Richtfest für enercity-Neubau an der Glocksee

Richtfest für enercity-Neubau an der Glocksee
  • Neue enercity-Konzernzentrale setzt energetische Maßstäbe in Hannover
  • Passivhausbauweise, Erdwärmenutzung und erneuerbare Energie für mehr Klimaschutz
  • Fast 80 Prozent Energieeinsparung durch neuen Unternehmenssitz
  • hanova realisiert Konzernzentrale
Das Tempo, mit dem der zukunftsweisende enercity-Neubau wächst, und die Zahlen zur neuen Konzernzentrale an der Glocksee beindrucken. Zwölf Monate nach Start der Bauarbeiten am Ihme-Ufer steht der Rohbau für die sechsgeschossige Immobilie. Neben dem sichtbaren Tragwerk aus 12 500 m³ Beton und 2600 Tonnen Stahl bilden 29 Erdwärmesonden die Grundlage für den Leuchtturm der Energieeffizienz.

In dem tageslichtdurchfluteten Bürogebäude im Passivhausstandard mit rund 20.000 Quadratmetern Fläche und über 3.500 Quadratmetern dreifachverglasten Fenstern werden rund 650 enercity-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter die Energiewende vorantreiben. hanova realisiert als Investor und Vermieter den Neubau und investiert bis zu 90 Millionen Euro. hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus und enercity-Vorstandsvorsitzende Dr. Susanna Zapreva feiern am 1. Dezember Corona-konform im kleinen Kreis das Richtfest für die neue enercity-Unternehmenszentrale.
 
„Bei dem Neubau arbeiten wir eng und partnerschaftlich mit dem pro Klima-Fonds von enercity zusammen und sind stolz, dieses zukunftsweisende Gebäude realisieren zu können, das den von enercity vollzogenen Wandel hin zu einem kundenorientierten Dienstleister der Energiewelt auch konzeptionell und visuell verkörpert. Ein herausragendes Gebäude, das in jeder Hinsicht Maßstäbe setzt. Dass die Arbeiten trotz der pandemischen Lage und einem verregneten Sommer im Zeitplan sind, freut uns und ist unseren Umsetzungspartnern der ARGE Muntebau/ Wallbrecht zu verdanken“, sagt Karsten Klaus.
 
„In diesem wunderbaren Passivhaus schlägt künftig das enercity-Herz - und das sehr effizient: Der Energieverbrauch ist mit 89 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr um rund 60 Prozent geringer als bei Bürogebäuden in konventioneller Bauweise. Gegenüber dem alten enercity-Büroturm wird sich der Jahresenergieverbrauch um gut 78 Prozent reduzieren und Dank der erneuerbaren Energietechnik sinken die jährlichen CO2-Emissionen um 91 Prozent pro Mitarbeitendem“, betont enercity-CEO Zapreva.
 
„Die Kombination effizienter Erdwärmenutzung, kompakter Passivhausarchitektur, von Photovoltaik sowie konsequenter Ökostromnutzung machen die enercity-Unternehmenszentrale zu einem energetischen Leuchtturm Hannovers“, sagt enercity-Aufsichtsratsvorsitzender und Finanz- und Ordnungsdezernent Axel von der Ohe.
 
Das Gebäudekonzept des futuristisch anmutenden Neubaus nach den Entwürfen des Stuttgarter Büros „haascookzemmrich Studio 2050“ setzt auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Rund 80 Prozent der Wärme wird vor Ort gewonnen und PV-Strom auf dem Dach erzeugt. Eine zentrale Rolle spielt die oberflächennahe Geothermie mit 29 Erdsonden bis in eine Tiefe von 130 Metern. Die beiden Wärmepumpen des Gebäudes arbeiten mit aus dem Erdreich gewonnener Umweltwärme, die über ein gut 50 Kilometer langes Rohrleitungssystem in den Betondecken verteilt wird. Der Clou: Im Sommer arbeiten die Wärmepumpen reversibel, das heißt, sie nutzen die Energie zum Temperaturausgleich und damit zur angenehmen Kühlung der Räumlichkeiten. Auch bei der Lüftung des Gebäudes geht kaum Energie verloren: Hier sorgen hocheffiziente Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung dafür, dass frische Luft in das Gebäude hineinkommt, die Wärme aber mit bis zu 90 Prozent aus der Abluft zurückgewonnen wird.
 
Eine Photovoltaikanlage mit 42 Kilowatt Spitzenleistung liefert auf dem teilbegrünten Dach erneuerbaren Strom. Insgesamt 110 PV-Module auf rund 200 m² Fläche erzeugen rund 38.000 Kilowattstunden pro Jahr. Diese Menge entspricht dem durchschnittlichen Jahresbedarf an Strom von 15 Haushalten.
 
Bestandteil des Energie-Gebäude-Konzepts ist auch eine Ladeinfrastruktur für Gäste, Belegschaft und die enercity-eigene E-Fahrzeug-Flotte. Über 140 Ladepunkte sind in der neuen Unternehmenszentrale geplant, davon 27 für Gäste sowie sechs öffentliche Ladepunkte. Rund 60 E-Lademöglichkeiten für E-Bikes oder E-Roller werden entlang der Fahrradstellflächen eingerichtet.
 
hanova war bei einer europaweiten Ausschreibung zu dem Projekt im April 2020 als Sieger hervorgegangen und hat sich als kommunaler Immobiliendienstleister gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt. Ende 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Nach dem Innenausbau können die enercity-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ihmezentrum (ehemaliges enercity-Hochhaus) in den Neubau umziehen.

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