335.000 Euro-Nachlass für die MHH-Kardiologie

335.000 Euro-Nachlass für die MHH-Kardiologie

Lieselotte Kunert hinterlässt der Stiftung „Zukunft stiften“ über die Deutsche Herzstiftung zusätzliche Mittel für die kardiologische Forschung

Viele Jahre hatte Lieselotte Kunert die Deutsche Herzstiftung e.V. unterstützt, die sich seit Jahrzehnten intensiv in der patientennahen Forschungsförderung engagiert, um den medizinischen Fortschritt voranzutreiben. Als sie 2018 starb, hinterließ sie der Herzstiftung gut 335.000 Euro, die zur Förderung der Kardiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) verwendet werden sollten. Zwei Jahre dauerte die Testamentsabwicklung des umfangreichen Nachlasses. Nun steht das Geld zur Verfügung.

Für die symbolische Scheckübergabe kamen Vertreterinnen und Vertreter beider Organisationen heute an der MHH zusammen. „Eine Zuwendung dieser Größenordnung erhalten wir natürlich nicht alle Tage, das ist schon etwas Besonderes“, sagte Professor Dr. Johann Bauersachs, Direktor der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung der MHH-Kardiologie „Zukunft stiften“. „Auch den Gedanken, das Engagement für eine bestimmte Sache, über das eigene Leben hinaus zu verfolgen, wissen wir sehr zu schätzen.“

Auch Martin Vestweber, Geschäftsführer der Deutschen Herzstiftung, zeigte sich sichtlich zufrieden: „Wir freuen uns sehr, dass wir den letzten Willen von Frau Kunert nun erfüllen und der Stiftung ,Zukunft stiften‘ die Mittel aus dem Nachlass zur Verfügung stellen und einen konkreten Beitrag zur besseren Versorgung von Herzpatienten in der Kardiologie der MHH leisten können.“ Der Nachlass wird vorrangig für die Erforschung neuer Behandlungsmethoden in der Kardiologie eingesetzt werden.

Die Deutsche Herzstiftung

Die Deutsche Herzstiftung ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Herzstiftung wurde 1979 gegründet und ist heute die größte, unabhängige Anlaufstelle für Patienten und Interessierte im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gemeinsam mit Herzspezialisten informiert sie über Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Herzkrankheiten. Diese Arbeit ist nur möglich durch Beiträge und Spenden von Mitgliedern und Förderern sowie dank großzügiger Zuwendungen aus Erbschaften und Vermächtnissen. Die Herzstiftung erhält keine Geldmittel aus der öffentlichen Hand und verzichtet darüber hinaus auf jede finanzielle Unterstützung durch die Pharma- und Medizingeräteindustrie, um seine Neutralität und Unabhängigkeit zu bewahren.

Die Stiftung „Zukunft stiften“

Die Stiftung der MHH-Kardiologie „Zukunft stiften“ wurde 2009 anlässlich des Todes von Professor Dr. Helmut Drexler, Direktor der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie von 1996 bis 2009, als „Helmut-Drexler-Stiftung“ für kardiovaskuläre Forschung und Weiterbildung an der MHH errichtet. 2020 wurde die Stiftung in „Zukunft stiften - hervorgegangen aus der Helmut-Drexler-Stiftung“ umbenannt.  Stiftungszweck ist die Förderung der Kardiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Stiftung „Zukunft stiften“ wird treuhänderisch von der Förderstiftung MHH plus verwaltet.

Auf dem Bild sind Professor Dr. Johann Bauersachs und Martin Vestweber (von links) zu sehen; Copyright: MHH /Annika Morchner
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