Spatenstich für den neuen Steintorplatz – Mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Leben für die Innenstadt

Spatenstich für den neuen Steintorplatz – Mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Leben für die Innenstadt

Mit einem symbolischen Spatenstich haben Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtbaurat Thomas Vielhaber heute (Mittwoch, 25. Februar)den offiziellen Startschuss für die Neugestaltung des zentralen Platzes Am Steintor gegeben. Der Baubeginn war ursprünglich für den 12. Januar vorgesehen, musste jedoch aufgrund der Witterungsbedingungen verschoben werden.

Der Termin markiert den Auftakt für eines der wichtigsten Innenstadtprojekte der kommenden Jahre. Der rund 12.000 Quadratmeter große Bereich zwischen Münzstraße, Goseriede, Kurt-Schumacher-Straße und Georgstraße wird umfassend neugestaltet. Die Baukosten für die Platzumgestaltung belaufen sich auf rund 8 Millionen Euro.

„Mit der Neugestaltung des Steintorplatzes schaffen wir einen lebendigen, vielfältig nutzbaren Ort mitten im Herzen unserer Stadt. Der Platz wird grüner, klimafreundlicher und deutlich attraktiver für alle Generationen“, sagt Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. „Damit setzen wir einen wichtigen Baustein unseres Ziels um, die Innenstadt nachhaltig zu stärken und ihre Aufenthaltsqualität deutlich zu erhöhen.“

Auch Stadtbaurat Thomas Vielhaber betont die städtebauliche Bedeutung: „Der neue Steintorplatz wird ein multifunktionaler Stadtraum mit hoher Gestaltungsqualität. Er verbindet Aufenthaltsbereiche, Bewegung, Veranstaltungen und Klimaanpassung zu einem zukunftsfähigen Gesamtbild. Wir hoffen und erwarten, dass die öffentlichen Investitionen auch Folgeinvestitionen im privaten Umfeld nach sich ziehen und damit zur Standortaufwertung insgesamt beitragen.“

Ein Platz für Aufenthalt, Bewegung und Veranstaltungen

Das neue Konzept wandelt die bislang überwiegend für Veranstaltungen genutzte Fläche in einen vielseitigen Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität um. Vorgesehen sind unter anderem:
  • großzügige Sitzmöglichkeiten und Aufenthaltsbereiche
  • ein zentraler Veranstaltungsbereich in Form einer Ellipse mit Sitztribünen
  • ein großflächiges Wasserspiel mit 42 Fontänen (Betrieb April bis Oktober)
  • eine rund 30 Meter hohe, energieeffiziente und interaktive Lichtstele als künstlerischer Mittelpunkt
  • ein Skate-Spot im Norden
  • Spielgeräte für Kinder im Bereich des bestehenden Eiscafés
  • neue Fahrradabstellanlagen und eine optimierte Radverkehrsführung
Die zentrale Veranstaltungsfläche wird mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüssen ausgestattet, sodass künftig Märkte, Kultur- und Sportveranstaltungen flexibel stattfinden können.

Klimaanpassung und mehr Grün

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Klimaschutz und nachhaltiger Stadtgestaltung:
  • Erhalt der bestehenden Bäume (mit verbesserten Wurzelräumen)
  • Pflanzung zusätzlicher Bäume und Entsiegelung von Flächen
  • Baumrigolen zur Speicherung und Nutzung von Regenwasser
  • schattenspendende Begrünung zur Reduzierung der Aufheizung im Sommer
  • energieeffiziente Beleuchtung und insektenfreundliche Lichtkonzepte
Der Platz wird barrierefrei ausgebaut. Durch das Anheben des Geländeniveaus entfallen bestehende Barrieren, und die Wege zu Stadtbahn- und Bushaltestellen werden deutlich verbessert.

Teil des Innenstadtkonzeptes Hannover

Die Entwicklung des Steintorplatzes ist ein zentraler Bestandteil des Innenstadtkonzeptes Hannover. Grundlage der Planung ist ein umfangreiches Bürger*innenbeteiligungsverfahren aus den Jahren („SteintorDNA“) sowie ein anschließender freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb.

Ausblick: Weitere Innenstadtprojekte in Vorbereitung

Die Umgestaltung des Steintorplatzes ist Teil einer umfassenden Weiterentwicklung der Innenstadt. Weitere Projekte befinden sich bereits in Planung:

Schillerstraße

Die Schillerstraße wird aktuell umgebaut und soll sich in den kommenden Jahren von einer eher funktionalen Verkehrs- und Einkaufsachse in eine lebendige Aufenthaltszone verwandeln. Vorgesehen sind breite Gehwege, neue Begrünung und Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen. Gastronomieflächen im Außenbereich und kleinteiliger Einzelhandel sollen die Straße neu beleben und sie zu einer attraktiven Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof am Ernst –August-Platz und der Georgstraße machen. Auch die Gestaltung des Straßenraums mit Bäumen und urbanem Mobiliar ist ein zentrales Element, um das Mikroklima zu verbessern und die Aufenthaltsqualität zu steigern.

Ernst-August-Platz

Unter dem Ernst-August-Platz wird ein neues Fahrradparkhaus mit über 1.000 Stellplätzen geplant. Bau und Umsetzung sind ab 2028 möglich. Parallel dazu wird eine planerische Überarbeitung des Ernst-August-Platzes erfolgen mit dem Ziel, den Platz attraktiver und übersichtlicher zu gestalten. Die Anlieger*innen werden in die Verfahren eingebunden.

Georgstraße

Die Georgstraße soll zwischen Ständehausstraße und An der Börse neugestaltet werden. Ziel ist eine deutliche Verkehrsberuhigung: Der Durchgangsverkehr wird künftig ausgeschlossen. Zufahrten bleiben für Anlieger*innen, Lieferverkehr, Rettungsdienste, Busse und Radverkehr möglich. Die Ausführungsplanung sowie eine Beschlussdrucksache zum Baubeginn werden derzeit vorbereitet.

Karmarschstraße

Auch die Karmarschstraße soll zur erweiterten Flaniermeile werden. Geplant ist eine Teileinziehung zwischen Schmiedestraße und Windmühlenstraße mit Ausschluss des Durchgangsverkehrs. Die Zufahrt für Anlieger*innen, Lieferverkehr, Rettungsdienste und Radverkehr bleibt erhalten. Weitere Abstimmungen zur Umsetzung laufen.

Landeshauptstadt Hannover
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