Stadt stellt sich auf Klimawandel ein. Mit einer "Starkregengefahrenkarte" will sich die Stadt Laatzen auf eine wachsende Gefährdung durch Starkregen vorbereiten. Regionspräsident Steffen Krach übergab heute den Fördermittelbescheid für die Karte

Stadt stellt sich auf Klimawandel ein. Mit einer "Starkregengefahrenkarte" will sich die Stadt Laatzen auf eine wachsende Gefährdung durch Starkregen vorbereiten. Regionspräsident Steffen Krach übergab heute den Fördermittelbescheid für die Karte

Am Freitag, dem 18. März, überreichte Regionspräsident Steffen Krach im Rahmen seines Antrittsbesuchs dem Laatzener Bürgermeister Kai Eggert einen Fördermittelbescheid für eine so genannte Starkregengefahrenkarte. Mit Hilfe dieses digitalen Geländemodells möchte sich die Stadt auf die wachsende Gefährdung durch Starkregen einstellen. Die Software basiert auf Daten bereits erfolgter Starkregenereignisse, ermittelt mögliche Überflutungsflächen und simuliert drei Szenarien für wiederkehrende Starkregenszenarien (zehn, 30 und 100 Jahre). Damit ist die Starkregenkarte Teil gezielter Vorsorgemaßnahmen.

Die Region Hannover beteiligt sich an den geschätzten Kosten in Höhe von 52.000 Euro mit 10.000 Euro. Den entsprechenden Förderbescheid hat Regionspräsident Steffen Krach heute Bürgermeister Kai Eggert im Rathaus übergeben.

"Die Anpassung an die Folgen der globalen Erderwärmung ist ein wichtiges Thema, dass die Kommunen in unserer Region zunehmend beschäftigt. So paradox es klingt: Zwei Auswirkungen des Klimawandels sind zu viel Wasser und zu wenig Wasser. Gegen beide Herausforderungen kann man Vorkehrungen treffen, aber man muss wissen, wo anzusetzen ist", sagte der Regionspräsident.

Im Sommer letzten Jahres hatte ein Starkregen im Ortsteil Laatzen-Mitte zu heftigen Überflutungen geführt. Im Jahr 2018 waren der Ortsteil Ingeln-Oesselse und im Jahr 2019 der Ortsteil Gleidingen betroffen. Auch wenn sich die eingetretenen Schäden im Stadtgebiet Laatzen bislang in Grenzen gehalten haben, ist bedingt durch den Klimawandel von einer Zunahme und Steigerung der Intensitäten solcher Ereignisse auszugehen. Kurze, heftige Wolkenbrüche könnten in der Zukunft dazu führen, dass es auch in Laatzen zu Personen- und Gebäudeschäden kommt.

"Wir müssen uns darauf einstellen, dass das städtische Kanalnetz bei Niederschlägen, bei denen in wenigen Stunden 20 oder gar 50 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen, seine Kapazitätsgrenze erreicht und die überschüssigen Mengen über die Oberfläche ihren Lauf nehmen", so Bürgermeister Kai Eggert: "Die Ergebnisse der Starkregengefahrenkarte werden uns helfen, wirksame Maßnahmen zur Niederschlagswasserbewirtschaftung wie Rückhaltereservoirs oder Schaffung von Retentionsräumen zu planen."

Die Förderrichtlinie ist ein Baustein des Klimaanpassungskonzepts der Region Hannover.
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