Polizei Hannover - Verkehrssicherheitsbericht 2021
Polizei Hannover - Verkehrssicherheitsbericht 2021
Hannover (ots) - Deutlich weniger Verletzte und ein historischer Tiefstand bei den Verkehrstoten - mit dem Verkehrssicherheitsbericht 2021 der Polizeidirektion (PD) Hannover werden die positiven Entwicklungen des vergangenen Jahres sichtbar gemacht. Auf der anderen Seite werden insbesondere die Zunahme von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Pedelecfahrenden in den Fokus gerückt und die Schwerpunkte der diesjährigen Verkehrssicherheitsarbeit vorgestellt.
Die bereits seit zwei Jahren andauernde Corona-Pandemie hat weiterhin einen unmittelbaren Einfluss auf das Verkehrsaufkommen und damit auf die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen im Jahr 2021. "Erfreulicherweise konnten wir positive Trends bei der Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen, insbesondere bei den verunglückten Seniorinnen und Senioren, feststellen. Zudem befindet sich die Zahl der Verkehrstoten auf einem historischen Tiefstand", erläuterte Polizeivizepräsident Jörg Müller. Mit Sorge blickt der Polizeivizepräsident aber auf die deutlich gestiegene Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Pedelecfahrenden. "Wir sehen dort weiterhin einen starken Handlungsbedarf und werden durch gezielte Verkehrsunfallprävention das Bewusstsein aller
Verkehrsteilnehmenden für das Thema schärfen und das Fehlverhalten gegenüber und von Rad- und Pedelecfahrenden in regelmäßigen und gezielten Kontrollen konsequent ahnden."
Gesamtunfallzahlen
In den Jahren vor der Covid-19-Pandemie nahm die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der PD Hannover stetig zu. Der traurige Höhepunkt wurde im Jahr 2017 mit 37.324 polizeilich erfassten Verkehrsunfällen erreicht. Seitdem gingen die Zahlen zunächst leicht und seit dem Jahr 2020 deutlich zurück. Im vergangenen Jahr war eine Stagnation auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres festzustellen. Insgesamt registrierte die Polizei 32.113 Verkehrsunfälle, was ein Plus von 155 Fällen (0,5 Prozent) bedeutet.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, aber auch der gesellschaftlichen und ökologischen Diskussionen verändert sich auch das Thema Mobilität. Der Trend geht weiterhin zur verstärkten Nutzung alternativer Verkehrsmittel wie beispielsweise von Fahrrad, Pedelec, aber auch E-Scooter. Auch eine zunehmende Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs und moderner Mobilitätskonzepte wie Carsharing haben einen Einfluss auf die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen. Diese Entwicklung erhielt im Rahmen der Pandemie eine noch viel stärkere Dynamik.
Verkehrstote
Im Jahr 2021 registrierte die PD Hannover 26 Verkehrstote (Vgl. 2020: 35). "Die Zahl der Personen, die bei Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr ums Leben kamen, erreichte ihren historischen Tiefstand", so Polizeivizepräsident Jörg Müller. "Diesen sehr positiven Trend möchte die Polizei Hannover mit einer zielgerichteten Verkehrssicherheitsarbeit weiter verstärken. Gemeinsam mit
unseren Netzwerkpartnern werden wir weiterhin an der Vision Zero arbeiten."
Tödlich verlaufende Verkehrsunfälle haben eine Vielzahl von Ursachen. Infolge der Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes Hannover führten unter anderem Vorfahrtsverletzungen (fünf, 19,2 Prozent), überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit (vier, 15,4 Prozent), Fehler beim Überholen (zwei, 7,7 Prozent) und mangelnder Sicherheitsabstand (ein, 3,8 Prozent) als Hauptunfallursachen im vergangenen Jahr zu tödlichen Verkehrsunfällen. Erfreulich ist, dass im Jahr 2021 kein Verursachender unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen stand. Der größte Anteil mit 23 Prozent fiel weiterhin unter anderem auf andere Fahrfehler.
Dies trifft beispielsweise oft dann zu, wenn eine Unfallursache nicht mehr zu ermitteln ist, weil der Fahrzeugführende nicht mehr befragt werden kann oder keine Zeugenaussagen vorliegen.
Nach der Verkehrsbeteiligung betrachtet, kamen die meisten Verkehrstoten als Insassen eines Pkw ums Leben (zehn Personen). Hierbei ist eine stark rückläufige Entwicklung festzustellen (Vgl. 2020: 19 Personen). Die Anzahl der getöteten Radfahrenden halbierte sich (vier Personen) im Vergleich zum Vorjahr (Vgl. 2020: acht Personen). Auch die Anzahl der getöteten Insassen von Lkw verringerte sich seit 2018 kontinuierlich und lag im Jahr 2021 bei einer Person. Vier Fußgänger wurden im vergangenen Jahr im Straßenverkehr getötet. Das bedeutet eine Zunahme von einer Person. Damit wurde aber das insgesamt niedrige Niveau der Vorjahre
wieder erreicht. Bei der Anzahl der getöteten Kradfahrenden verzeichnete die Polizei einen Zuwachs von vier Personen (insgesamt sechs Getötete).
Die mit Abstand meisten im Straßenverkehr Getöteten (16 Personen) starben bei Verkehrsunfällen, die von Fahrerinnen und Fahrern von Pkw verursacht wurden. Nutzende von Lkw und Fahrrädern waren 2021 für jeweils vier getötete Personen verantwortlich. Auffällig ist, dass sechs Kradfahrende im Straßenverkehr verstarben, aber nicht den zugrundeliegenden Verkehrsunfall verursachten.
Der historische Tiefstand spiegelt sich auch bei der örtlichen Verteilung der Verkehrstoten wider. In der Landeshauptstadt Hannover verstarben im Jahr 2021 drei Personen (Vgl. 2020: sieben Personen) bei Verkehrsunfällen. Im Bereich des Umlandes registrierte die Polizei 17 tödlich verletzte Personen (Vgl. 2020: 21 Personen). Auf den Bundesautobahnen gab es sechs getötete Personen zu beklagen (Vgl. 2020: sieben Personen). Somit hat sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt.
Schwer- und Leichtverletzte
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 5.556 Personen durch Verkehrsunfälle verletzt. Die Zahl der Schwerverletzten ist im vergangenen Jahr um 4,8 Prozent gesunken und betrug 521 Personen (Vgl. 2020: 547). Bei den Leichtverletzten verzeichnete die PD Hannover mit 5.035 Personen eine Abnahme von 3,9 Prozent (Vgl. 2020: 5.240). Damit setzte sich die positive Entwicklung der Vorjahre fort. Der weiterhin deutliche Rückgang des motorisierten Individualverkehrs infolge der Corona-Pandemie wirkte sich auch auf die Entwicklung der Verletztenzahlen im Jahr 2021 aus.
Risikogruppen
Bestimmte Personengruppen stehen aufgrund ihrer besonderen Schutzwürdigkeit oder aber eines signifikant erhöhten Risikos, bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet zu werden, im besonderen Fokus der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit. Hierunter fallen insbesondere Kinder im Alter zwischen 0 und 14 Jahren, die aufgrund mangelnder Erfahrung und fehlender Risikoeinschätzung bei der Teilnahme am Straßenverkehr besonders gefährdet sind. Weiterhin unterliegen junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 24 Jahren und Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren ebenfalls einem deutlich höheren Risiko, bei einem Verkehrsunfall getötet oder verletzt zu werden.
Aufgrund der demografischen Entwicklung und aus ökologischen Gründen nimmt die Anzahl der Radfahrenden stetig zu. Damit geht eine hohe Anzahl von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrenden einher. Gleichzeitig sind Radfahrende im Falle eines Unfalles kaum gegen schwere Verletzungen geschützt und somit einem höheren Verletzungsrisiko ausgesetzt. Daher werden sie in der
polizeilichen Unfallstatistik gesondert betrachtet.
Die Anzahl der verunglückten Kinder, das heißt die Summe der getöteten, schwer und leicht verletzten Kinder, betrug im vergangenen Jahr 386 Personen. Davon wurden 355 Kinder leicht, 30 schwer und ein Kind tödlich verletzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der verunglückten Kinder um 4,2 Prozent gesunken (Vgl. 2020: 403).
Besorgniserregend ist, dass 2021 wieder mehr Kinder auf dem Schulweg verunglückten. Eine Steigerung von 28,6 Prozent (20 Personen mehr als im Vorjahr) stellt für die Polizei ein Alarmsignal dar. "Diesem Trend wollen wir aktiv entgegenwirken. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie musste eine Vielzahl der präventiven Verkehrssicherheitsangebote der Polizei, insbesondere an den Grundschulen wie zum Beispiel Radfahrprüfungen oder Verkehrsunterricht deutlich eingeschränkt und zeitweise komplett eingestellt werden", betonte Jörg Müller. "Zukünftig wird die Polizeidirektion Hannover wieder einen Schwerpunkt auf die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr legen, sei es durch Präsenz auf dem Schulweg oder Verkehrsunterricht an den Grundschulen."
Die Anzahl der verunglückten jungen Erwachsenen stieg im letzten Jahr wieder leicht an und betrug insgesamt 828 Personen, das sich auf dem Niveau der Vorjahre bewegt (Vgl. 2020: 800 Personen). Aufgrund der Einschränkungen im Zuge der Pandemie konnten Präventionsprojekte der PD Hannover, wie beispielsweise "Abgelenkt... ist NEBEN der Spur!", nicht durchgeführt werden. Auch hier sieht die PD Hannover vor, die Verkehrsunfallprävention wiederaufzunehmen und jungen Fahrenden ein Angebot zu unterbreiten.
Junge Erwachsene unterliegen weltweit dem höchsten Unfallrisiko im Straßenverkehr. Dies ist erfahrungsgemäß mit einem sogenannten erhöhten Anfängerrisiko, also der fehlenden Erfahrung, Gefahren vorausschauend zu erkennen und situativ richtig zu reagieren, zu erklären. Außerdem sind Lebensstil (wann und wo junge Erwachsene unterwegs sind), eine höhere Risikobereitschaft und die oftmals noch nicht abgeschlossene Persönlichkeitsentwicklung weitere Ursachen.
Im Jahr 2021 verunglückten 745 Senioren im Straßenverkehr. Im Vergleich zum Höchststand im Jahr 2018 sank die Anzahl um 18,6 Prozent (-170 Personen) und liegt immer noch 7,9 Prozent (64 Personen) unter dem Fünfjahresvergleichswert.
Menschen ab 65 Jahren werden immer mobiler. Sie sind immer häufiger im öffentlichen Verkehrsraum vertreten. Dabei nutzen sie verstärkt Alternativen zum Pkw. Der Anteil der Rad fahrenden Seniorinnen und Senioren nimmt ebenso zu wie die Nutzung von Pedelecs. Für diese Gruppe bot die PD Hannover zusammen mit Kooperationspartnern die Präventionsprojekte "Pedelec fahren - aber sicher!" und "Fit im Auto" an.
Die Gesamtzahl der verunglückten Radfahrerenden ist im Jahr 2021 gesunken. Insgesamt registrierte die Polizei 1.987 verunglückte Radfahrende. Im Fünfjahresvergleich ist eine Zunahme von 12,6 Prozent (+ 223 Personen) festzustellen. Erfreulich ist jedoch der Rückgang bei der Anzahl der getöteten Radfahrenden zu bewerten. Die Zahl ist um 50 Prozent auf vier Personen gesunken (Vgl. 2020: acht Personen).
Das Fahrrad erfreut sich bundesweit einer immer größeren Beliebtheit als alternatives und umweltfreundliches Fortbewegungsmittel. Auch in der Stadt und Region Hannover nimmt der Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege zu. Im Zuge der Covid-19-Pandemie hat sich der Trend zum Radfahren noch einmal deutlich verstärkt. Diese Entwicklung spiegelt sich in den weiterhin hohen
Verkehrsunfallzahlen unter der Beteiligung Radfahrender wider. "Die PD Hannover hat diesen Trend erkannt und initiiert ein Bündel von präventiven und repressiven Maßnahmen zur spürbaren Erhöhung der Sicherheit im Radverkehr", so Markus Kiel, Leiter des Dezernats Einsatz und Verkehr.
Im März vergangenen Jahres setzte die Polizeidirektion Hannover beispielsweise erstmals eine Fahrradstaffel im Rahmen eines Pilotprojektes ein. Dieses wurde inzwischen erfolgreich abgeschlossen und die Fahrradstaffel personell aufgestockt; sie ist nun fester Bestandteil in der Organisation der PD Hannover. Zukünftig sollen sich zehn Beamtinnen und Beamte bei ihrer Aufgabenwahrnehmung auf die Sicherheit des Radverkehrs konzentrieren und an den Örtlichkeiten präsent sein, wo Radfahrende besonders gefährdet sind oder sich ihrerseits im Straßenverkehr falsch verhalten.
Grundsätzlich zählen Pedelecfahrende im Regelfall der Verkehrsunfallstatistik zu den Radfahrenden. In den letzten fünf Jahren hat sich die Anzahl der Verunglückten um 230,4 Prozent (+225 Personen) erhöht. Im Vergleich zum vergangenen Jahr war jedoch ein deutlich verlangsamter Anstieg um acht Personen (+ 2,4 Prozent) zu verzeichnen. Die PD Hannover bietet im Präventionsprojekt "Pedelec fahren - aber sicher!" insbesondere den Seniorinnen und Senioren ein gezieltes Training, damit sie sich sicher mit einem Pedelec im Straßenverkehr bewegen können. Das Angebot richtet sich aber auch an jüngeren Verkehrsteilnehmende.
Verkehrsunfälle mit E-Scootern
Auch wenn die Nutzung von E-Scootern während der Corona-Pandemie vorübergehend nachließ, so ist zukünftig mit einer immer stärkeren Nutzung dieser neuen Mobilitätsform zu rechnen. Die Anzahl der verunglückten E-Scooter-Fahrenden ist im Jahr 2021 um 61 (+ 82,4 Prozent) auf 135 gestiegen. Die PD Hannover wird sich auch zukünftig mit einer Kombination aus Schwerpunktkontrollen und präventiven Maßnahmen der Verkehrssicherheit von E-Scooter-Fahrenden widmen.
Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Straßenbahnen
Bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Straßenbahnen ist die Gesamtzahl im Vergleich zum Vorjahr erneut zurückgegangen (-zehn, - elf Prozent). Hierbei sind keine Auffälligkeiten in Bezug auf die bereits genannten Risikogruppen zu erkennen.
Verkehrsstraftaten: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort/ Verkehrsunfallflucht
Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen sich ein Beteiligter unerlaubt entfernte, stieg seit Jahren konstant und erreichte im Jahr 2019 den vorläufigen Höhepunkt. Im Zuge des deutlich geringeren Verkehrsaufkommens während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 sank die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfallfluchten. Im Jahr 2021 war wieder ein leichter Anstieg (+20, + 0,2
Prozent) zu verzeichnen. Insgesamt liegt die Anzahl der Verkehrsunfallfluchten auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres.
Verkehrsunfallprävention
Die PD Hannover setzt einen ganz deutlichen Schwerpunkt im Rahmen der Verkehrsunfallprävention auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche. Leider mussten viele Präventionsveranstaltungen im Jahr 2021 im Zuge der Corona-Pandemie ersatzlos abgesagt werden. Trotzdem gelang es, 4.411 Präventionsveranstaltungen durchzuführen. Darunter fielen beispielsweise Schulwegüberwachungen, Radfahrausbildungen, Verkehrserziehung und Elternabende.
Für die Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren konnten 170 Präventionsveranstaltungen angeboten werden. Thematisch wurden Veranstaltungen zum Radfahren, Verhalten in Bus und Bahn, Sichtbarkeit bei Dunkelheit, Fit im Auto und "Pedelec fahren - aber sicher!" durchgeführt.
Verkehrsüberwachung
Neben der Prävention stellt die Verfolgung von Fehlverhalten im Straßenverkehr die zweite wichtige Säule der Verkehrssicherheitsarbeit dar. Dabei stehen die Verkehrstüchtigkeit und die Fehler der Fahrzeugführenden im Fokus. Im
vergangenen Jahr wurde gegen 1.589 Personen ermittelt, die unter dem Einfluss von Alkohol ein Fahrzeug geführt haben, ohne dass es zu einem Verkehrsunfall gekommen ist. Bei 1.159 Personen wurde eine Beeinflussung durch Betäubungsmittel festgestellt, ohne dass sie einen Verkehrsunfall verursachten. Im Vergleich zu 2020 wurden weniger dieser Verstöße geahndet (- 247 bei Alkohol; - 14 bei Btm).
Im Jahr 2021 stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PD Hannover 7.647 widerrechtliche Nutzungen eines Mobiltelefons während der Fahrt fest. Dies ist ein Anstieg um 674 (+9,7 Prozent) im Vergleich zu 2020. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen, die mit Verwarngeldern (fünf bis 55 Euro) geahndet wurden, ist ein Anstieg um 325 Verstöße (+2,9 Prozent) festzustellen. Bei qualifizierten Geschwindigkeitsverstößen (Bußgeld) war ein Rückgang um 921 (-5,1 Prozent) zu verzeichnen.
Die seit März 2021 erstmals eingesetzte Fahrradstaffel führte maßgeblich zur Verbesserung der Sicherheit im Radverkehr. Dies machte sich auch bei der Anzahl der festgestellten Verstöße bemerkbar. Ein falsches Verhalten zum Nachteil des Radverkehrs (z. B. Überholen mit zu wenig Seitenabstand, Gefährdungen beim Abbiegen, Parken auf dem Radweg) wurde 3.090 Mal (+32,3 Prozent) sanktioniert. Ein falsches Verhalten von Radfahrenden wurde 8.434 Mal (+63,9 Prozent) festgestellt.
Fotos: © 04.04.2022 Matthias Falk - hannover_fotografie

POL-H: Veranstaltungsreihe "Coffee with a cop" startet Ende April An mehreren Terminen Ende April und im Mai 2026 haben Bürgerinnen und Bürger in Hannover, Laatzen und Seelze erneut die Möglichkeit, bei einer Tasse Kaffee mit Polizistinnen und Polizisten ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltungsreihe "Coffee with a cop" bietet Raum für Fragen, Hinweise und persönliche Anliegen. Interessierte können Themen ansprechen, die sie bewegen, und sich in persönlicher Atmosphäre mit Mitarbeitenden der Polizei austauschen. Bei allen Veranstaltungen werden allgemeine Bürgergespräche angeboten. Darüber hinaus können Fahrräder codiert werden, Interessierte Informationen zum Polizeiberuf erhalten sowie Präventionshinweise zu Trickbetrug und Einbruchschutz bekommen. Ziel der Aktion ist es, den direkten Kontakt zwischen Polizei und Bevölkerung zu stärken und Gespräche außerhalb konkreter Einsatzsituationen zu ermöglichen. Die nächsten Stationen der Aktion "Coffee with a cop" sind: Donnerstag, 30.04.2026, 08:00 bis 13:00 Uhr, Oberricklinger Markt Montag, 04.05.2026, 10:00 bis 18:00 Uhr, Lidl Oberricklingen,, Tillystraße Dienstag, 05.05.2026, 10:00 bis 16:00 Uhr, Platz "Alter Krug", Hannoversche Straße 13, 30926 Seelze Mittwoch, 06.05.2026, 08:00 bis 13:00 Uhr, Wochenmarkt, Moltkeplatz Donnerstag, 07.05.2026, 10:00 bis 18:00 Uhr, Rewe Wettbergen Freitag, 08.05.2026, 14:00 bis 18:00 Uhr, Bauernmarkt Bothfeld Montag, 11.05.2026, 08:00 bis 13:00 Uhr, Meyers Garten, Misburg Mittwoch, 13.05.2026, 13:00 bis 18:00 Uhr, Wochenmarkt, Mühlenberg Freitag, 15.05.2026, 08:00 bis 13:00 Uhr, Wochenmarkt Döhren Montag, 18.05.2026, 10:00 bis 16:00 Uhr, Nahkauf, Kampstraße 2, 30880 Laatzen Dienstag, 19.05.2026, 08:00 bis 13:00 Uhr, Wochenmarkt, Zooviertel Polizei Hannover Foto: © 20.04.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie

Finals: 143 Deutsche Meistertitel, fast 4.000 Athletinnen und Athleten Bei den Finals 2026 Hannover vom 23. – 26. Juli werden insgesamt 143 Deutsche Meistertitel in 24 Spitzensportarten vergeben. Fast 4.000 Sportlerinnen und Sportler und mehr als 1.400 Betreuerinnen und Betreuer machen Hannover und das Umland für vier Tage zur Herzkammer des deutschen Spitzensports. 100 Tage vor dem Multisport-Event haben Beteiligte aus der Politik, von den TV-Partnern, Athletinnen und Athleten, Förderer und Veranstalter das Sportprogramm sowie die aufwändige TV-Produktion bei einer Pressekonferenz im Neuen Rathaus, moderiert durch ARD-Moderatorin Stephanie Müller-Spirra, vorgestellt. Oberbürgermeister Belit Onay: „100 Tage vor den Finals steigt die Vorfreude spürbar. Die Finals bringen Menschen zusammen und zeigen wie verbindend Sport sein kann – eine ganz besondere Atmosphäre, die weit über den Wettbewerb hinausgeht. Wir freuen uns sehr, dass Hannover Gastgeber dieses großen Sportereignisses ist und im Sommer zum Treffpunkt für Sportbegeisterte aus ganz Deutschland wird. Mit den Schul-Finals holen wir diese Begeisterung auch in unsere Schulen. Dank der Unterstützung von Sportvereinen und regionalen Wirtschaftspartnern wird dieses große Event möglich. Das wird ein gemeinsamer Sportsommer für unsere Stadt.“ Erster Regionsrat, Jens Palandt: „Die Menschen in der Region und Landeshauptstadt dürfen sich auf ein sportliches Großereignis freuen, dass jetzt spürbar immer näher rückt. Spitzenleistungen, Begeisterung und Gemeinschaft werden dabei auf einzigartige Weise verbunden. Dadurch wird ein besonderes Flair entstehen, dass in Stadt und Region spürbar sein wird. Für Hannover ist das Multisport-Event eine große Chance, sich als sportbegeisterte, weltoffene und lebenswerte Region zu präsentieren.“ Niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens: „Die Finals 2026 zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung das Sportland Niedersachsen als leistungsstarker und innovativer Sportstandort hat. Hannover und die Region werden für vier Tage zur Bühne des deutschen Spitzensports – offen, urban und nah bei den Menschen. Das Multi-Sportevent macht sportliche Spitzenleistungen unmittelbar erlebbar und steht zudem für Werte wie Zusammenhalt, Fairness und Begeisterung. Diese Impulse wollen wir als Land Niedersachsen in die Breite tragen“. Das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung fördert die Durchführung der Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals mit bis zu drei Millionen Euro. Das Land Niedersachsen ist damit der größte öffentliche Geldgeber bei der Finanzierung der Finals. Das Sportprogramm Zu den Deutschen Meisterschaften in 24 Sportarten zählen unter anderem 3x3-Basketball, Gerätturnen, Kanu, Rhythmische Sportgymnastik, Rudern und Triathlon. Einige Sportarten sind neu bei den Finals dabei, dazu zählen Beach-Volleyball, Gewichtheben, Ju-Jutsu, Rapid Surfen, Segeln und Windsurfen. Ein wichtiger Kern der Finals besteht darin, dass die Wettbewerbe nah an die Menschen gebracht werden sollen. Daher sind auch für die Finals 2026 ungewöhnliche Austragungsorte für die Wettbewerbe vorgesehen: Kanu und Rudern auf dem Maschsee, 3x3 Basketball, Bogensport, BMX Flatland sowie Breaking am Neuen Rathaus. Auch das Umland der Landeshauptstadt ist Teil der Finals. Am Steinhuder Meer werden die Deutschen Meisterschaften im Coastal Rowing, Segeln, Triathlon und Windsurfen ausgetragen. Die Leichtathletik-Wettkämpfe finden in Bochum statt, die Deutsche Meisterschaften im Stabhochsprung in Hannover auf dem Opernplatz. Paulina Paszek, Silber- und Bronzemedaillengewinnerin bei den Olympischen Spiele 2024 Paris vom HKC Hannover: „Es fühlt sich einfach besonders an, wenn so ein großes Event in der eigenen Region stattfindet. Das sorgt nochmal für eine bisschen mehr extra Motivation.“ Sven Schwarz, zweifacher Vize-Weltmeister 2025 im Schwimmen von den Wasserfreunden von 1898 Hannover: „Die neuen Formate wie die Elimination Races und die Kombinationswertungen brechen den gewohnten Wettkampfmodus auf und machen die Rennen extrem spannend. Dass die gesamte deutsche Spitze für dieses Highlight hier in meiner Heimatstadt zusammenkommt, ist einfach großartig. Ich freue mich auf ein tolles Event mit super Stimmung.“ Andreas Toba, ehemaliger Deutscher Spitzenturner, vom TK Hannover: „Die Finals haben immer einen hohen Stellenwert, weil es vergleichbar ist mit Olympischen Spielen, nur halt National. Vor allem endlich mal in Hannover, in der ZAG Arena, eigentlich direkt vor meiner Haustür, darauf habe ich schon lange gewartet. Für das Turnen in Hannover, ist es natürlich auch was ganz Besonderes, wie gesagt wir haben schon lange darauf gewartet.“ Demonstrationsportarten Erstmals werden einige Demonstrationswettbewerbe die Finals ergänzen und sich einem breiten Publikum vorstellen. Dazu gehören Floorball (Rathenauplatz), Kanu-Polo (Maschsee), Stand-Up-Paddling (Maschsee) und Tec-Ball (Sport-Leistungs-Zentrum Hannover). Sie werden mit dafür sorgen, dass Hannover während der Finals eine große, bunte und vielfältige Sport-Stadt ist. Die TV-Produktion Die Finals 2026 Hannover ist eine der aufwändigsten und größten TV-Sport-Produktionen des Jahres in Deutschland. Erstmals werden in der niedersächsischen Landeshauptstadt und dem Umland die TV-Bilder der Finals durch einen externen Dienstleister produziert. Mit TVN hat sich hier in einer europaweiten Ausschreibung ein lokaler Anbieter durchgesetzt. Bei der TV-Produktion werden mehr als 200 Stunden Live-Bilder durch ca. 400 Produktions-Mitarbeiter*innen erstellt. Dabei kommen ca. 140 Kameras zum Einsatz, die in 13 unterschiedlichen Regien zusammenlaufen. Insgesamt werden ca. 80 Terabyte (TB) an Videomaterial erstellt und verteilt. Es werden 7 Ü-Wägen mit 16 Regien im Einsatz sein. Das TV-Zentrum wird, wie das Medienzentrum, in der Heinz von Heiden Arena angesiedelt. Sendezeiten bei ARD und ZDF ARD und ZDF übertragen die Finals rund 30 Stunden in den Hauptprogrammen und mehr als 100 Stunden in den Streams. Der NDR übernimmt federführend für die ARD-Anstalten auch die umfangreiche Radio-Produktion des Multisport-Event. Dr. Yorck Polus, ZDF-Sportchef: „Die Vielfalt der Sportarten bei den Finals ist einmalig und die Sportarten zu präsentieren, die sonst nicht so im Fokus stehen, die Breite des Sports zu zeigen und ihnen eine Plattform zu bieten, davon waren wir von Anfang überzeugt und sind ein stückweit Stolz, welche Ebene das heute erreicht hat.“ Gerd Gottlob, Sportchef des NDR: „Der NDR begleitet das Multisport-Event neben dem TV-Hauptprogramm und in den Streams, auch sehr umfangreich im Hörfunk in Deutschland. Zudem wird es ab Mittwoch in der Finals-Woche, ein Pop-Up-Studio am Maschsee geben, aus dem NDR1 live sendet. Natürlich produzieren wir für alle ARD-Radiostationen zudem ein umfangreiches Sportpaket.“ Hauptpartner und Förderer aus der Wirtschaft Mit enercity, Rossmann, der Sparkasse und Volkswagen sind vier Hauptpartner an der Seite der Finals 2026 Hannover. Hinzu fördern mit Clarios, Lotto Niedersachsen, Vergölst und VGH weitere Partner aus Hannover die Finals. Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende der enercity AG: „Die Finals 2026 bringen deutschen Spitzensport nach Hannover – und damit eine besondere Energie in unsere Stadt. Hannover rückt als Gastgeberin bundesweit in den Fokus und genau diese Strahlkraft wollen wir als Hauptsponsorin unterstützen. enercity geht jeden Tag als Frontrunner der Energie- und Wärmewende voran: mit dem Ziel fest im Blick, gemeinsam im Team, mit Leidenschaft und Haltung. Dieser Anspruch passt hervorragend zum Spirit der Finals. Sport verbindet Menschen, löst Emotionen aus und schafft Gemeinschaft: Wir freuen uns auf vier Tage voller positiver Energie in Hannover!” Volker Alt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover: „Als Sparkasse Hannover sind wir seit über 200 Jahren fest in der Region verwurzelt und verstehen uns als Starkmacherin vor Ort. Sport bewegt Menschen, bringt sie zusammen und weckt Begeisterung – genau deshalb engagieren wir uns mit voller Überzeugung. Die Finals sind für uns weit mehr als ein Sportevent der Spitzenklasse: Sie sind eine wunderbare Gelegenheit, ganz Deutschland zu zeigen, wie lebenswert und sympathisch Hannover und die Region sind.“ Hagen Boßdorf, Geschäftsführer der Finals GmbH: „Die Unterstützung der Wirtschaft vor allem aus Niedersachsen ist enorm groß und trägt maßgeblich mit dazu bei, dass die Finals 2026 Hannover eine außergewöhnliche Sportgroßveranstaltung werden. Die Hauptpartner und Partner versetzen uns in die Lage, für die Zuschauenden vor Ort und am Bildschirm bestmögliche Erlebnisse zu schaffen.“ Viele Deutsche Meisterschaften können ohne Eintrittskarte besucht werden Die meisten Veranstaltungen werden ganz ohne Ticket für alle Besuchenden offen sein. Der Ticketvorverkauf für die Turn-Wettbewerbe in der ZAG arena und die Leichtathletik in Bochum ist bereits gestartet. Seit heute sind auch die Eintrittskarten für die Deutschen Clubmeisterschaften im Beach-Volleyball im Verkauf. Die Tickets für das Schwimmen im Stadionbad Hannover werden bald verfügbar sein. Beim 3x3 Basketball wird es Tickets voraussichtlich ab den Halbfinals geben, vorher sind alle Wettbewerbe frei. Alle hier nicht genannten Sportarten können ohne Eintrittskarte besucht werden. Landeshauptstadt Hannover Fotos: © 16.04.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie






