Broschüre „Bauen für Hannover 2022: - Rund 190 Millionen Euro in zwei Jahren in städtische Gebäude investiert

Broschüre „Bauen für Hannover 2022: - Rund 190 Millionen Euro in zwei Jahren in städtische Gebäude investiert
Die Landeshauptstadt Hannover hat in den Jahren 2020 und 2021 rund 190 Millionen Euro in städtische Gebäude und bauliche Anlagen investiert. Darüber hinaus hat die Stadt für Maßnahmen zur Bauunterhaltung und den Betrieb weitere rund 50 Millionen Euro pro Jahr eingesetzt. Diese Bilanz ist Teil der aktuellen Broschüre „Bauen für Hannover 2022“. Die Publikation gibt zudem einen Überblick über die größeren, in den vergangenen zwei Jahren vom Gebäudemanagement betreuten Bauvorhaben. Die aktuelle Ausgabe steht unter www.hannover.de/gebäudemanagement
im Internet als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung. „Bauen für Hannover 2022“ erscheint alle zwei Jahre.
„Die aktuelle Publikation unterstreicht das umfangreiche, bemerkenswerte Investitionsvolumen, das die Stadt für die kommunalen Gebäude einsetzt“, betont Stadtbaurat Thomas Vielhaber und führt weiter aus: „Kommunale Dienstleistungen funktionieren nur mit gut ausgestatteten Gebäuden – seien es Schulen und Kindertagesstätten oder soziale, sportliche und kulturelle Einrichtungen. Aus den gestiegenen Bevölkerungszahlen sowie auch aus den sich fortlaufend verändernden Anforderungen resultiert auch eine erhöhte Nachfrage nach angemessenen Infrastruktureinrichtungen.“
Neubauten für Schulen, Kitas und Feuerwehr
Herausragende Neubau-Projekte waren in 2020/2021 die bauliche Fertigstellung der Feuer- und Rettungswache 1, die drei Kindertagesstätten Am Welfenplatz, Beckstraße und Walter-Ballhause-Straße sowie die Grundschule Kronsberg und das Gymnasium Sophienschule. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Bereitstellung von zusätzlichen Räumlichkeiten an Schulen mit gymnasialer Oberstufe zur zügigen Kompensation von „G9“ (Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren), die insbesondere in zeitsparender Modulbauweise geschaffen werden konnten. Aber auch Objekte wie die IGS Südstadt und das Gymnasium Goetheschule wurden erweitert und saniert. Allein diese unterschiedlichen Projekte unterstreichen die Vielfalt der abwechslungsreichen Aufgaben im Fachbereich Gebäudemanagement.
Der Fachbereich Gebäudemanagement ist für rund 1.000 städtische Gebäude mit einem Bilanzwert von rund 1,27 Milliarden Euro verantwortlich. Daneben fungiert er innerhalb der Stadtverwaltung als Dienstleister unter anderem für die Herrenhäuser Gärten und den Fachbereich Sport und Bäder. Insgesamt werden mehr als 1,2 Millionen Quadratmeter Nutzfläche betrieben, optimiert, instandgehalten, saniert und mit An- und Neubauten ergänzt. Hinzu kommen umfängliche Anmietflächen überwiegend für die städtischen Fachbereiche als Verwaltungsstandorte oder auch für Kindertagesstätten im Stadtgebiet.
„Bauen wird immer komplexer. Der Fachbereich Gebäudemanagement übernimmt hierbei die Aufgabe, die Erwartungen und Anforderungen im Hinblick auf funktionale, geeignete und nachhaltige Gebäude im Sinne der Nutzer*innen und Bürger*innen umzusetzen. Hierbei gilt es, mit den bestehenden finanziellen und personellen Ressourcen die gesetzten Ziele und erwarteten Qualitäten zu erreichen“, unterstreicht Jörg Gronemann als Fachbereichsleiter des städtischen Gebäudemanagements.
Mit dem richtungsweisenden Investitionsprogramm „500 plus“ setzt die Landeshauptstadt innerhalb von zehn Jahren (2017 bis 2027) über die „normale“ Investitionstätigkeit hinaus zusätzliche rund 500 Millionen Euro in städtische Gebäude ein, um insbesondere die Anforderungen einer wachsenden und vielfältiger werdenden Stadt erfüllen zu können. Der Schwerpunkt für diese zusätzlichen baulichen Investitionen liegt auf Schulen und Kitas. Obwohl der Bildungsbereich bereits in den vergangenen Jahren Investitionsschwerpunkt war und der Fachbereich Gebäudemanagement rund 80 Prozent der investiven Mittel in die Schulsanierung und -erweiterung investiert hat, ist in diesem Segment der Bedarf nach wie vor am höchsten. Gründe hierfür liegen zum einen in der vom Land beschlossenen Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) sowie in sich fortlaufend ändernden und wachsenden Anforderungen an die räumliche Gestaltung der Schulen, etwa durch Inklusion sowie den weiter hohen Bedarf an Ganztagsschulen.
In der Broschüre „Bauen für Hannover 2022“ sind neu geschaffene Kindertagesstätten, Schulen und weitere Gebäude zu finden sowie klassische Sanierungsmaßnahmen und Projekte, die den veränderten Anforderungen an die energetischen Standards, an Brandschutz, an Barrierefreiheit und an die Sicherheits- und Gebäudetechnik Rechnung tragen. Darüber hinaus gibt die Publikation einen Ausblick auf zahlreiche größere Projekte, die sich derzeit in Planung oder in Bau befinden und innerhalb der kommenden zwei Jahre fertiggestellt werden.
Öffentliches Bauen für die Landeshauptstadt
Aufgrund der durch das Programm „500 plus“ auch in den kommenden Jahren anstehenden zusätzlichen baulichen Aufgaben sowie der dafür zusätzlich zur Verfügung stehenden Investitionsmittel sind mittlerweile rund 420 Mitarbeiter*innen im Fachbereich Gebäudemanagement tätig. Im zweiten Teil der Broschüre wird neben einer detaillierten Darstellung seiner Aufgaben auch der Aufbau des Fachbereiches Gebäudemanagement erläutert, der sich durch das Anwachsen verändert hat. Als zentrale Organisationseinheit unterstützt das Gebäudemanagement die Landeshauptstadt Hannover bei der Wahrnehmung der baulichen Aufgaben und steuert zugleich die damit verbundenen Prozesse rund um die städtischen Gebäude und Liegenschaften.
Die Jahre 2020/2021 standen auch für den bauenden Bereich im Schatten von Corona mit einhergehenden Baupreisanstiegen, Terminerschwernissen und organisatorischen Veränderungen, teils aus dem Homeoffice. Seit November 2020 ist der Fachbereich Gebäudemanagement dem Dezernat für Stadtentwicklung und Bauen zugeordnet, zuvor gehörte er dem Wirtschafts- und Umweltdezernat an. „Für die herausragende Arbeit unter widrigen Bedingungen bedanke ich mich bei den Mitarbeiter*innen des Fachbereichs Gebäudemanagement, den eng kooperierenden Fachbereichen der Stadtverwaltung sowie externen Planer*innen. Alle Beteiligten tragen wesentlich zur Entwicklung der baulichen Infrastruktur in der Landeshauptstadt bei“, sagt Stadtbaurat Thomas Vielhaber.










