New Work: Im Wettbewerb um gute Mitarbeiter*innen sind die Unternehmen gefordert!

New Work: Im Wettbewerb um gute Mitarbeiter*innen sind die Unternehmen gefordert!
Foto hannoverimpuls:
v.li.: Prof. Dr. Hilmar Schneider (IZA), Christina von Sass (NDR), Marina Barth (Sparkasse Hannover), David Miltner (Fiverr), Andrea Morgan-Schönwetter (Volkswagen), Doris Petersen (hannoverimpuls), Lorenz Hansen (Gundlach), Iris Heymann (Sparkasse Hannover)
Hannover, 29.06.2021. Motivierte, auf allen Ebenen unternehmerisch handelnde Mitarbeiter*innen! Das ist der zentrale Schlüssel erfolgreicher Unternehmen – da sind sich alle führenden Köpfe aus Forschung und Wirtschaft im Livestream-Event der Sparkasse Hannover und von hannoverimpuls einig. Um sie zu akquirieren, ist Flexibilität und Engagement der Unternehmen genauso gefragt wie der Abschied von hierarchischer Organisation.
„Es gelingt uns mit unseren Werten und unserem Miteinander, die Leidenschaft beim Einzelnen zu entfachen“, sagt etwa Lorenz Hansen, Geschäftsführer der Gundlach GmbH & Co KG, die jüngst als bester Arbeitgeber Niedersachsens und Bremens ausgezeichnet wurde. Bei Gundlach versammeln sich alle Mitarbeitenden gemeinsam hinter der Unternehmensstrategie. Das Rechnungswesen beispielsweise arbeitet bei Gundlach ohne Führungskraft, eine andere Abteilung hat selbst seine Entscheider*innen gewählt.
„Es gelingt uns mit unseren Werten und unserem Miteinander, die Leidenschaft beim Einzelnen zu entfachen“, sagt etwa Lorenz Hansen, Geschäftsführer der Gundlach GmbH & Co KG, die jüngst als bester Arbeitgeber Niedersachsens und Bremens ausgezeichnet wurde. Bei Gundlach versammeln sich alle Mitarbeitenden gemeinsam hinter der Unternehmensstrategie. Das Rechnungswesen beispielsweise arbeitet bei Gundlach ohne Führungskraft, eine andere Abteilung hat selbst seine Entscheider*innen gewählt.
Ganz so weit sind große Konzerne wie Volkswagen noch nicht, aber auch hier wird die individuelle Entwicklung jedes Teammitglieds gefördert und erste Bereiche wie die Personalabteilung sind bereits umstrukturiert: „Es ist ein längerer Prozess, bis ein Tanker Fahrt aufnimmt“, beschreibt es Andrea Morgan-Schönwetter, Leiterin Recruiting & Talent Marketing Volkswagen AG. Sie setzt auf gegenseitige Wertschätzung und hohe Identifikationsmöglichkeiten auch in kleinsten Teams.
Ein Traditionsunternehmen wie die Sparkasse Hannover, die seit fast 200 Jahren in der Region am Markt ist, weiß, dass eine hohe Kundenzufriedenheit nur mit motivierten Mitarbeiter*innen zu erreichen ist. „Wir arbeiten weiter in der bisherigen Aufbau-Organisation, doch auch wir machen projektspezifisch erste Versuche mit abteilungsübergreifenden Teams. Das läuft vielversprechend“, analysiert Iris Heymann, Bereichsleiterin Personal bei der Sparkasse Hannover, die Situation beim regionalen Finanzdienstleister.
Ein Traditionsunternehmen wie die Sparkasse Hannover, die seit fast 200 Jahren in der Region am Markt ist, weiß, dass eine hohe Kundenzufriedenheit nur mit motivierten Mitarbeiter*innen zu erreichen ist. „Wir arbeiten weiter in der bisherigen Aufbau-Organisation, doch auch wir machen projektspezifisch erste Versuche mit abteilungsübergreifenden Teams. Das läuft vielversprechend“, analysiert Iris Heymann, Bereichsleiterin Personal bei der Sparkasse Hannover, die Situation beim regionalen Finanzdienstleister.
Diesen Strukturwandel innerbetrieblicher Organisation kennt David Miltner, Head of Growth Marketing International Expansion der Fiverr Germany GmbH, nicht. Sein Unternehmen arbeitet ausschließlich digital und bietet Dienstleistungen wie Texterstellung oder Marketing in über 500 Kategorien an: „Wir haben das selbstverantwortliche Arbeiten quasi bereits in unserer DNA.“
Beim Wettbewerb um neue Talente können Arbeitgeber mit hoher Flexibilität und Werten punkten, da sind sich alle einig. Doch Prof. Dr. Hilmar Schneider, Chief Executive Officer IZA am renommierten Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, bremst die Euphorie, dass Betriebe dem Fachkräftemangel durch organisatorische Maßnahmen begegnen könnten: „Das macht den Arbeitgeber attraktiver, löst aber das Problem des Fachkräftemangels nicht!“
In seinem Impulsvortrag weist er auf einen zentralen Aspekt hin, der auch in wissenschaftlichen Analysen viel zu oft untergehe: Die Arbeitsbedingungen müssten zu den Menschen passen. Es gebe nun mal verschiedene Charaktere. Er skizziert zwei unterschiedliche Menschen-Typen, die sogenannten „Macher*innen“, die bei Selbstverantwortung aufblühen und motiviert sind – aber es gebe eben auch die sogenannten „Uhrwerker*innen“, Menschen, die exakte Rollen in klaren Strukturen bräuchten.
Beim Wettbewerb um neue Talente können Arbeitgeber mit hoher Flexibilität und Werten punkten, da sind sich alle einig. Doch Prof. Dr. Hilmar Schneider, Chief Executive Officer IZA am renommierten Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, bremst die Euphorie, dass Betriebe dem Fachkräftemangel durch organisatorische Maßnahmen begegnen könnten: „Das macht den Arbeitgeber attraktiver, löst aber das Problem des Fachkräftemangels nicht!“
In seinem Impulsvortrag weist er auf einen zentralen Aspekt hin, der auch in wissenschaftlichen Analysen viel zu oft untergehe: Die Arbeitsbedingungen müssten zu den Menschen passen. Es gebe nun mal verschiedene Charaktere. Er skizziert zwei unterschiedliche Menschen-Typen, die sogenannten „Macher*innen“, die bei Selbstverantwortung aufblühen und motiviert sind – aber es gebe eben auch die sogenannten „Uhrwerker*innen“, Menschen, die exakte Rollen in klaren Strukturen bräuchten.
Unzufriedenheit entstehe, wenn Menschen am falschen Platz seien. Nach einer Umfrage seines Instituts ist das bei mindestens jedem vierten Mitarbeitenden in Deutschland der Fall! „Seit den 80er-Jahren entstehen immer mehr Jobs für Macher*innen, aber gesellschaftlich bleibt der Anteil der Uhrwerker*innen konstant und steigt sogar und genau das ist ein Problem“, beschreibt der Experte die Entwicklung. Globalisierung und Digitalisierung sorgen dafür, dass Dienstleistungen zentrale Arbeitsinhalte seien – und damit jedes „Produkt“ ein Unikat. Fachkompetenz bleibt nach seiner Einschätzung auch in Zukunft die wichtigste Fähigkeit von Mitarbeiter*innen, aber eben auch Eigenverantwortung. Er sieht Schulen und auch Universitäten in der Pflicht, dieses zu lehren und passgenauer für den Bedarf des Arbeitsmarktes auszubilden: „Wir haben in Deutschland das Angebot von rund 18.000 Bachelor-Studiengängen, zum Teil mit hoher Spezialisierung. Doch es fehlen die Signale zur Orientierung, wo sich langfristig Beschäftigungsperspektiven bieten.“
Kann ein Unternehmen aus Uhrwerker*innen Macher*innen machen? Gastgeberin Doris Petersen, Geschäftsführerin von hannoverimpuls, ist begeistert vom Optimismus der Runde: „Ich wünsche mir sehr, dass im Bildungssystem alte Zöpfe abgeschnitten und die heute gefragten Inhalte vermittelt werden. Zudem sollten die Unternehmen im Wettbewerb um die Talente den Mut haben, authentisch zu bleiben.“ Sie weist auf das Angebot von hannoverimpuls und der Region Hannover hin, die ein umfangreiches Bildungsangebot vorhalten, wie z.B. die Nachwuchsförderung mit den Partnern der Fachkräfteallianz oder auch das neue Angebot „RegioLab“, das auf betriebliche Weiterbildung und digitales Lernen setzt. Auf eigene Ausbildung setzen übrigens auch die Firmen auf dem Podium. Mitgastgeberin Marina Barth, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hannover, bricht eine Lanze für die Uhrwerker*innen und setzt am Ende einen Spot auf Diversität in Teams: „Sicher benötigen wir in dieser komplexen ‚VUCA-Welt‘ mit all ihren Unsicherheiten und Widersprüchen die Macher, die den Überblick behalten und Dinge vorantreiben. Um aber optimal arbeiten zu können, brauchen wir divers aufgestellte Teams, Menschen, die mit ihren unterschiedlichen Charaktereigenschaften und Lebenshintergründen eine Bereicherung darstellen.“ Die Veranstaltung aus der Sparkasse Hannover wurde von Christina von Sass, NDR, moderiert.
Kann ein Unternehmen aus Uhrwerker*innen Macher*innen machen? Gastgeberin Doris Petersen, Geschäftsführerin von hannoverimpuls, ist begeistert vom Optimismus der Runde: „Ich wünsche mir sehr, dass im Bildungssystem alte Zöpfe abgeschnitten und die heute gefragten Inhalte vermittelt werden. Zudem sollten die Unternehmen im Wettbewerb um die Talente den Mut haben, authentisch zu bleiben.“ Sie weist auf das Angebot von hannoverimpuls und der Region Hannover hin, die ein umfangreiches Bildungsangebot vorhalten, wie z.B. die Nachwuchsförderung mit den Partnern der Fachkräfteallianz oder auch das neue Angebot „RegioLab“, das auf betriebliche Weiterbildung und digitales Lernen setzt. Auf eigene Ausbildung setzen übrigens auch die Firmen auf dem Podium. Mitgastgeberin Marina Barth, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hannover, bricht eine Lanze für die Uhrwerker*innen und setzt am Ende einen Spot auf Diversität in Teams: „Sicher benötigen wir in dieser komplexen ‚VUCA-Welt‘ mit all ihren Unsicherheiten und Widersprüchen die Macher, die den Überblick behalten und Dinge vorantreiben. Um aber optimal arbeiten zu können, brauchen wir divers aufgestellte Teams, Menschen, die mit ihren unterschiedlichen Charaktereigenschaften und Lebenshintergründen eine Bereicherung darstellen.“ Die Veranstaltung aus der Sparkasse Hannover wurde von Christina von Sass, NDR, moderiert.
Foto hannoverimpuls:
v.li.: Prof. Dr. Hilmar Schneider (IZA), Christina von Sass (NDR), Marina Barth (Sparkasse Hannover), David Miltner (Fiverr), Andrea Morgan-Schönwetter (Volkswagen), Doris Petersen (hannoverimpuls), Lorenz Hansen (Gundlach), Iris Heymann (Sparkasse Hannover)










