Johanniter-Motorradstaffeln: Schnelle Hilfe auf zwei Rädern

Johanniter-Motorradstaffeln: Schnelle Hilfe auf zwei Rädern

Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport, Polizei, ADAC und Johanniter starten mit gemeinsamer Saisoneröffnung in die Reisezeit 

Hannover. Mit den Osterferien beginnt die Reisezeit 2022 auf Deutschlands Straßen. Somit sind Staus auf den Autobahnen zu erwarten. Pünktlich zur Reisezeit sind deshalb heute über 60 Mitglieder der Johanniter-Motorradstaffeln aus den Standorten Ahlhorn, Hannover, Hildesheim, Northeim, Salzgitter, Bremen und Schwarmstedt in die Stauhilfesaison 2022 gestartet.

Entlang der niedersächsischen Autobahnabschnitte der Bundesautobahnen 2 und 7 bis hin zur Autobahn 27 sind die Kradfahrenden unterwegs, um im Notfall zu helfen und die Autobahnpolizei zu unterstützen. Damit die Helfer gut vorbereitet sind, fördert der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) die Ehrenamtlichen finanziell und mit einem speziellen Fahrsicherheitstraining.

Auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums des ADAC in Laatzen begrüßten Polizeipräsident Volker Kluwe (Polizeidirektion Hannover), Christine Rettig, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V., sowie Johanniter-Landesvorstandsmitglied Stefan Radmacher alle Gäste und gaben gemeinsam den offiziellen Startschuss in die neue Saison.

Polizeipräsident Volker Kluwe hob die gesellschaftliche Bedeutung ehrenamtlichen Engagements hervor: „Ehrenamtliches Engagement ist ein wertvoller Dienst für die Gemeinschaft und eine wichtige Säule unserer Demokratie. Stauhelferinnen und Stauhelfer begeben sich freiwillig in den Stau, um den Verkehr gemeinsam mit den Einsatzkräften der Polizei wieder „geordnet“ in Bewegung zu bringen und so weiteren Unfällen vorzubeugen. Darüber hinaus kühlt ihr Einsatz auch erhitzte Gemüter im wahrsten Sinne spürbar ab. Diese ehrenamtlich Tätigen leisten einen entscheidenden Beitrag dafür, dass möglichst alle sicher an ihr Ziel kommen. Ich bin froh, dass uns die Johanniter als kompetenter Partner schon seit über 20 Jahren zuverlässig zur Seite stehen.“

Stefan Radmacher, ehrenamtliches Mitglied im Landesvorstand der Johanniter in Niedersachsen und Bremen, richtete den Fokus auf die Kooperation zwischen Polizei und den Johanniter-Stauhelfern. Das sei ein gutes Beispiel, wie ehrenamtliche Kräfte einen großen gesellschaftlichen Beitrag in der arbeitsteiligen Zusammenarbeit mit der Polizei auf den Autobahnen leisten würden. „Es ist schon eine besondere Sache, wenn ehrenamtliche Helferinnen und Helfer Woche für Woche ihre Freizeit auf der Autobahn verbringen und Autofahrenden bei Unfällen und in anderen Notsituationen helfen“, sagte Radmacher. 

Als langjähriger Partner unterstützt auch in diesem Jahr der ADAC die Johanniter-Motorradstaffeln. „Nach der langen Pandemiezeit steht endlich mal wieder ein Osterurlaub ohne große Einschränkungen bevor. Auch wenn die Benzinpreise sich gerade auf einem extrem hohen Niveau bewegen, wird das Auto auch in diesem Jahr das Verkehrsmittel Nummer eins für die Reisesaison sein – entsprechend voll werden die Straßen. Schon im vergangenen Jahr haben wir fast die Stauzahlen von der Vor-Pandemie-Zeit erreicht. Umso besser ist es, dass die Stauhilfeteams den Urlaubern wieder mit Rat, Tat und schneller Hilfe zur Seite stehen. Mit unseren Sicherheitstrainings wollen wir dazu beitragen, dass die Teams sicher durch die Saison kommen, und haben darüber hinaus der Johanniter-Motorradstaffel Hildesheim eine neue Maschine zur Verfügung gestellt“, so Christine Rettig, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Clubdienste im ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.

Thorsten Renken, Fachberater Motorradstaffeln der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. im Landesverband Niedersachsen/Bremen, freut sich, auch für diese Saison ein schlagkräftiges Team auf die Straße bringen zu können: „Wir haben 60 sehr gut ausgebildete Helferinnen und Helfer, die in diesem Jahr mit 16 Maschinen bis zum Herbst an nahezu jedem Wochenende auf den Autobahnen unterwegs sein werden, um Reisenden in Pannen- und Notsituationen zu helfen, Staulagen für die Polizei zu erkunden und die Einsatzkräfte tatkräftig zu unterstützen.“

Nach der Segnung der Fahrenden durch Inge Matern, stellvertretende Landespfarrerin der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. im Landesverband Niedersachsen/Bremen, ging es für die Zweiradfahrenden in Vorbereitung auf die lange Saison auf die Strecke des ADAC-Fahrsicherheitszentrums zum Warmfahren. 

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Landesverband Niedersachsen/Bremen:

Der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. erstreckt sich von der Nordsee bis in den Harz, zwischen der Lüneburger Heide und dem Emsland, in der Mitte das Bundesland Bremen. Ihm angeschlossen sind die fünf Regionalverbände Bremen-Verden, Harz-Heide, Niedersachsen Mitte, Südniedersachsen und Weser-Ems.

Von der ambulanten Pflege über Sanitäts- und Rettungsdienste bis hin zu Jugendarbeit und Kindertagesstätten – mit unseren Angeboten unterstützen wir Menschen in allen Lebenslagen. Rund 3.700 Menschen sind in unserer Region hauptamtlich für die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. tätig. Aus Liebe zum Leben engagieren sich zudem mehr als 7.300 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich in Niedersachsen und Bremen, darunter über 2.200 Johanniter-Jugendliche. Ohne die Unterstützung unserer gut 111.000 Fördermitglieder wäre all dies nicht möglich.

Weitere Infos unter www.johanniter.de/nb.

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