Schützenfest Hannover nach zwei Jahren Pause mit gutem Abschluss - Rund 900.000 Besucher*innen auf dem Fest bis Sonntagabend erwartet, Stadt und Schütz*innen insgesamt zufrieden

Schützenfest Hannover nach zwei Jahren Pause mit gutem Abschluss - Rund 900.000 Besucher*innen auf dem Fest bis Sonntagabend erwartet, Stadt und Schütz*innen insgesamt zufrieden

Sport- und Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Hannover Konstanze Beckedorf, Schützenpräsident Paul-Eric Stolle und Ralf Sonnenberg, Leiter des Fachbereichs Sport, Bäder und Eventmanagement, zogen heute (10. Juli) zusammen mit Schausteller*innen, Gastronom*innen und Einsatzkräften ein Resümee über die vergangenen zehn Festtage des 493. Schützenfestes in Hannover. Wenn das Schützenfest am Sonntagabend zu Ende geht, werden rund 900.000 Gäste das Event besucht haben. Dieses Jahr gab es auch zwei besondere Jubiläen: 75 Jahre Schützenfest auf dem Schützenplatz und 30 Jahre davon unter der Federführung unseres erfahrenen Platzmeisters Günter Arand.

„Wir haben 2022 ein besonderes Schützenfest gefeiert: Nach zwei Jahren coronabedingter Pause waren die Erwartungen sehr hoch, und ich finde, sie wurden erfüllt, obwohl das Fest mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatte: mit einem hohen Infektionsaufkommen, der mittlerweile spürbaren Inflation und zahlreichen gleichzeitig stattfindenden Veranstaltungen. Das zeugt von der Beständigkeit und Qualität des hannoverschen Schützenfestes - von der Tradition, die gelebt und gepflegt wird. Eine Tradition ist allerdings ein Feuer, das immer wieder frische Luft braucht, um stark zu bleiben. Mit der Öffnung des Bruchmeister-Amtes für alle Geschlechter haben wir nun einen starken Luftzug, der diese wichtige Tradition modern und vor allen zukunftsfähig macht. Ich hoffe, dass wir 2023 weitere Bruchmeister*innen verpflichten - das steht unserem Schützenfest sehr gut!“, fasste Hannovers Sport- und Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf die zehn Festtage zusammen.

Bilanz der Veranstalter*innen

„Die Schütz*innen sind zufrieden, nach der coronabedingten Pause war ihre Beteiligung am Schützenfest und an unseren Veranstaltungen sehr gut. Ich habe jeden Tag viele Vereine und ihre Mitglieder getroffen. Auch unsere Bruchmeister*innen haben einen tollen Job gemacht und bei ihrer Aktion für einen sozialen Zweck eine Rekordsumme gesammelt“, so Schützenpräsident Paul-Eric Stolle.

Ralf Sonnenberg, Leiter des Fachbereiches Sport, Bäder und Eventmanagement der Landeshauptstadt Hannover, zeigt sich nach dem Schützenfest motiviert: „Das Schützenfest ist mit vielen Neuerungen erfolgreich gestartet, trotz schwieriger Bedingungen wie eine spürbar nachlassende Kaufkraft oder steigende Infektionszahlen. Wir werden weiter am Schützenfest Hannover arbeiten, es verändern, immer wieder neue Ansätze im Echtbetrieb testen und das Fest so weiterentwickeln".

Bilanz des DRK

Das DRK bilanzierte bis Sonntagmorgen 311 Versorgungen und 36 Transporte ins Krankenhaus. DRK-Gesamteinsatzleiter Florian Peters betonte die gute Zusammenarbeit mit Veranstaltenden, Polizei, Sicherheitsdienst und Schausteller*innen.

Schausteller*innen und Gastronomievertreter*innen

Auch die Schausteller*innen zeigen sich zufrieden: „Für uns ist und bleibt das hannoversche Schützenfest was Besonderes. Es ist nicht nur das größte Schützenfest der Welt, es ist Hannover pur. Nach zwei Jahren Pause war die Stimmung ausgelassen, die Stadtgesellschaft war täglich auf den Beinen“, resümiert Kevin Kratzsch, Vizepräsident des Deutschen Schaustellerbundes e. V. 

Spenden für den guten Zweck

Die vier amtierenden Bruchmeister*innen Vanessa Smorra, Torsten Tegtmeier, Sebastian Witte und Julius Torben Stamkort hatten nicht nur viele repräsentative Pflichten, sie sammelten auch für einen guten Zweck. Die Bruchmeister*innen-Aktion am Kröpcke am Sonnabend, 9. Juli, brachte knappe 9.300 Euro. Der Erlös kommt dem pädagogischen Mittagstisch Leckerhaus des Sozialen Netzwerks Stöcken e. V. und dem NaDu-Kinderhaus des Spats e. V. zugute.

Fotos: © 10-07.2022 Matthias Falk - hannover_fotografie
Foto: Bruchmeister*innen/Scheck: © Wilfred Feege
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