Zeichen und Hilfe gegen häusliche Gewalt: Zwei „Rote Bänke“ für die Südstadt

Zeichen und Hilfe gegen häusliche Gewalt: Zwei „Rote Bänke“ für die Südstadt

In der Südstadt stehen seit diesem Donnerstag (23. Januar) zwei „Rote Bänke“ - eine auf dem Stephansplatz, eine am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer nahe Maschsee-Nordufer. Sie sind Signale gegen häusliche Gewalt. Auf ihnen angebrachte Plaketten – darunter eine mit Brailleschrift – vermitteln Informationen, wo Betroffene Unterstützung erhalten können.

„Es ist uns wichtig, das Thema ‚Häusliche Gewalt‘ aufzugreifen und Menschen Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wir haben uns damit eingehend beschäftigt. Deshalb war es uns ein Anliegen, dass sich der Stadtbezirk an der Aktion beteiligt und in der Südstadt ‚Rote Bänke‘ aufstellen lässt. Sie machen das Thema ‚Häusliche Gewalt‘ im öffentlichen Raum für jeden Menschen sichtbar und ebnen den Weg zu konkreter Hilfe“, sagte Ekkehard Meese, Bezirksbürgermeister Südstadt-Bult bei der Präsentation.

Thomas Hermann, Bürgermeister von Hannover, Vorsitzender des Kommunalen Präventionsrates und zugleich beratendes Mitglied im Stadtbezirksrat Südstadt-Bult, ergänzte: „Ich freue mich, dass sich der Stadtbezirksrat Südstadt-Bult intensiv mit dem sehr wichtigen Thema ‚Häusliche Gewalt‘ auseinandergesetzt und entschieden hat, diese Aktion des Kommunalen Präventionsrates zu unterstützen. Dies ist ein nachhaltiges und starkes Zeichen für Zivilcourage. Wir dürfen nicht wegschauen, wenn jemand Hilfe benötigt.“

„Das Angehen gegen häusliche Gewalt ist uns ein Kernanliegen. Das Aufstellen der ‚Roten Bänke‘ in den Stadtbezirken hat einen besonderen Wert, da es die Menschen dort erreicht, wo sie leben und sie somit in ihrem Alltag damit in Berührung kommen und darauf aufmerksam gemacht werden können. Deshalb begrüßen und unterstützen wir diese Aktion“, betonte Argiro Nepienlidou aus der Geschäftsstelle „Hannoversches Interventionsprogramm“ (HAIP) im Referat für Frauen und Gleichstellung in der Landeshauptstadt Hannover.

„La Panchina Rossa”, übersetzt „Die Rote Bank“, ist ein Projekt aus Italien und startete erstmalig im Jahr 2016. Die Bank soll dabei für das Thema geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisieren und die Plätze symbolisieren, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher und sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen. 2021 startete der Kommunale Präventionsrat (KPR) der Landeshauptstadt Hannover das Projekt „Hannover ist stärker als Gewalt – für sichere Familien in unserer Stadt“. Im Rahmen dessen wurden zum Ende des Jahres 2022 in der Innenstadt an vier Standorten „Rote Bänke“ aufgestellt, um sie den Opfern von häuslicher Gewalt zu widmen. An ihnen sind Rufnummern angebracht, an die sich Betroffene von häuslicher Gewalt wenden können.

„Rote Bänke“ stehen in der Innenstadt sowie im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld. Das Aufstellen dieser farblich auffallenden Sitzgelegenheiten wird unterstützt durch den KPR, das HAIP-Netzwerk unter Federführung des Referates für Frauen und Gleichstellung der Landeshauptstadt Hannover sowie durch die Polizeidirektion Hannover.

Landeshauptstadt Hannover
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