Mit dem 9-Euro-Ticket in die Rattenfängerstadt Hameln

Mit dem 9-Euro-Ticket in die Rattenfängerstadt Hameln

Seit dem 01.06.2022 gibt es das 9-Euro-Ticket. Doch was steckt dahinter? Das Ticket ist eine Initiative unserer Bundesregierung als Teil des Energie-Entlastungspaketes, auf welches sich der Koalitionsausschuss verständigt hat. Es soll die gestiegenen Energie- und Spritpreise für Bürgerinnen und Bürger kompensieren. Das 9-Euro-Ticket ist ein einmaliges und zeitlich - auf Juni bis August 2022 - begrenztes Sonderangebot. Es gilt deutschlandweit in Bussen und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr (ausgenommen sind der Fernverkehr der DB AG, also beispielsweise ICE, IC, EC sowie die Flix-Züge und Busse). Es kostet neun Euro pro Kalendermonat.

Berichtet wird in den Medien von überfüllten Zügen und Fahrgästen, die nicht mehr in die Bahn kommen. Ich wollte mir selbst ein Bild davon machen und habe mir das 9-Euro-Ticket bequem an einem Kiosk in Hannover gekauft. Das Ticket kann man jedoch auch über die GVH-App kaufen. Zugegebener Maßen habe ich meine erste Tour mit Bedacht gewählt. Direkt nach Einführung und dann noch ein Feiertag, habe ich eine Route in der Region geplant und mich hierbei für die Rattenfängerstadt entschieden. 

Meine Reise begann am Pfingstmontag um 9.51 Uhr vom Hauptbahnhof Hannover. Zug stand bereits einige Minuten am Bahnsteig, sodass ich direkt einsteigen konnte. Freie Sitzplätze waren reichlich vorhanden. Die Fahrt dauerte 49 Minuten und kam planmäßig in Hameln an.

In Hameln habe ich mich auf die Spuren des Rattenfängers begeben. Die Rattenfänger-Geschichte begleitet einen quasi überall in der Stadt. In der Altstadt weisen einem kleine Metallplatten mit Rattenmotiven den Weg des Rattenfängers. Hameln liegt direkt an der Weser. Hier kann man tolle Wasserfahrten machen und die Stadt aus einer anderen Perspektive beäugen.

Meine Rückfahrt habe ich zeitlich nicht geplant, da im Nahverkehr die Züge meist stündlich und zu festen Zeiten fahren. Am Bahnhof angekommen hatte ich einen Zug im Auge, der 15:50 Uhr abfahren sollte. Die Türen waren über die angegebene Abfahrtszeit geschlossen und wenig später erfolgte eine Durchsage, dass aufgrund eines Defektes des Zuges auf einen anderen Zug ausgewichen werden sollte, der jedoch schon am gegenüberliegenden Bahnsteig mit offenen Türen stand. Aufgrund des Zugausfalls, war dieser Zug natürlich etwas mehr mit Reisenden gefüllt, aber auch hier bekam ich einen Sitzplatz und auch hier waren vereinzelt noch freie Plätze vorhanden. 

Meine erste Reise mit dem 9-Euro-Ticket im Nahverkehr bezeichne ich daher als positiv. Für diesen Verkaufspreis nimmt man gut und gerne auch mal eine kleine Verzögerung und Bahnabenteuer in Kauf.

© 07.06.2022 Matthias Falk - hannover_fotografie
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