volker Schmidt. "Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Besucher und Aussteller - auch das gehört zu den Erfolgsgeheimnissen der IdeenExpo." Engagement der Aussteller – langfristig gedacht Auch die Aussteller sehen in der IdeenExpo eine zentrale Plattform zur Nachwuchssicherung. Stanislava Plachá, Human Resources Senior Vice President bei ZF, erklärt: „Für uns als Unternehmen ist die frühzeitige Ansprache junger Talente entscheidend. Wir müssen in Deutschland junge Menschen fördern, die Verantwortung übernehmen und Innovation mitgestalten wollen. Die IdeenExpo ermöglicht es uns allen, Technologien und Berufsbilder nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen. Dieser direkte Kontakt schafft Begeisterung und Vertrauen – und zeigt, dass Nachwuchsförderung eine strategische Investition in die Zukunft ist.“ IdeenExpo als Weichensteller Wie nachhaltig dieser Ansatz wirkt, zeigt das Beispiel von Muriel Groß. Die gebürtige Hannoveranerin besuchte die IdeenExpo bereits als Schülerin. Sie probierte damals unter anderem einen Fahrsimulator aus und war begeistert von den interaktiven Angeboten auf den Ständen. Heute ist sie selbst Teil des ZF-Teams auf der IdeenExpo und zeigt am Stand, wie vielfältig die Ausbildungswege dort sind. „Schülerinnen und Schüler können auf der IdeenExpo erleben, wie spannend Technik sein kann. Mir haben damals die Gespräche an den Ständen verdeutlicht, welche Möglichkeiten es im Berufsleben gibt. Der Austausch mit Auszubildenden und Studierenden hat mir einen authentischen Ausblick auf das gegeben, was nach der Schule alles erreichbar ist. Diese Erfahrungen haben mich geprägt", sagt die 21-Jährige. „Heute studiere ich dual bei ZF und freue mich darauf, bei der IdeenExpo selbst Schülerinnen und Schülern Mut zu machen und ihnen zu zeigen, wie viele Wege offen stehen." IdeenExpo 2026 in Zahlen Die IdeenExpo 2026 wird erneut Maßstäbe setzen. Geplant sind: mehr als 330 Aussteller mehr als 800 Mitmach-Exponate in 14 Themenbereichen über 900 Workshops eine Veranstaltungsfläche von über 100.000 Quadratmetern Mit ihrer Mischung aus interaktiven Exponaten, Workshops, Bühnenshows und Konzerten schafft die IdeenExpo einen einzigartigen Erlebnisraum für Berufsorientierung und Zukunftsfragen. Die IdeenExpo ist Europas größtes Technologie- und Innovationsfestival für junge Menschen. Sie findet alle zwei Jahre auf dem Messegelände in Hannover statt und bringt Wirtschaft, Wissenschaft, Hochschulen und Politik mit Schülerinnen und Schülern zusammen. Ziel ist es, junge Menschen für MINT-Berufe zu begeistern, berufliche Perspektiven aufzuzeigen und einen aktiven Beitrag zur Fachkräftesicherung zu leisten. Der Eintritt ist kostenfrei. IdeenExpo GmbH Fotos: © 11.03.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie

Hannoversche Kaffeemanufaktur und Hannoversche Volksbank unterstützen Special Olympics Niedersachsen
Hannoversche Kaffeemanufaktur und Hannoversche Volksbank unterstützen Special Olympics Niedersachsen Die Hannoversche Volksbank setzt bei der Bewirtung ihrer Kundschaft sowie der Versorgung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Kaffee der Hannoverschen Kaffeemanufaktur. Über den Kaffeegenuss hinaus wollen beide Unternehmen Gutes tun und haben vereinbart, je verbrauchtes Kilo Kaffee einen Euro an Special Olympics Niedersachsen, der Sportorganisation für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung, zu spenden. Für die Jahre 2024 und 2025 konnten Andreas Berndt, Geschäftsführer der Hannoverschen Kaffeemanufaktur und Anne Mahler, stellv. Vorstandsmitglied der Hannoverschen Volksbank jetzt genau 3.970 Euro übergeben. Uwe Lübking, Vize-Präsident von Special Olympics Niedersachsen und Athletensprecher Kevin Struß zeigten sich begeistert. Dazu Uwe Lübking: „Der sogenannte Kaffee-Euro ist ein tolles Beispiel dafür, wie aus einer alltäglichen Entscheidung echte Unterstützung entsteht. Jeder getrunkene Kaffee hilft dabei, mehr Sport, mehr Teilhabe und mehr Begegnung möglich zu machen.“ Die Special Olympics Niedersachsen wurden 2006 gegründet und sind einer von 16 Special Olympics Deutschland-Landesverbänden. Die Kernaufgabe von Special Olympics ist es, ganzjährige und regelmäßige Trainingsprogramme und Sportwettbewerbe für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zu organisieren und durchzuführen. Das Ziel soll sein, Kindern und Erwachsenen mit geistiger und mehrfacher Behinderung durch eine Vielzahl von Sportarten Zugangs- und Wahlmöglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verschaffen. Hannoversche Volksbank Fotos/Video: © 11.03.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie

Personalentscheidungen bei ÜSTRA und regiobus - Verträge von Elke van Zadel und Denise Hain verlängert – Olof Seidel wird neuer Finanzvorstand Doppelte Kontinuität und ein hochkarätiger Neuzugang: Die Aufsichtsräte von ÜSTRA und regiobus haben am heutigen Freitag in der Führungsspitze die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Die am 31. Mai 2026 auslaufenden Verträge von Elke van Zadel und Denise Hain, die in beiden Unternehmen in Personalunion als Vorständinnen und Geschäftsführerinnen fungieren, wurden um fünf weitere Jahre bis 2031 verlängert. Die seit dem Ausscheiden von Regina Oelfke – sie hatte beide Unternehmen am 1. Oktober 2025 auf eigenen Wunsch verlassen - vakante, dritte Vorstandsstelle bei der ÜSTRA wird mit Olof Seidel neu besetzt. Der 58-jährige Seidel wird bei ÜSTRA und regiobus für die Bereiche Finanzen und Recht zuständig sein. Zuletzt hatte Elke van Zadel diese Aufgaben kommissarisch ausgeübt. ÜSTRA und regiobus bilden seit dem 1. Januar 2025 einen Gemeinschaftsbetrieb. „Elke van Zadel und Denise Hain haben in den vergangenen Jahren bei ÜSTRA und regiobus dafür gesorgt, dass der hannoversche Nahverkehr zu den besten in Deutschland gehört“, sagt Ulf-Birger Franz, der Aufsichtsratsvorsitzende der ÜSTRA: „Mit Olof Seidel ist die Führungsspitze nun wieder komplett. Er hat uns mit seiner Finanz- und Führungskompetenz sowie seiner großen Erfahrung überzeugt, und wir sind sehr froh, dass wir ihn für die Aufgabe gewinnen konnten. Mit dem Großprojekt Gemeinschaftsbetrieb und wichtigen strategischen Entscheidungen wie der E-Bus-Offensive, dem Neubau des Betriebshofs Glocksee oder den geplanten neuen Betriebshöfen in Lahe und Weetzen ist die ÜSTRA mit ihrem Führungstrio bestens vorbereitet für die Zukunft.“ So sieht es auch Wolfgang Toboldt, der Aufsichtsratsvorsitzende der regiobus: „Der Kurs der regiobus war bereits in den vergangenen Jahren durch wirtschaftliche Konsolidierung geprägt. Auch in Zukunft wird es für Unternehmen, die steuerfinanziert sind, keine Geschenke zu verteilen geben, da die öffentliche Hand sparen muss. In so einer Situation ist es umso wichtiger, einen ausgewiesenen Finanzexperten in der Führungsetage der Verkehrsunternehmen zu wissen. Mit Olof Seidel konnten wir einen solchen Fachmann gewinnen.“ Olof Seidel, der in Hannover lebt, freut sich riesig auf die neuen Aufgaben bei der ÜSTRA. „Ich bin sehr gespannt und voller Tatendrang. Ich kenne die ÜSTRA bisher aus Kundensicht und habe die Verlässlichkeit von Stadtbahnen und Bussen schätzen gelernt. Ich freue mich jetzt darauf, die Verkehrswende mitgestalten zu können und die Menschen kennenzulernen, die tagtäglich dafür Sorge tragen, dass die Region in Bewegung bleibt“, sagt Seidel. „Für mich persönlich schließt sich im weitesten Sinne ein Kreis. Schon als kleiner Junge durfte ich meinen Vater, der bei der Bundesbahn arbeitete, auf Zugfahrten begleiten. Und eines meiner Hobbys ist der Modelleisenbahnbau. Im neuen Job werden vom 1. Mai an die Fahrzeuge jetzt etwas größer“, sagt Seidel mit einem Augenzwinkern. Elke van Zadel und Denise Hain, deren Verträge verlängert wurden, freuen sich auf den neuen Vorstandskollegen. „Wir sind gespannt, Olof Seidel kennenzulernen und mit ihm gemeinsam die Herausforderungen, die vor uns stehen, zu bewältigen“, sagt Elke van Zadel, die sich wie Denise Hain bei den Aufsichtsräten für das weitere Vertrauen bedankt. „Unsere Vertragsverlängerungen sind nicht nur für unsere Arbeit eine tolle Wertschätzung“, sagt Denise Hain. „Sie sind auch ein großes Kompliment für die mehr als 3000 Menschen, die im Betrieb und in der Verwaltung täglich mit viel Engagement arbeiten.“ Zur Person: Elke van Zadel wurde 2018 Geschäftsführerin bei regiobus und ist seit dem 1. Juli 2019 Vorständin der ÜSTRA. Sie ist Vorstandsvorsitzende der ÜSTRA und verantwortet die Bereiche Technik, IT und Infrastruktur, Verkehrsplanung, Marketing/Vertrieb, Interne Revision, Compliance und Kommunikation bei ÜSTRA und regiobus. Denise Hain ist seit dem 8. Dezember 2017 Vorständin der ÜSTRA für Betrieb und Personal und außerdem Arbeitsdirektorin. Seit dem 1. Juni 2021 ist sie auch Geschäftsführerin bei regiobus und hat dort die entsprechenden Aufgabenfelder wie Personal, Fahrdienst, Arbeitssicherheit, Werkstätten und Mitbestimmung ebenfalls übernommen. Olof Seidel wird seine Aufgabe als Vorstand für Finanzen und Recht ab Anfang Mai bei der ÜSTRA aufnehmen. Wie im Gemeinschaftsbetrieb üblich wird er in Personalunion auch Geschäftsführer bei regiobus. Seidel, der die deutsche und die schwedische Staatsbürgerschaft besitzt, verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Finanzdienstleistungssektor. Seidel war zuletzt Finanzvorstand der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB), das Geldinstitut hatte er am Jahresende 2023 auf eigenen Wunsch verlassen. Seidel gehörte bei der Nord/LB seit Januar 2020 dem Führungsgremum als Chief Financial Officer (CFO) und Chief Operating Officer (COO) an und war für das Transformationsprogramm „Nord/LB 2024“ verantwortlich. Von 2006 bis 2016 arbeitete Seidel für die DNB ASA, Norwegens größtem Finanzdienstleistungskonzern. 2010 wurde er bei der Tochtergesellschaft, der DNB Bank Polska SA, in den Vorstand berufen und war als CFO und COO für Finanzen (Rechnungswesen & Finanzcontrolling), IT und Projektmanagement, Bankbetrieb und Kreditmanagement, Strategie und interne Beratung, Einkauf und Treasury verantwortlich. Üstra Fotos: © 06.03.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie

Show Training mit den Harlem Globetrotters an der IGS List Die legendären Harlem Globetrotters feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum. Am Sonntag, den 03. Mai, ist die spektakuläre Basketballshow wieder in der Swiss Life Hall Hannover zu Gast (The Harlem Globetrotters – Hannover Concerts). Aus diesem Anlass fand am heutigen Freitag (6. März) ein Showtraining in der IGS List in Hannover statt. Von den Harlem Globetrotters kommen „Sky“ Zavian Jackson und Eryka „Spice“ Sidney nach Hannover, um mit Schülerinnen und Schülern der IGS zu trainieren. Im Rahmen des Besuchs zeigten die Basketballcracks Tricks, Spielzüge und Finten. Wegen des 100. Geburtstags der Harlem Globetrotters ist in diesem Jahr als besonderer Gast der Promotour der ehemalige Spieler und Trainierlegende „Sweet“ Lou Dunbar mit dabei. Fotos/Video: © 06.03.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie

INTERSCHUTZ 2026 im Zeichen der Zeitenwende Der Countdown für die INTERSCHUTZ 2026 geht in die Schlussrunde. Wenige Wochen vor Beginn der Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz (1. bis 6. Juni 2026 in Hannover) haben die Veranstalter auf die wachsenden Herausforderungen für Einsatzkräfte in aller Welt hingewiesen. Unter dem Motto „Safeguarding tomorrow“ (die Zukunft schützen) werden 1.525 Aussteller aus 51 Nationen ihre Produkte, innovative Lösungen und Dienstleistungen auf 112.463 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren (2022 – noch mit Corona-Auswirkungen: 1.296 Aussteller, 84.052 Quadratmeter, 84.920 Besucher; 2015-bisherige Rekordmesse: 1.453 Aussteller, 107.327 Quadratmeter, 156.844 Besucher). Zugleich wirft die sechstägige Veranstaltung ein Schlaglicht auf die viel zitierte ‚Zeitenwende im Bevölkerungsschutz‘. Eröffnet wird die Messe von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. „Die INTERSCHUTZ ist mehr als eine Messe – sie ist DER internationale Treffpunkt der Branche für Sicherheit in zunehmend unsicheren Zeiten“, sagte Dr. Jochen Köckler, CEO der Deutschen Messe AG, am Dienstag (3. März) auf dem hannoverschen Flughafengelände, wo die Flughafenfeuerwehr einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit moderner Großlöschfahrzeuge gab. Als einen wichtigen Schwerpunkt auf der INTERSCHUTZ nannte Köckler die Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ). „Damit wird sie mehr denn je auch eine politische Messe“, so Köckler. Die Zivil-Militärische Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz sei nicht mehr auf ad-hoc-Unterstützung bei Katastrophen beschränkt, sondern werde vielmehr zu einem strategisch eingebetteten, dauerhaften und institutionell verankerten Element der nationalen und europäischen Sicherheitspolitik. Das unterstrich auch Oberst im Generalstabsdienst Armin Schaus, Abteilungsleiter J9 (Zivil-Militärische-Zusammenarbeit), Operatives Führungskommando der Bundeswehr. „Unsere Sicherheit können wir nur gemeinsam gewährleisten. Hier müssen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft eng und resilient zusammenstehen. Nur als Einheit schützen wir, was uns wichtig ist: unsere Freiheit und unsere Demokratie.“ Ebenso wie Schaus wies der Vizepräsident im DRK-Bundesverband, Jürgen Christmann, auf die veränderten Voraussetzungen hin. Das DRK, so teilte Christmann mit, werde in Halle 23 erstmals ein großes, mobiles Krankenhaus präsentieren. „Aktuelle und geopolitische Bedrohungslagen machen deutlich: Wir müssen jetzt konsequent in Vorsorge, Selbsthilfefähigkeit und die Resilienz der Bevölkerung investieren. Verzögerungen können wir uns nicht leisten. Als Auxiliar der deutschen Behörden im humanitären Bereich und größte Hilfsorganisation Deutschlands tragen wir eine besondere Verantwortung im Bevölkerungsschutz. Gleichzeitig sind wir ein einsatzerfahrener Akteur der internationalen humanitären Hilfe. Auf der INTERSCHUTZ präsentieren wir unter anderem unser mobiles Krankenhaus und zeigen, wie modernste Technik und hochkomplexe Logistik ein „Krankenhaus aus der Kiste“ ermöglichen und wie sich der Klinikalltag unter Krisenbedingungen gestaltet“, sagte Jürgen Christmann. Jochen Köckler hob die internationale Bedeutung der Messe hervor und betonte: „Die Zeitenwende endet nicht an Staats- und Landesgrenzen – sie zeigt sich im Alltag der Einsatzkräfte. Geopolitischen Spannungen, Klimawandel, Krisen, Katastrophen und hybriden Bedrohungen kann nur gemeinsam wirksam begegnet werden. Nur integrierte Systeme aus Feuerwehr, Rettungsdienst, Zivil- und Katastrophenschutz sind handlungsfähig.“ Köckler erinnerte zugleich an die Anfänge der INTERSCHUTZ, die vor mehr als 70 Jahren unter dem Titel „Der Rote Hahn“ noch als reine Feuerwehrmesse ins Leben gerufen wurde und seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Messe ausgerichtet wird. „Die INTERSCHUTZ ist ihrem Markenkern – Feuerwehr – über die Jahre immer treu geblieben. Sie hat sich allerdings auch kontinuierlich weiterentwickelt, sich an den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft orientiert und ist damit sowohl inhaltlich als auch in der Größe gewachsen. Für die diesjährige Messe deuten alle Vorzeichen darauf hin, dass es die größte INTERSCHUTZ aller Zeiten werden kann“, freute sich Köckler. „Feuerwehren und Rettungsdienste sind längst zu hochkomplexen Krisenmanagern geworden, deren Anforderungen weit über Brandbekämpfung und medizinische Versorgung hinaus reichen“, resümiert Köckler. Das zeigt sich auch an den bisher rund 30 nationalen und internationalen Delegationen, die sich zur INTERSCHUTZ angemeldet haben. Mit dabei sind beispielsweise der Europäische Feuerwehrverband und der Weltfeuerwehrverband CTIF. Darüber hinaus haben internationale Entscheider aus Feuerwehr, Rettungsorganisationen sowie aus Bevölkerungs- und Katastrophenschutzinstitutionen ihre Messebesuche angekündigt. Sie kommen beispielsweise aus Singapur (Feuerschutzverband Singapur), Taiwan, Südamerika (OBA: Südamerikanische bzw. panamerikanische Feuerwehr‑Organisation), Schweden (MSB: Schwedische Behörde für zivile Notfallvorsorge) und Dänemark (Danske Beredskaber: Verband der dänischen Notfall- und Einsatzdienste ). Die INTERSCHUTZ 2026 mache zudem deutlich, dass dabei die Künstliche Intelligenz (KI) eine immer wichtigere Rolle spiele. „Künstliche Intelligenz verändert den Einsatz – nicht als Ersatz für Menschen, sondern als Verstärker ihrer Fähigkeiten. Im Ernstfall kann KI auch die Retter selbst schützen“, sagte Köckler. Sie könne Geschwindigkeit, Präzision und Sicherheit erhöhen. Entscheidend sei, wie verantwortungsvoll die KI eingesetzt werde. Neben den Themen KI und Bevölkerungsschutz gehören ferner die Auswirkungen des Klimawandels und Nachhaltigkeit zu weiteren Schwerpunkten. Die INTERSCHUTZ 2026 werde Wege aufzeigen, wie Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz im Zeichen der Zeitenwende handlungsfähig bleiben. „Die Frage ist nicht, ob Krisen kommen – sondern wie wir bereit sind, sie gemeinsam zu bewältigen“, sagte Jochen Köckler. Christoph Bahlmann, Direktor der Feuerwehr Hannover, beschrieb die Rolle der Kommunen im Bevölkerungsschutz: „Im Bevölkerungsschutz kommt der kommunalen Ebene eine zentrale Rolle zu. Zeitenwende im Bevölkerungsschutz heißt daher auch, die Kommunen als zentrale Ansprechstellen für ihre Bürgerinnen und Bürger intensiv in die konzeptionelle Neuausrichtung des Bevölkerungsschutzes einzubinden sowie finanziell, personell und sächlich adäquat auszustatten. Die bestehende Lücke zwischen multiplen Anforderungen und derzeitigen Möglichkeiten im Bevölkerungsschutz muss durch Vernetzung und Vereinheitlichung weiter geschlossen werden. Hierfür bietet die Weltleitmesse INTERSCHUTZ mit allen vertretenen Playern im Bevölkerungsschutz eine hervorragende Plattform“. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt die Präsentation in den acht Messehallen und auf dem Freigelände. Auf einem Smart Public Safety Hub ist ferner die Zukunft der Einsatzleitung zu sehen. Wie immer steht auch Sportliches auf dem Programm: So messen sich beispielsweise bei den FireFit European Championships Feuerwehrfrauen und -männer aus der ganzen Welt. Actionreich wird es bei der dritten Ausgabe der HOLMATRO Rescue Challenge. Teams aus aller Welt treten während der INTERSCHUTZ gegeneinander an, um einen eingeklemmten Patienten mit modernsten Rettungsgeräten innerhalb von 20 Minuten aus einem Fahrzeug zu befreien. Die zweite Premiere auf der INTERSCHUTZ 2026 ist der Höhenretter Pavillon. Der Name ist Programm – im Pavillon 34 unter dem EXPO-Dach dreht sich an allen sechs Messetagen alles ausschließlich um das Thema Höhenrettung. Am Samstag, 6. Juni 2026, findet dort der nationale Leistungsvergleich der deutschen Höhenretter statt. Aktionsgeladen wird es mit der S-GARD SAFETYTOUR. Sie läuft während der INTERSCHUTZ an allen sechs Messetagen und bietet sämtlichen Einsatzkräften unter realistischen Bedingungen die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten in praxisnahen Team-Trainings zu verbessern. Eine weitere Mitmachaktion sind die LUKAS CRASH DAYS auf der INTERSCHUTZ – ebenfalls auf dem Freigelände. Sie sind ein medizinisch-technisches Hochleistungs- Hilfetraining für erfahrene Rettungskräfte und binden moderne Rettungstechniken in ihr Programm ein. Neben der Praxis kommt auch die Theorie nicht zu kurz: Im INTERSCHUTZ-Forum präsentieren Anbieter, Anwender, Wissenschaft und Politik die aktuellen Themen der Branche und diskutieren über Herausforderungen, Chancen, Lösungen und technologische Innovationen. Beispielsweise richtet die Föderation der European Fire Officers (FEU) ihre erste Leadership-Konferenz 2026 im Rahmen der INTERSCHUTZ aus. Vom 3. bis 4. Juni werden dazu etwa 300 europäische Führungskräfte aus Feuerwehr und Katastrophenschutz auf dem Messegelände in Hannover zusammenkommen. „Die INTERSCHUTZ ist auch deshalb so stark, weil viele Hände mit anpacken. Dazu gehören neben den ausstellenden Unternehmen die Partner vfdb, DFV und der VDMA Feuerwehrtechnik, die ideellen Aussteller wie Feuerwehren, Rettungsdienste, technische Hilfsdienste und Katstrophenschutzorganisationen“, bedankte sich Jochen Köckler. Zu den Besuchergruppen gehören Delegationen aus aller Welt – die weitesten reisen nach bisherigem Stand aus Australien an. Über die INTERSCHUTZ Die INTERSCHUTZ ist die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz in Hannover und steht 2026 unter dem Motto „Safeguarding tomorrow“. Das Angebot der INTERSCHUTZ umfasst sämtliche Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Feuerwehr, Vorbeugender Brandschutz, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz, Kommunikations- und Leitstellentechnik sowie Schutzausrüstung. Sämtliche Informationen rund um die Messe und zum Rahmenprogramm stehen auf www.interschutz.de bereit und werden laufend aktualisiert. Internationale Veranstaltungen innerhalb des INTERSCHUTZ-Portfolios sind die AFAC Australia (https://www.afacconference.com.au/), die REAS Italy (https://www.reasonline.it) und die China International Emergency Management Exhibition (CIEME: https://www.cieme.net/en). Deutsche Messe AG Fotos/Video: © 03.03.2026 Matthias Falk - hannover_fotografiie

Museum für textile Kunst: Sonderausstellung: Jérémy Gobé Lace is more – die Kunst mit Spitze Korallen zu retten Jérémy Gobé, Jahrgang 1986, gehört zu den international renommiertesten Künstlern der „Environmental Art“ (Umweltkunst). Mit „Corail Artefact“ verbindet er in mehreren Projekten Kunst, Wissenschaft und innovative Technologien sowie Bildung, um Korallenriffe wieder herzustellen. Korallenriff im Bunker Blaues Licht wie in den Untiefen des Meeres, gepaart mit textilem Gewebe an dicken Wänden und Decken, die wie Felsen wirken, vermitteln Besucherinnen und Besuchern die Illusion eines Korallenriffs. Der besondere Ort des Museums, ein im zweiten Weltkrieg erbauter Bunker, bildet den Kontrast zu der zarten Ästhetik der Kunstwerke von Jérémy Gobé und stellt gleichzeitig den Bezug zur oft unerbittlichen Realität der von Menschen beeinflussten Umwelt her. Initiiert hat die Ausstellung die Museumsgründerin und Modedesignerin Erika Knoop. Das MftK setzt sich seit seiner Gründung 2007 für den umweltverträglichen Umgang mit Textilien ein und will mit der aktuellen Ausstellung zeigen, welch enormes Potenzial in der Entwicklung neuer Fasern in Verbindung mit traditionellen Handwerkstechniken steckt. Begleitend zur Sonderausstellung finden Workshops und Lesungen statt. Für die aktuelle Sonderausstellung konnte das MftK namhafte Förderer gewinnen. Klöppelspitze und Klimawandel Der in Paris lebende Künstler ist bekannt dafür, traditionelle Handwerkstechniken in einen zeitgenössischen Kontext zu setzen. Besonders fasziniert ihn die Klöppelspitze, ein filigranes Kunsthandwerk, das er mit aktuellen Themen wie dem Klimawandel verknüpft. Ebenso gilt seine Aufmerksamkeit seit langem Korallen mit ihren skulpturalen Formen und ihrer Farbenpracht. Gobé entdeckt: Korallen lieben Spitze Das Kunsthandwerk des Spitzenklöppelns lernte Gobé 2017 in einer kurz vor der Schließung stehenden Fabrik in Le Puy-en-Velay, Südfrankreich, kennen. Er entdeckte das traditionelle Muster der feinen Netzspitze aus organischem Material wie Seide oder Baumwolle. Gobé traf es wie ein Blitz: Das Muster der Spitze erinnerte ihn sofort an die Struktur von Korallen. Mit diesen besonderen Meerestieren beschäftigte er sich schon länger in seinem künstlerischen Schaffen. Die Farbenpracht und Formenvielfalt der stark bedrohten Korallenriffe faszinieren ihn. Die große Ähnlichkeit der Klöppelspitze mit Korallen brachte ihn auf die Idee, ein Experiment in einem Meeresaquarium zu starten – und tatsächlich siedelten sich die Larven der Korallen an der Spitze mit ihrer korallenähnlichen Struktur an. Das Projekt „Corail Artefact“ Jérémy Gobé gründete aufgrund der positiven Ergebnisse mit Klöppelspitze 2019 das Projekt „Corail Artefact“, um einen Beitrag zur Rettung der Korallenriffe zu leisten. Die interdisziplinäre Initiative verbindet Kunst, Wissenschaft und Forschung, innovative Technologien und Unternehmen der Meeresaquaristik miteinander. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines ökologischen Betons und eines ökologischen Biopolymers, mit dem sich korallenförmige Strukturen und Halterungen für Ableger von Korallen im 3D-Druck herstellen lassen. Die Materialien namens CCA und BCA (Abkürzungen für Concret Corail Artefact und Biopolymer Corail Artefact) sind zu hundert Prozent umweltverträglich für die Meere, wobei BCA sogar biologisch abbaubar ist. Ziel ist die Entwicklung nachhaltiger, biologisch abbaubarer Trägerstrukturen, die das Wachstum und die Wiederansiedlung von Korallen erleichtern. Gobé kombiniert dabei Textilkunst mit Meeresbiologie: Die Spitze wird inzwischen aus biobasierten BCA-Fäden gefertigt. Die Ausstellung zeigt erstmalig Muster, die mit diesen Fäden entwickelt wurden. „Corail Artefact“ arbeitet mit verschiedenen Meeres- und Umweltschutzorganisationen zusammen. Erfolgreiche Tests Die ersten Tests fanden im französischen Meereszentrum „Nausicaá“ statt. Dort wachsen verschiedene Korallenarten erfolgreich auf den von „Corail Artefact“ entwickelten Strukturen. Was als künstlerisches Experiment begann, hat sich zu einer wissenschaftlich fundierten, ökologisch wirksamen Lösung entwickelt. Seiner Überzeugung nach soll Kunst für die Gesellschaft da sein und nicht die Gesellschaft für die Kunst. Daher gehören auch Bildungsprogramme zum Konzept seiner Initiative. Das Projekt „Corail Artefact“ ist ein Beispiel dafür, wie Künstler mit ihrer Kreativität zur Lösung der Probleme unserer Zeit, wie dem Klimawandel, beitragen können. Über Jérémy Gobé Jérémy Gobé, Jahrgang 1986, lebt und arbeitet in Paris. Er ist Absolvent der französischen Hochschulen Beaux arts in Nancy und Arts Décoratifs in Paris. Er gehört zu den Künstlern, die davon ausgehen, dass Kunst einen Beitrag zur Lösung der großen Herausforderungen der Menschheit, wie beispielsweise dem Klimawandel, leisten kann. Seine Ausstellungen sind international gefragt. Seine Arbeiten erhielten viele Auszeichnungen. Durch sein Interesse an der Umwelt ist sein künstlerisches Schaffen der Wissenschaft nähergekommen. Die Dauerausstellung „Textile Weltreise“ bleibt während der Sonderausstellung übrigens ebenfalls geöffnet. Über das Museum für textile Kunst e.V. Das Museum für textile Kunst engagiert sich für einen achtsamen, sozialverträglichen und umweltfreundlichen Umgang mit Kleidung. Die Dauerausstellung zeigt kostbare und besondere Textilien aus aller Welt. Der Ausstellungsort ist ebenfalls besonders: In einem renovierten Bunker des Zweiten Weltkriegs befindet sich die wertvolle von Modedesignerin und Museumsgründerin Erika Knoop zusammengetragene Textilsammlung, die als Dauerausstellung „Textile Weltreise“ durchgehend geöffnet ist. Führungen sind während der Öffnungszeiten und nach telefonischer Anmeldung möglich. Museum für textile Kunst e.V., Borchersstrasse 23, 30559 Hannover, Telefon: 0511/ 5295517 Mobil: 0177 6765045 info@museum-fuer-textile-kunst.de Öffnungszeiten : Dienstag bis Freitag 11-18 Uhr, Sonntag 11-16 Uhr. Preise: Eintritt 10,- €, Studierende und Schüler 8 €, 12-16 Jahre 5 €, Kinder bis 11 Jahre haben freien Eintritt. Fotos/Video: © 26.02.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie

Spatenstich für den neuen Steintorplatz – Mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Leben für die Innenstadt Mit einem symbolischen Spatenstich haben Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtbaurat Thomas Vielhaber heute (Mittwoch, 25. Februar)den offiziellen Startschuss für die Neugestaltung des zentralen Platzes Am Steintor gegeben. Der Baubeginn war ursprünglich für den 12. Januar vorgesehen, musste jedoch aufgrund der Witterungsbedingungen verschoben werden. Der Termin markiert den Auftakt für eines der wichtigsten Innenstadtprojekte der kommenden Jahre. Der rund 12.000 Quadratmeter große Bereich zwischen Münzstraße, Goseriede, Kurt-Schumacher-Straße und Georgstraße wird umfassend neugestaltet. Die Baukosten für die Platzumgestaltung belaufen sich auf rund 8 Millionen Euro. „Mit der Neugestaltung des Steintorplatzes schaffen wir einen lebendigen, vielfältig nutzbaren Ort mitten im Herzen unserer Stadt. Der Platz wird grüner, klimafreundlicher und deutlich attraktiver für alle Generationen“, sagt Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. „Damit setzen wir einen wichtigen Baustein unseres Ziels um, die Innenstadt nachhaltig zu stärken und ihre Aufenthaltsqualität deutlich zu erhöhen.“ Auch Stadtbaurat Thomas Vielhaber betont die städtebauliche Bedeutung: „Der neue Steintorplatz wird ein multifunktionaler Stadtraum mit hoher Gestaltungsqualität. Er verbindet Aufenthaltsbereiche, Bewegung, Veranstaltungen und Klimaanpassung zu einem zukunftsfähigen Gesamtbild. Wir hoffen und erwarten, dass die öffentlichen Investitionen auch Folgeinvestitionen im privaten Umfeld nach sich ziehen und damit zur Standortaufwertung insgesamt beitragen.“ Ein Platz für Aufenthalt, Bewegung und Veranstaltungen Das neue Konzept wandelt die bislang überwiegend für Veranstaltungen genutzte Fläche in einen vielseitigen Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität um. Vorgesehen sind unter anderem: großzügige Sitzmöglichkeiten und Aufenthaltsbereiche ein zentraler Veranstaltungsbereich in Form einer Ellipse mit Sitztribünen ein großflächiges Wasserspiel mit 42 Fontänen (Betrieb April bis Oktober) eine rund 30 Meter hohe, energieeffiziente und interaktive Lichtstele als künstlerischer Mittelpunkt ein Skate-Spot im Norden Spielgeräte für Kinder im Bereich des bestehenden Eiscafés neue Fahrradabstellanlagen und eine optimierte Radverkehrsführung Die zentrale Veranstaltungsfläche wird mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüssen ausgestattet, sodass künftig Märkte, Kultur- und Sportveranstaltungen flexibel stattfinden können. Klimaanpassung und mehr Grün Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Klimaschutz und nachhaltiger Stadtgestaltung: Erhalt der bestehenden Bäume (mit verbesserten Wurzelräumen) Pflanzung zusätzlicher Bäume und Entsiegelung von Flächen Baumrigolen zur Speicherung und Nutzung von Regenwasser schattenspendende Begrünung zur Reduzierung der Aufheizung im Sommer energieeffiziente Beleuchtung und insektenfreundliche Lichtkonzepte Der Platz wird barrierefrei ausgebaut. Durch das Anheben des Geländeniveaus entfallen bestehende Barrieren, und die Wege zu Stadtbahn- und Bushaltestellen werden deutlich verbessert. Teil des Innenstadtkonzeptes Hannover Die Entwicklung des Steintorplatzes ist ein zentraler Bestandteil des Innenstadtkonzeptes Hannover. Grundlage der Planung ist ein umfangreiches Bürger*innenbeteiligungsverfahren aus den Jahren („SteintorDNA“) sowie ein anschließender freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb. Ausblick: Weitere Innenstadtprojekte in Vorbereitung Die Umgestaltung des Steintorplatzes ist Teil einer umfassenden Weiterentwicklung der Innenstadt. Weitere Projekte befinden sich bereits in Planung: Schillerstraße Die Schillerstraße wird aktuell umgebaut und soll sich in den kommenden Jahren von einer eher funktionalen Verkehrs- und Einkaufsachse in eine lebendige Aufenthaltszone verwandeln. Vorgesehen sind breite Gehwege, neue Begrünung und Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen. Gastronomieflächen im Außenbereich und kleinteiliger Einzelhandel sollen die Straße neu beleben und sie zu einer attraktiven Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof am Ernst –August-Platz und der Georgstraße machen. Auch die Gestaltung des Straßenraums mit Bäumen und urbanem Mobiliar ist ein zentrales Element, um das Mikroklima zu verbessern und die Aufenthaltsqualität zu steigern. Ernst-August-Platz Unter dem Ernst-August-Platz wird ein neues Fahrradparkhaus mit über 1.000 Stellplätzen geplant. Bau und Umsetzung sind ab 2028 möglich. Parallel dazu wird eine planerische Überarbeitung des Ernst-August-Platzes erfolgen mit dem Ziel, den Platz attraktiver und übersichtlicher zu gestalten. Die Anlieger*innen werden in die Verfahren eingebunden. Georgstraße Die Georgstraße soll zwischen Ständehausstraße und An der Börse neugestaltet werden. Ziel ist eine deutliche Verkehrsberuhigung: Der Durchgangsverkehr wird künftig ausgeschlossen. Zufahrten bleiben für Anlieger*innen, Lieferverkehr, Rettungsdienste, Busse und Radverkehr möglich. Die Ausführungsplanung sowie eine Beschlussdrucksache zum Baubeginn werden derzeit vorbereitet. Karmarschstraße Auch die Karmarschstraße soll zur erweiterten Flaniermeile werden. Geplant ist eine Teileinziehung zwischen Schmiedestraße und Windmühlenstraße mit Ausschluss des Durchgangsverkehrs. Die Zufahrt für Anlieger*innen, Lieferverkehr, Rettungsdienste und Radverkehr bleibt erhalten. Weitere Abstimmungen zur Umsetzung laufen. Landeshauptstadt Hannover Fotos/Video: © 25.02.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie

Nashorn „Nasor“ – der Neue im Erlebnis-Zoo Partnertausch für den Artenschutz – Hoffnung auf Nachwuchs in Hannover und Rotterdam Der Neue am Sambesi ist nicht zu übersehen: Rund 1,60 m Schulterhöhe, etwa 1.000 kg schwer, 3,20 m lang, tiefgraue Haut, zwei stattliche Hörner, spitze Lippen. Anfang Dezember des vergangenen Jahres kam das Östliche Spitzmaulnashorn „Nasor“ aus dem Zoo Rotterdam in den Erlebnis-Zoo Hannover – jetzt erobert er sein neues Reich am Sambesi. Der neue Bulle nimmt den Platz seines Vorgängers „Kito“ ein, der seinerseits jetzt in Nasors ehemaligen Zoo in Rotterdam lebt. Der Partnertausch im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) soll in beiden Zoos für Nachwuchs sorgen, denn Östliche Spitzmaulnashörner sind vom Aussterben bedroht. Da „Kito“ mit der in Hannover lebenden Nashornkuh „Maisha“ verwandt ist, war eine Verpaarung ausgeschlossen. Mit dem Partnertausch trifft „Kito“ auf Nashornkuh „Naima“, während die hiesige Nashornkuh „Maisha“ den neuen Bullen „Nasor“ als Partner bekommt. Bis die beiden sich kennenlernen, wird es allerdings noch ein wenig dauern. „Nasor ist mit seinen fünf Jahren noch nicht geschlechtsreif“, erklärt Kurator Robin Walb. „Der Jungbulle soll hier heranwachsen und langsam Interesse an seiner Partnerin bekommen.“ Neugierig ist er jedenfalls jetzt schon – schließlich kann er das andere Nashorn riechen und hören. Wenn die beiden sich im Laufe der Zeit besonders gut riechen können, hofft das Team des Erlebnis-Zoo auf Nachwuchs – die letzte Geburt eines Östlichen Spitzmaulnashorns im Erlebnis-Zoo ist fast 25 Jahre her. „Die Nachzucht dieser vom Aussterben bedrohten Art ist langfristig angelegt, man braucht Geduld,“ so Robin Walb. Selbst nach erfolgreicher Paarung lässt ein Jungtier lange auf sich warten: die Tragzeit bei Spitzmaulnashörnern beträgt 456 bis 486 Tage! Aber jetzt gilt es für den jungen „Nasor“ erst einmal, sich in Ruhe einzuleben. Nach seiner Ankunft hat er die Räume hinter den Kulissen, die neuen Geräusche und Gerüche sowie seine neuen Tierpflegenden kennengelernt. Nun geht es für ihn in den Außenbereich, der direkt am Ufer des Sambesi liegt. Hier warten verschiedene Sandbäder zum Wälzen, Felsen zum Schubbern, Futterplätze zum Snacken und Enten am Sambesi zum Verscheuchen auf den Jungbullen. „Nasor ist neugieriger junger Bulle, es macht viel Spaß, ihn zu beobachten“, erzählt Tierpfleger Carsten Heinß. Hintergrund Wie funktioniert das EEP? Für jedes Erhaltungszuchtprogramm gibt es ein digitales Zuchtbuch. Hierin sind alle Daten zu den Tieren innerhalb dieses Programmes gespeichert. Verantwortlich für die Koordination eines Erhaltungszuchtprogrammes ist eine fachlich qualifizierte Person, in der Regel mit biologischem oder veterinärmedizinischem Hintergrund sowie spezifischer Erfahrung mit der betreffenden Tierart. Die koordinierende Person stellt mithilfe der Daten Zuchtgruppen oder -paare zusammen und legt Tiertransporte fest. Ziel ist eine genetisch vielfältige Reservepopulation. Aus dieser können beispielsweise Tiere zur Wiederansiedlung bereitgestellt werden. Diese Erhaltungszucht ist ein wichtiger Bestandteil des ganzheitlichen, global ausgerichteten Plans zur Erhaltung der Artenvielfalt: dem One Plan Approach. Der One Plan Approach (kurz: „OPA“) ist der allumfassende, ganzheitliche Plan zum Schutz der Artenvielfalt der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN). Die wichtigen Bausteine des Artenschutzes – der Artenschutz außerhalb (ex situ, z. B. durch Zucht in Zoos) und innerhalb der Lebensräume (in situ, z. B. durch Lebensraum-Schutz) – werden miteinander verknüpft. Alle Akteure im Artenschutz wie Regierungen, Naturschutzorganisationen, Zoos arbeiten zusammen. Für Zoos bedeutet der „OPA“, dass sie direkte Beiträge zum Schutz der Wildpopulationen leisten durch Erhaltungszucht und Auswilderung, Forschung, die Unterstützung von in-situ-Projekten und vieles mehr. Der Erlebnis-Zoo Hannover setzt sich zum Beispiel bereits seit Jahren intensiv für den Schutz der Spitzmaulnashörner ein, sowohl im Zoo als auch im eigentlichen Lebensraum in Kenia. Weitere Informationen unter zoo-hannover.de/save-the-rhino Können Nashörner aus den Zoos wieder ausgewildert werden? Europäische Zoos leisten einen wichtigen Beitrag für die Regeneration der wildlebenden Population: 2019 wurden fünf Tiere aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in den Akagera National Park in Ruanda gebracht. Damit wurde die genetische Vielfalt der dortigen Nashornpopulation erweitert – ein entscheidender Faktor für ihre Anpassungsfähigkeit gegenüber Umweltveränderungen und somit für ihre langfristige Überlebensfähigkeit. Weitere Wiederansiedlungen zur Unterstützung der wildlebenden Populationen sind geplant. Erlebnis-Zoo Hannover Video/Fotos: © 25.02.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie

„Unboxing Hannover“ - Hannover Marketing & Tourismus GmbH (HMTG) präsentiert neue Leitkampagne Hannovers Hannover startet mit „Unboxing Hannover“ eine neue Leitkampagne zur Imagebildung, die bekannte und unbekannte Seiten der gesamten Region neu erzählt. Ziel ist es, das Bild Hannovers national und international zeitgemäß zu schärfen – jenseits gängiger Zuschreibungen und ohne sich neu zu erfinden. Am heutigen Mittwoch präsentierte die HMTG erste Einblicke in Prozess, Motivation und Zielsetzung der neuen Kommunikation und stellte zum Kampagnenstart erste Motive vor. Nur 37 Prozent der Deutschen verbinden aktuell konkrete Vorstellung mit Hannover. Dieses Ergebnis aus dem Brandmeyer Stadtmarken-Monitor 2025 begreift die HMTG als strategische Chance: Wo das Bild unscharf ist, lässt es sich aktiv gestalten. Vor diesem Hintergrund stand eine zentrale Frage im Raum: Welche Assoziationen und Vorstellungen sollen künftig mit Hannover verbunden werden – und wie wird man dabei ihrer Vielfalt und Komplexität gerecht? Die Antwort darauf ist „Unboxing Hannover“. Hannover packt aus! Die Leitkampagne „Unboxing Hannover“ setzt auf einen Perspektivwechsel. Bekannte Motive treffen auf neue Blickwinkel, Vertrautes erscheint in überraschenden Kontexten. Die Kampagne arbeitet mit einer Vielzahl pointierter Aussagen, die neugierig machen und Stärken auspacken – frech, humorvoll, zugespitzt. Im Zentrum stehen konkrete Highlights Hannovers. Sie werden sichtbar gemacht und selbstbewusst ins Schaufenster gestellt – mit dem Ziel, Hannover differenziert, zeitgemäß und wirksam zu positionieren – ohne sich neu zu erfinden. „Wir verstehen „Unboxing Hannover“ nicht nur als Kampagne, sondern auch als Statement. Wir wollen klar zeigen, wofür Hannover steht. Wir wollen starke Narrative verbinden und sichtbar machen, was hier längst Realität ist: Innovationskraft, Lebensqualität und Vielfalt. Wir wollen das Wir-Gefühl unterstützen und mit Stolz die lokalen Stärken ins Rampenlicht rücken. Unser Anspruch ist es, dass Hannover langfristig als eine der schönsten und lebenswerteste Regionen Deutschlands wahrgenommen wird. Denn das sind wir“, sagt HMTG-Geschäftsführer Christian Katz. Sichtbarkeit ab März – national und international Die Kampagne wird ab Mitte März schrittweise im öffentlichen Raum, auf digitalen Kanälen sowie in ausgewählten nationalen und internationalen Maßnahmen ausgespielt. Die Kampagne ist modular angelegt und kann thematisch erweitert werden – von Kultur über Wissenschaft und Wirtschaft bis hin zu Lifestyle und Naherholung. „Unboxing Hannover“ versteht sich nicht als kurzfristige Werbeaktion, sondern als langfristige Kommunikation für die zukünftige Standortposition. Die Leitkampagne soll künftig flexibel weiterentwickelt werden und unterschiedliche Themen, Zielgruppen und Anlässe aufnehmen können. Entwicklung mit Beteiligung „von innen“ Der Kampagne voraus ging eine europaweite Ausschreibung, die im Juni 2025 startete. Im Oktober erhielt eine Bietergemeinschaft aus den Agenturen Pahnke GmbH & Co. KG, Brandmeyer Markenberatung GmbH & Co. KG und der Stadtmanufaktur GmbH den Zuschlag. Zielsetzung der Ausschreibung: die Entwicklung einer strategischen und konzeptionellen Standortpositionierung im nationalen und internationalen Wettbewerb. In die inhaltliche Entwicklung flossen zudem Impulse zentraler Akteurinnen und Akteure aus Stadt und Region ein. In mehreren Workshops wurden Perspektiven, Erfahrungen und Einschätzungen gebündelt und in die strategische Ausrichtung eingearbeitet. „Uns war wichtig, kein künstliches Bild zu erzeugen, sondern von innen heraus das sichtbar zu machen, was Hannover tatsächlich auszeichnet“, so Katz. „Die Menschen vor Ort kennen die Stärken der Region. ‚Unboxing Hannover‘ übersetzt dieses Selbstverständnis in eine klare, zeitgemäße Sprache.“ Neue Spielräume in der Standortkommunikation Die Umsetzung der Leitkampagne wurde durch erweiterte finanzielle Mittel ermöglicht. Nach Jahren begrenzter Budgets eröffnen sich damit erstmals größere Spielräume für eine strategisch angelegte, langfristige Kommunikation. Mit „Unboxing Hannover“ positioniert sich Hannover klarer im Wettbewerb um Gäste, Fachkräfte, Unternehmen und Investitionen – und nutzt die Chance, ein bislang diffuses Bild aktiv positiv zu prägen. „Wenn bislang nur 37 Prozent der Deutschen genauer wissen, wofür Hannover steht, zeigt das vor allem eines: mindestens 63 Prozent Potenzial“, sagt Katz. Hannover Marketing & Tourismus GmbH (HMTG) Fotos: © 19.02.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie
