aha lässt Restabfall untersuchen - Wie gut werden Abfälle und Wertstoffe getrennt

aha lässt Restabfall untersuchen
- Wie gut werden Abfälle und Wertstoffe getrennt
- Umfangreiche Untersuchungen durch führendes Institut
Konkret ging es um die Menge und Zusammensetzung des Hausmülls aus privaten Haushalten. Im Fokus der Untersuchung stand die detaillierte Bestimmung der noch im Hausmüll enthaltenen Mengen an Wertstoffen und Schadstoffen. Sie soll eine belastbare Datengrundlage liefern mit der Zielsetzung, die im Hausmüll verbleibenden Mengen an Wert- und Schadstoffen weiter zu reduzieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Analyse lag darauf, festzustellen, wie viel originalverpackte Lebensmittel, die noch genießbar sind, deren Mindesthaltbarkeitsdatum aber abgelaufen ist, im Restmüll landen.
Die spezifische Restabfallsammelmenge aus privaten Haushalten in der Region Hannover betrug rund 158 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. In der Landeshauptstadt Hannover waren es 163 Kilogramm, im Umland der Region Hannover 155 Kilogramm.
Es befanden sich rund 60 Kilogramm an organischen Abfällen pro Einwohner und Jahr im Restabfall, dies entspricht einem Anteil von 38 Prozent. Dabei handelte es sich vor allem um gefüllte oder teilentleerte Lebensmittelverpackungen, Kleintierstreu, Kadaver und Haare. Damit befand sich ein rechnerisch verwertbares Gesamt-Organik Potential von rund 45 Kilogramm im Restabfall der Region Hannover, darin waren rund 4 Kilogramm an Gartenabfällen enthalten. Dies entspricht 29 Prozent der gesamten Restabfallmenge. Die im Restabfall enthaltene Menge an trockenen Wertstoffen betrug rund 39 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Davon waren 7 Kilogramm Altglas, 7,8 Kilogramm Altpapier und 10,2 Kilogramm Leichtverpackungen. Dazu kamen 9,1 Kilogramm sogenannte „Stoffgleiche Nichtverpackungen“ und 4,8 Kilogramm Textilien. Die Menge an Problem- und Schadstoffen im Restabfall lag bei 1,4 Kilogramm, die der Elektroaltgeräte bei 1,2 Kilogramm. Die Menge der gemäß Vorgaben über den Restabfallbehälter zu entsorgenden Abfälle betrug in der Region Hannover rund 57 Kilogramm.
Es wurden umfangreiche Stichproben in unterschiedlichen Bebauungsstrukturen der Region Hannover genommen, insgesamt gab es sieben Untersuchungscluster mit je sechs Stichprobeneinheiten. Die Auswertung erfolgte anschließend auf dem Gelände der Deponie Lahe. Rund eine Woche dauerte die Auswertung der Proben. Die einzeln gekennzeichneten Tonnen und Container wurden geöffnet und ausgeleert. Das Material lief zunächst unsortiert über ein Förderband in eine rotierende Siebtrommel. Was nicht durch die Siebung passte, wurde von Hand in verschiedene Sammelbehälter sortiert. So wurde unter anderem nach Altglas, Verpackungen, Altpapier, Kunststoffen, Metallen und organischen Abfällen sowie vielen weiteren Fraktionen ausgewertet. Nach der Grobsiebung in der Siebtrommel, bei der maximal 10 bis 40 Millimeter große Objekte ausgesiebt wurden, gab es noch eine Handsiebung mit einer Sortierung unter 10 Millimetern Durchmesser. Anschließend wurden die in Dutzenden von Behältern aussortierten Abfälle und Wertstoffe getrennt gewogen und in einer umfangreichen Dokumentation erfasst.
Richtiges Trennen ist nur ein Beispiel dafür, wie jeder Einzelne seinen Beitrag leisten kann. Um dafür Anregungen zu geben, hat aha eine neue Broschüre aufgelegt, den so genannten „Alltagsguide“. Tipps für mehr Nachhaltigkeit: www.aha-region.de/alltagsguide
Am 29. Juli sind die nachwachsenden Ressourcen der Erde für das Jahr 2021 aufgebraucht. Auch, wenn im oft hektischen Alltag es nicht immer leicht ist darauf zu achten, etwas für das Klima oder eine nachhaltigere Welt zu tun, machen oft Kleinigkeiten einen großen Unterschied. Mehr Informationen hierzu: www.aha-region.de/eod
Mülltrennung – Praktische Tipps zur richtigen Mülltrennung:
Mit richtiger Mülltrennung kann jeder aktiv etwas für den Umwelt- und Klimaschutz tun. Wenn die Wertstoffe gleich in die richtigen Wege geleitet werden, stehen ihre Chancen auf Wiederverwertung sehr gut und Ressourcen werden geschont. Aus Altpapier wird Recyc-lingpapier, Altglas wird zu neuem Glas und aus Bioabfällen entsteht Kompost. BioabfallUngekochte Obst-und Gemüsereste, Gartenabfälle, Eierschalen, Kaffee-und Teefilter ge-hören in den Biomüll statt in den Restabfall.Denn wertvoller Bioabfall landet leider immer nochviel zu häufiginder Restabfalltonne. Dabei kann er,als nachhaltige Alternative zu Torf, zu Komposterde verarbeitet werden. So werden Moore geschont und wertvolle Bioab-fälle sinnvoll verwertet. Bioabfall wird gerne in Abfallbeuteln aus Biokunststoffen gesammelt. Grundsätzlich sind diese Beutel eine guteAlternative zum erdölbasierten Kunststoff. Aber leider bestehen die-se Beutel immer noch aus einem Restanteil Mikroplastik und verschlechtern beider Kompostierung die Qualität des Kompostes. Eine Papiertüte kann hier eine nachhaltigere Alternative sein.
Leichtverpackungen:
Auch viele Verkaufsverpackungen, von der Konservendose bis zum Joghurtbecher, landen noch viel zu häufig im Restabfall. Dabei können Materialien wie Weißblech und Kunststoffe optimal recycelt werden, wenn sie richtig entsorgt werden. Aus Plastikverpackungen wird Rezyklat gewonnen, recyceltes Plastik. Daraus können Rohre, Getränkekisten oder auch Gartenmöbel hergestellt werden. Landet der Plastikmüll dagegen im Restabfall, muss er erstmal aufwendig sortiert werden. Für optimales Recycling sollten unterschiedliche Materialien immer voneinander getrennt werden. Ineinander gesteckte Becher, Konserven oder ähnliches erschweren später die Sortierung der einzelnen Materialien beim Recycling.
Noch ein Tipp: Der Deckel der Käse-packung ist meistens weicher als die Schale. Das heißt, dass diese Verpackung aus zwei unterschiedlichen Sorten von Plastik besteht. Darum einfach den Deckel von der Schale abziehen und schon stehen die Chancen für die neuen Gartenstühleaus Rezyklat gar nicht mal so schlecht.
Altpapier:
Ein bisschen Papier neben die Tonne stellen, kann das schlimm sein? Leider ja, denn Papier kann fürs Recycling schnell unbrauchbar werden. Stellen Sie deshalb keine Kartons oder größere Papiermengen neben die Tonnen. Das sieht nicht nur unschön aus, denn wenn Papier nass wird, kann es nicht mehr recycelt werden. Das Papier weicht auf und klebt aneinander und die einzelnen Papierqualitäten können nicht mehr sauber voneinan-der getrennt und zu Recyclingpapier verarbeitet werden. Zerkleinerte Kartons und Pappen sparen jede Menge Platz in der Tonne und erhöhen die Kapazität.Ins Altpapier gehörennur reine Papierprodukte und keine Papier-Plastik-Verbunde.Wennnur volle Papiertonnen zur Abholung an den Fahrbahnrandgestellt werden, kann aha das Altpapier effektiv und wirtschaftlich einsammeln. Das spart Zeit und Geld und hält die Gebühren niedrig.
Fotos: © 23.07.2021 Matthias Falk - hannover_fotografie










