Kita Hohe Straße: Gebäude offiziell übergeben

Kita Hohe Straße: Gebäude offiziell übergeben

Nun haben die Kinder auch offiziell das Sagen: Stadtbaurat Thomas Vielhaber hat im Beisein von Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube (Linden-Limmer) an diesem Freitag (17. Juni) mit einer symbolischen Schlüsselübergabe das neue Kita-Gebäude in der Hohen Straße offiziell an Gunnar Czimczik, Leiter des Fachbereichs Jugend und Familie, sowie Elke Lüdemann, Leiterin der Einrichtung übergeben. Die ersten zwei Gruppen sind bereits eingezogen. Sukzessive wird die Einrichtung im Stadtteil Linden-Mitte nun auf fünf Gruppen erweitert. Das rund 5,63 Millionen Euro umfassende Neubauprojekt wurde mit Landes- und Regionsmitteln sowie durch ProKlima gefördert.

„Investitionen in die Bildung sind einer der Schwerpunkte der städtischen Bautätigkeit. Deshalb freue ich mich sehr, dass nun Kinder dieses Gebäude mit Leben füllen“, sagte Stadtbaurat Thomas Vielhaber und ergänzte mit Blick auf die Realisierung des Projekts: „Besonders herausfordernd waren unter anderem die sehr beengten Baustellenverhältnisse in der Hohen Straße und auf dem Grundstück sowie der Baubetrieb während des laufenden Kitabetriebes im alten Gebäude auf dem rückwärtigen Grundstücksteil.“ Vielhaber hob hervor, dass den Bau die projektleitenden Architekten Bernd Borgolte und Frank Güsewelle vom städtischen Fachbereich Gebäudemanagement in Eigenleistung geplant und baulich betreut haben.

Das neue Gebäude ersetzt den Altbau auf demselben Grundstück und ermöglicht ein größeres Angebot.„Die Architekten haben in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten schöne Räumlichkeiten geschaffen, die nun von den Kindern erobert und bespielt werden“, freute sich die neue Kitaleiterin Elke Lüdemann bei der offiziellen Eröffnung und kündigte an: „Die nächste Gruppe startet voraussichtlich mit dem neuen Kindergartenjahr im August.“

Städtebaulich in die Nachbarschaft eingefügt

Der zweigeschossige Neubau nimmt entlang der Hohen Straße städtebaulich durch gleiche Ausrichtung und ähnliche Höhe die Gebäudeflucht der angrenzenden Häuser auf. Wie die unmittelbar angrenzenden Bauten der Helene-Lange-Schule ist das Gebäude von der Straße zurückversetzt und besteht wie diese im Sinne einer Ensemblewirkung aus ziegelroten Backsteinen, die eine warme behagliche Atmosphäre ausstrahlen sollen. Eine schützende Gartenmauer bildet einen nach Süden orientierten begrünten Eingangshof zwischen Straße und Gebäude. Dort kommen die Kinder sicher an. Neu gepflanzte Bäume geben dort Schatten und ersetzen die Bäume, die vorher an der Stelle des Gebäudes gestanden haben.

Direkt am Eingangsbereich befinden sich als „Pförtner“ Büros und die Küche. Alle fünf Gruppenräume für bis zu 88 Kinder orientieren sich zum geschützten Garten. Die drei Krippenräume im Erdgeschoss haben einen direkten Zugang zum Garten. Die Gruppenräume für Kinder im Kindergartenalter sowie Gemeinschaftsräume für Kinder und Mitarbeitende befinden sich im Obergeschoss. Die Flure sind zu Aufenthaltsflächen mit großen Fenstern aufgeweitet und dienen auch als Speiseräume mit natürlich belichteten Essbereichen. Durch den Aufzug und ohne Schwellen ist das Gebäude barrierefrei.

Umweltschonende Gebäudetechnik

Das Gebäude verbraucht als Passivhaus nur ein Minimum an Energie. Auf dem nach Süden orientierten Pultdach trägt eine Photovoltaik-Anlage einen Großteil zur Stromversorgung bei. Die Gruppenräume im Erdgeschoss haben eine Fußbodenheizung.

Barrierefreies Spielen im grünen Außenbereich

Das barrierefreie Außengelände der Kita untergliedert sich in eine große Spielwiese und Sandspielflächen, räumlich getrennt in Bereiche für Krippen- und Kindergartenkinder mit altersgerechten Spielgeräten. Zu einem späteren Zeitpunkt wird das alte Gebäude abgerissen, an dessen Stelle sich zukünftig begrünte Freiflächen des Kitaaußengeländes befinden werden. Der ursprünglich unmittelbar nach Eröffnung geplante Abriss des alten Gebäudes, das an das neue Außengelände angrenzt, wird wegen der Unterbringung ukrainischer Kriegsflüchtender verschoben.

Um den Hol- und Bringverkehr an der Hohen Straße sicherzustellen, wird die Verkehrsfläche im Bereich der Kita bis hin zur Einmündung Posthornstraße durch eine sogenannte Mischverkehrsfläche ohne Trennung in Fahrbahn und Gehweg ersetzt. Fußgänger*innen haben dort Vorrang.


Eckdaten des Baus auf einen Blick:

  • Bauherrin: Landeshauptstadt Hannover
  • Projektsteuerung + Planung + Bauleitung: Fachbereich Gebäudemanagement
  • Kita-Trägerin: Landeshauptstadt Hannover
  • Projektsteuerung Außenanlagen: Fachbereich Umwelt und Stadtgrün
  • Baubeginn: Juli 2020
  • Fertigstellung Gebäude: März 2022 (Teilinbetriebnahme im April 2022)
  • Fläche: 1.150 Quadratmeter (Nettogrundfläche)
  • Kosten: rund 5,63 Millionen Euro

Zum Foto: (die Projektbeteiligten vom Fachbereich Gebäudemanagement und vom Fachbereich Jugend und Familie der Landeshauptstadt Hannover hinter den Kindern von links nach rechts): Frank Güsewelle, Helmut Matterne, Magdalena Sawicka, Thomas Prietzel, Gunnar Czimczyk, Bernd Borgolte, Thomas Vielhaber, Elke Lüdemann

Foto: Born / Landehaupstadt Hannover
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