ART GERMANIA MIAMI BEACH vom 6.3. BIS 29.4.22 im feinkunst e.V.
ART GERMANIA MIAMI BEACH vom 6.3. BIS 29.4.22 im feinkunst e.V.
Mit der 2019 ins Leben gerufenen Zusammenarbeit widmet sich Sprengel@feinkunst zeitgenössischer Kunst in den Räumlichkeiten von feinkunst e.V. Vom 6. März bis 29. April 2022 bringt Kurator Julius Osman in der Gruppenausstellung "Art Germania Miami Beach" Werke der drei nach der Wiedervereinigung aufgewachsenen Künstler*innen Jody Korbach, Nikolai Saur und Nicholas Warburg zusammen. In Erscheinung waren die Drei bereits vor Ausstellungsbeginn auf dem Museums-Instagram-Account getreten. Für neun Tage bot der Account des Hauses ihnen eine Plattform für Ankündigungen, Kunst und Statements und den Follower*innen einen Vorgeschmack auf ihre Handschriften.
Die drei Künstler*innen aus Halle, Frankfurt und Düsseldorf setzen sich in ihren Arbeiten auseinander mit Popkultur, Kunstbetrieb, Medienwelt und -konsum, mit Künstler*innen-Ausbildung und deutscher Gesellschaft(sgeschichte). In Anlehnung an den Namen des Messegiganten "Art Basel Miami Beach" kann der Titel der Ausstellung als Overstatement und ironischer Kommentar zu Kunstmarkt und -messe gelesen werden und bringt laut Kurator noch eine weitere Ebene ins Spiel:
"Mit dem Erstarken nationaler Bewegungen weltweit und im Zusammenspiel mit der fortschreitenden Globalisierung benennt der Ausstellungstitel zwei sich widersprechende Bewegungen", sagt Julius Osman, der Künstler*innen nach Hannover eingeladen hat", die mit Besorgnis die gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Deutschland verfolgen und eigensinnig
Die Herangehensweisen der Drei sind jeweils verschieden: Jody Korbach beschäftigt sich mit Vereinen und Staaten, denen eine einende Kraft zugeschrieben wird, und mit Akteur*innen, die auf identitätsstiftende Symbole setzen. Nicolai Saur hingegen sucht Verbindungslinien zwischen Randgruppen und besonderen Interessensgebieten so kombiniert er beispielsweise Presse- und
ikonische Bilder mit nationalistischer Symbolik zum Meme. Nicholas Warburg wiederum spielt mit Sprachbildern und arbeitet sich ab an gesamtgesellschaftlichen Themen wie Demonstrationsveranstaltungen oder kapitalistischen Mechanismen.
Der Humor, der alle Drei eint, ihre Bildsprache, wie sie sich Symbole aneignen, in einen anderen Kontext verschieben und neue Bedeutungszusammenhänge schaffen das interessiert mich, sagt Julius Osman.
Fotos: © 04.03.2022 Matthias Falk - hannover_fotografie










