Vesper in der Marktkirche erinnert an Reaktorunfall in Tschernobyl vor 35 Jahren

Die Marktkirche lädt am Sonntag, 25. April, um 17 Uhr zu einer musikalischen Vesper ein, bei der an den Reaktorunfall in Tschernobyl vor 35 Jahren erinnert werden soll. Der Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, hält die Predigt, die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Gabriele Andretta, spricht ein Grußwort. Sie gedenken der Opfer der atomaren Katastrophe am 26. April 1986 und würdigen die Unterstützung, die die Landeskirche und das Land Niedersachsen seit rund drei Jahrzehnten für die von dem Unglück betroffenen Menschen leisten. Zahlreiche Ehrenamtliche haben sich seitdem für die gesundheitliche Erholung junger Menschen aus Belarus in Niedersachsen sowie für Hilfsgütertransporte in die Region von Tschernobyl eingesetzt.
„Seit 30 Jahren engagieren sich Menschen für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe und die deutsch-belarussischen Beziehungen. Das ist ein beeindruckendes Zeugnis der Nächstenliebe und der Verbundenheit“, sagt der Geschäftsführer der landeskirchlichen Tschernobyl-Hilfe Lars-Torsten Nolte. Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann verbindet das Gedenken an die Opfer des Reaktorunfalls mit der aktuellen Mahnung, die militärische und zivile Nutzung der Atomkraft zu beenden. „Die Bedrohung der Menschheit durch die Gefahren der Kernkraft sind immer noch vorhanden“, sagt die Pastorin. „In der Region Tschernobyl sind jetzt schon zwei Generationen von den langfristigen Schäden der Atomkraft betroffen.“
Bei der Vesper wird auch das Triptychon „Stiller Wandel“ des Malers Hermann Buß aus Leer ausgestellt. Buß hat die Sperrzone um den havarierten Reaktor mehrfach bereist und seine Eindrücke in dem Bilderzyklus „Polessje-Elegie“ verarbeitet. Das Triptychon zeigt das Verschwinden eines Hauses in der Sperrzone. „Auch wenn das Sicht- und Greifbare verschwindet, die Verstrahlung mit ihren Folgen bleibt“, sagt Buß. Mit seinen „Klagebildern“ zeige er eine neue Welt, die weiter existiert ohne Menschen, deren Spuren allmählich schwinden.
Die Vesper wird musikalisch von der Schola des Bachchores unter der Leitung von Jörg Straube begleitet, die die Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ (BWV 12) von Johann Sebastian Bach singt. An der Orgel musiziert Ulfert Smidt. Um Anmeldung zu der Vesper unter marktkirchehannover.gottesdienst-besuchen.de wird gebeten.
„Seit 30 Jahren engagieren sich Menschen für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe und die deutsch-belarussischen Beziehungen. Das ist ein beeindruckendes Zeugnis der Nächstenliebe und der Verbundenheit“, sagt der Geschäftsführer der landeskirchlichen Tschernobyl-Hilfe Lars-Torsten Nolte. Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann verbindet das Gedenken an die Opfer des Reaktorunfalls mit der aktuellen Mahnung, die militärische und zivile Nutzung der Atomkraft zu beenden. „Die Bedrohung der Menschheit durch die Gefahren der Kernkraft sind immer noch vorhanden“, sagt die Pastorin. „In der Region Tschernobyl sind jetzt schon zwei Generationen von den langfristigen Schäden der Atomkraft betroffen.“
Bei der Vesper wird auch das Triptychon „Stiller Wandel“ des Malers Hermann Buß aus Leer ausgestellt. Buß hat die Sperrzone um den havarierten Reaktor mehrfach bereist und seine Eindrücke in dem Bilderzyklus „Polessje-Elegie“ verarbeitet. Das Triptychon zeigt das Verschwinden eines Hauses in der Sperrzone. „Auch wenn das Sicht- und Greifbare verschwindet, die Verstrahlung mit ihren Folgen bleibt“, sagt Buß. Mit seinen „Klagebildern“ zeige er eine neue Welt, die weiter existiert ohne Menschen, deren Spuren allmählich schwinden.
Die Vesper wird musikalisch von der Schola des Bachchores unter der Leitung von Jörg Straube begleitet, die die Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ (BWV 12) von Johann Sebastian Bach singt. An der Orgel musiziert Ulfert Smidt. Um Anmeldung zu der Vesper unter marktkirchehannover.gottesdienst-besuchen.de wird gebeten.
Der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover ist der Zusammenschluss von 60 Kirchengemeinden in Hannover, Garbsen und Seelze. Er repräsentiert damit rund 170 000 Gemeindemitglieder. Verbunden mit dem Stadtkirchenverband sind weitere Einrichtungen wie das Diakonische Werk Hannover gGmbH, der Stadtjugenddienst, Kindertagesstätten, die Stadtakademie, Krankenhaus-, Telefon- oder Gefängnisseelsorge. Der Stadtkirchenverband wird von Haupt- und Ehrenamtlichen über die Gremien des Stadtkirchenvorstandes und des Stadtkirchentages geleitet. Zum Leitungsteam gehören der Stadtsuperintendent, die Superintendentin und zwei Superintendenten.
Foto: © 21.04.2021 Matthias Falk - hannover_fotografie










