Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst: Neue Direktorin Dr. Eva Jandl-Jörg stellt sich vor - Ausblick 2023 und die Frage Darf Satire wirklich alles?

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst: Neue Direktorin Dr. Eva Jandl-Jörg stellt sich vor - Ausblick 2023 und die Frage Darf Satire wirklich alles?

„Ich komme in Hannover in ein tolles Haus mit einer großartigen Sammlung“: Im Museum Wilhelm Busch hat sich heute die neue Museumsdirektorin Dr. Eva Jandl-Jörg der Presse vorgestellt und einen Ausblick auf das Jahresprogramm 2023 des Museums gegeben.  

Seit dem 1. Februar 2023 ist Eva Jandl-Jörg (50) neue Direktorin des Museum Wilhelm Busch. Die gebürtige Österreicherin hat nach einer Ausbildung in der Glasmalerei in Wien Restaurierung und Konservierungswissenschaften sowie Kulturwissenschaften studiert. Sie unterrichtete an der Universität für angewandte Kunst in Wien und am Mozarteum Salzburg und arbeitete in der Denkmalforschung. Zuletzt leitete sie ab 2016 die ca. 60.000 Werke umfassenden Sammlungen Grafik, Gemälde und Skulptur ab 1800 am Salzburg Museum in Salzburg und kuratierte Ausstellungen. Jandl-Jörg will das Museum Wilhelm Busch stark in der Stadtgesellschaft verankern, ein junges und diverses Publikum ansprechen und das Haus nutzen, um verschiedene Kunstrichtungen miteinander in den Dialog treten lassen. Das Museum wird unter ihrer Leitung Schwerpunkte auf die Vermittlung, auf neue Ausstellungsformate und Präsentationsformen sowie auf die Digitalisierung der umfangreichen Bestände legen. Dadurch soll ein niedrigschwelliges Angebot für alle gesellschaftlichen Gruppen geschaffen werden. Jandl-Jörg will dafür eng mit Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen kooperieren, denn: „Ich verstehe das Museum als einen Ort, an dem für und mit der Gesellschaft gearbeitet werden muss. Dazu gehört auch, dass  wir unsere Ausstellungen nicht nur für das Publikum gestalten wollen, sondern sie gemeinsam mit unserem Publikum entstehen lassen.“ 

Die erste unter ihr entstandene Ausstellung wird am 11. November dieses Jahres eröffnet. 

Programm 2023  

Bis zum 19. Februar 2023 laufen noch die beiden Ausstellungen Von Haapsalu bis Bullerbü: Die Bilderwelt von Ilon Wikland und Bilderbücher von Pei-Yu Chang.   

4. März bis 25. Juni 2023 
Alles erlaubt. Politische Karikaturen von Greser & Lenz 

Mit der Titanic aufgestiegen, bei der FAZ groß geworden: Seit 1996 zeichnen Achim Greser (*1961) und Heribert Lenz (*1958) gemeinsam Karikaturen. Sie bringen die brennenden politischen und gesellschaftlichen Geschehnisse mit Wortwitz und List 
auf den Punkt. Dabei ist nichts und niemand vor ihnen sicher: Weder Tagespolitik noch der Sport, die Kunst oder Religion – und schon gar nicht wir alle mit unserer Doppelmoral, unserer Selbstgerechtigkeit oder unserer Begriffsstutzigkeit. Es sind 
Scherze des täglichen Bedarfs, wie Greser & Lenz selber sagen. Diese Scherze lösen nicht selten kontroverse Reaktionen bis hin zu persönlichen Anfeindungen aus. 

Die Ausstellung präsentiert rund 100 Arbeiten der beiden Künstler und ist eine Werkschau der letzten Jahrzehnte. Sie stellt vor allem die als besonders provokant rezipierten Karikaturen in den Fokus. Diese werden durch Leserbriefe ergänzt, die die zum Teil heftigen Auseinandersetzungen um die Pointen dokumentieren. Es stellt sich heraus: Karikaturist*innen sind auch in unserer vermeintlich offenen Gesellschaft mitunter heftigen Anfeindungen ausgesetzt. Rund 60 historische und zeitgenössische Karikaturen von anderen Künstlern aus der Sammlung Wilhelm Busch korrespondieren mit den Arbeiten von Greser & Lenz und zeigen den langen Weg zur Satirefreiheit und zur Beantwortung der Frage, warum Satire wirklich alles dürfen muss.

In der Ausstellung wird auch die Karikatur Putin privat: „Igor, richten Sie mir ein Blutbad an“ von März 2022 gezeigt, die im Januar 2023 mit dem Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen ausgezeichnet worden ist. Das Original befindet sich im Besitz 
des Museums. 93 Arbeiten der beiden Künstler konnten jüngst mit Unterstützung durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Sparkasse Hannover und die NORD/LB Kulturstiftung erworben werden. Die Ausstellung wird gefördert durch die Niedersächsische 
Sparkassenstiftung und die Sparkasse Hannover.   

4. März bis 25. Juni 2023
Günter Mattei: Plakate und Illustrationen 
 
Günter Mattei, 1947 in Österreich geboren, studierte Grafikdesign und lebt als freier Grafiker, Buchgestalter und Illustrator in München. In den 1980er Jahren bereiste Mattei viele karibische Inseln. Bewegt und inspiriert vom tropischen Leben verarbei-
tete er seine Eindrücke in seinen Karibischen Tagebüchern. Bald entdeckten mehrere Unternehmen der amerikanischen Alkoholindustrie wie Myers’s Rum, Batida de Coco und Bacardi die Kunst Matteis und nutzen diese werbewirksam für sich. Seine 
tropischen Bilder wurden in den USA und Kanada in vielen Printmedien und Werbeflächen plakatiert. Zudem ließ sich Mattei vom Theater als Gestaltungsraum inspirieren. Die dortige Synthese der Künste passte zu seiner Neugierde und seiner grafischen Experimentierfreude, so dass sich hier schnell eine eindrucksvolle Bildsprache entwickelte. 
 
Jahrelang hat Mattei die Plakate des Münchner Tierparks Hellabrunn entworfen, und seine prägnanten Tierbilder prägten das Bild der Stadt. Das Bild des Schimpansen, der sich eine Banane ans Ohr hält, ist so ikonisch, dass es von vielen Menschen in ganz Deutschland erkannt wird, die nie den Münchner Zoo besucht haben. Die international bekannte, kultige Münchner Schumann’s Bar begleitet Mattei seit Jahrzehnten als „Hausgrafiker“. Seine Schumann’s Barbücher sind bis heute weltweit unerreicht und in viele Sprachen übersetzt.

Interaktion, komplexe Spannungsfelder und scheinbar Unversöhnliches zu interessanten Verbindungen zu bringen – das sind die Entscheidungskriterien für Günter Mattei. Die Ausstellung im Museum Wilhelm Busch präsentiert einen Querschnitt sei-
ner Plakate und Illustrationen aus verschiedenen Schaffensphasen.
   
7. Juli bis 31. Oktober 2023
Volker Kriegel: Eine Hommage zum 20. Todestag 

2023 wäre Volker Kriegel (1943 - 2003) 80 Jahre alt geworden, und zugleich jährt sich sein Todestag zum zwanzigsten Mal. Dies nimmt das Museum Wilhelm Busch zum Anlass, den Künstler in einer großen Ausstellung zu feiern und sein umfangreiches Schaffen zu würdigen. Volker Kriegel steht in seiner einzigartigen Vielfachbegabung in der Tradition von Wilhelm Busch: Als Jazzmusiker hat er Geschichte geschrieben, zudem war er Autor, Dokumentarfilmer, Illustrator – und vor allem auch ein stilbildender Cartoonist. Das Museum Wilhelm Busch hält seit 2005 rund 700 Zeichnungen von Kriegel in seiner Sammlung. Ein noch größerer Bestand aus dem Besitz der Witwe konnte jüngst mit Hilfe der Stiftung Niedersachsen, der VHV Stiftung und der Kunst- und Kulturstiftung Sabine Hackerodt erworben werden. Das sind weitere rund 820 Originale, hauptsächlich Zeichnungen, Skizzen und Archivalien im Umfang von rund fünf laufenden Metern, von denen die meisten bisher noch nicht öffentlich gezeigt wurden.

Die Ausstellung bietet einen unterhaltsamen Eindruck in das Schaffen des Multitalents Volker Kriegel, in seine Biografie, in sein Wirken als »Deutschlands Jazz-Gitarrist Nummer eins« sowie als Rundfunkautor. Dafür stehen neben Selbstporträts und tagebuchartigen Skizzenbüchern zahlreiche Archivalien wie Noten, Manuskripte, Tondokumente und Korrespondenzen mit Gesprächspartnern aus Kunst, Musik, Verlagen usw. zur Verfügung. Der Ankauf der Kriegel-Arbeiten wurde gefördert durch die Stiftung Niedersachsen, die VHV Stiftung und die Kunst- und Kulturstiftung Sabine Hackerodt. Die Ausstellung wird gefördert von der Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Hannoverschen Volksbank   

11. November 2023 bis 28 Januar 2024
Zwei Ausstellungen mit den jeweiligen Arbeitstiteln: 

  • Oh, oh du fröhliche.... Freude und Schrecken des großen Fests 
  • Heizt du noch oder frierst du schon? Soziale Kälte bei warmen Füßen. 
Im November werden die ersten beiden Ausstellungen eröffnet, die im Team unter der neuen Direktorin Eva Jandl-Jörg entstanden sind. 
 
Wenn es besinnlich sein sollte, kochen oft die Emotionen hoch: Zur Weihnachtszeit lässt sich viel lernen über gesellschaftliche Traditionen, Kommunikation und Streitkultur in Familien, über den allgegenwärtigen Konsumzwang und über das, was wir um des lieben Friedens willen bereit sind zu opfern. Die Ausstellung Oh, oh du fröhliche.... Freude und Schrecken des großen Fests beschäftigt sich mit diesen den emotionalen Untiefen in einer Zeit die angeblich still ist, aber sehr oft doch nur stressig. Ewig schwelende Familienkonflikte kochen hoch, Erwachsene werden wieder zu Kindern, bis sich – hoffentlich - am Ende doch alle über Geschenke freuen und rund um den Weihnachtsbaum zusammensitzen: Eine Ausstellung für ganze Familien 
während des ungeduldigen Wartens aufs Christkind oder zur Erholung nach dem großen Streit.

Die zweite Ausstellung Heizt du noch oder frierst du schon? Soziale Kälte bei warmen Füßen stellt Auswirkungen des Ukrainekriegs wie die Energiekrise und die Teuerungsraten für Heizmaterial in einen größeren Zusammenhang und fragt nach dem Zustand von gesellschaftlicher Solidarität. Was steht jedem Menschen an Wärme und Behaglichkeit zu? Wem sind wir bereit zu helfen? Wer erlaubt sich, darüber zu befinden, wer frieren muss und wer nicht? Wer wird unterstützt oder sogar subventioniert, wer schlägt womöglich sogar Profit aus der Krise? Beide Ausstellungen zeigen überwiegend Werke aus der eigenen Sammlung und werden ergänzt mit historischen und zeitgenössischen Positionen. Jandl-Jörg bei ihrer Vorstellung in Hannover am heutigen Freitag: „Wir werden unsere Ausstellungen künftig mehr mit Werken aus der eigenen Sammlung gestalten. Das ist nicht ausschließlich der im Kulturbereich üblichen finanziellen Anspannung geschuldet, sondern dient auch der Nachhaltigkeit, weil lange Transportwege und Kurierreisen entfallen. Und unsere Sammlung ist so reich bestückt, dass wir sehr viele Möglichkeiten für tolle Programme haben.“ 

Fotos: © 11.02.2023 Matthias Falk - hannover_fotografie
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POL-H: Veranstaltungsreihe "Coffee with a cop" startet Ende April An mehreren Terminen Ende April und im Mai 2026 haben Bürgerinnen und Bürger in Hannover, Laatzen und Seelze erneut die Möglichkeit, bei einer Tasse Kaffee mit Polizistinnen und Polizisten ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltungsreihe "Coffee with a cop" bietet Raum für Fragen, Hinweise und persönliche Anliegen. Interessierte können Themen ansprechen, die sie bewegen, und sich in persönlicher Atmosphäre mit Mitarbeitenden der Polizei austauschen. Bei allen Veranstaltungen werden allgemeine Bürgergespräche angeboten. Darüber hinaus können Fahrräder codiert werden, Interessierte Informationen zum Polizeiberuf erhalten sowie Präventionshinweise zu Trickbetrug und Einbruchschutz bekommen. Ziel der Aktion ist es, den direkten Kontakt zwischen Polizei und Bevölkerung zu stärken und Gespräche außerhalb konkreter Einsatzsituationen zu ermöglichen. Die nächsten Stationen der Aktion "Coffee with a cop" sind: Donnerstag, 30.04.2026, 08:00 bis 13:00 Uhr, Oberricklinger Markt Montag, 04.05.2026, 10:00 bis 18:00 Uhr, Lidl Oberricklingen,, Tillystraße Dienstag, 05.05.2026, 10:00 bis 16:00 Uhr, Platz "Alter Krug", Hannoversche Straße 13, 30926 Seelze Mittwoch, 06.05.2026, 08:00 bis 13:00 Uhr, Wochenmarkt, Moltkeplatz Donnerstag, 07.05.2026, 10:00 bis 18:00 Uhr, Rewe Wettbergen Freitag, 08.05.2026, 14:00 bis 18:00 Uhr, Bauernmarkt Bothfeld Montag, 11.05.2026, 08:00 bis 13:00 Uhr, Meyers Garten, Misburg Mittwoch, 13.05.2026, 13:00 bis 18:00 Uhr, Wochenmarkt, Mühlenberg Freitag, 15.05.2026, 08:00 bis 13:00 Uhr, Wochenmarkt Döhren Montag, 18.05.2026, 10:00 bis 16:00 Uhr, Nahkauf, Kampstraße 2, 30880 Laatzen Dienstag, 19.05.2026, 08:00 bis 13:00 Uhr, Wochenmarkt, Zooviertel Polizei Hannover Foto: © 20.04.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 16. April 2026
Finals: 143 Deutsche Meistertitel, fast 4.000 Athletinnen und Athleten Bei den Finals 2026 Hannover vom 23. – 26. Juli werden insgesamt 143 Deutsche Meistertitel in 24 Spitzensportarten vergeben. Fast 4.000 Sportlerinnen und Sportler und mehr als 1.400 Betreuerinnen und Betreuer machen Hannover und das Umland für vier Tage zur Herzkammer des deutschen Spitzensports. 100 Tage vor dem Multisport-Event haben Beteiligte aus der Politik, von den TV-Partnern, Athletinnen und Athleten, Förderer und Veranstalter das Sportprogramm sowie die aufwändige TV-Produktion bei einer Pressekonferenz im Neuen Rathaus, moderiert durch ARD-Moderatorin Stephanie Müller-Spirra, vorgestellt. Oberbürgermeister Belit Onay: „100 Tage vor den Finals steigt die Vorfreude spürbar. Die Finals bringen Menschen zusammen und zeigen wie verbindend Sport sein kann – eine ganz besondere Atmosphäre, die weit über den Wettbewerb hinausgeht. Wir freuen uns sehr, dass Hannover Gastgeber dieses großen Sportereignisses ist und im Sommer zum Treffpunkt für Sportbegeisterte aus ganz Deutschland wird. Mit den Schul-Finals holen wir diese Begeisterung auch in unsere Schulen. Dank der Unterstützung von Sportvereinen und regionalen Wirtschaftspartnern wird dieses große Event möglich. Das wird ein gemeinsamer Sportsommer für unsere Stadt.“ Erster Regionsrat, Jens Palandt: „Die Menschen in der Region und Landeshauptstadt dürfen sich auf ein sportliches Großereignis freuen, dass jetzt spürbar immer näher rückt. Spitzenleistungen, Begeisterung und Gemeinschaft werden dabei auf einzigartige Weise verbunden. Dadurch wird ein besonderes Flair entstehen, dass in Stadt und Region spürbar sein wird. Für Hannover ist das Multisport-Event eine große Chance, sich als sportbegeisterte, weltoffene und lebenswerte Region zu präsentieren.“ Niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens: „Die Finals 2026 zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung das Sportland Niedersachsen als leistungsstarker und innovativer Sportstandort hat. Hannover und die Region werden für vier Tage zur Bühne des deutschen Spitzensports – offen, urban und nah bei den Menschen. Das Multi-Sportevent macht sportliche Spitzenleistungen unmittelbar erlebbar und steht zudem für Werte wie Zusammenhalt, Fairness und Begeisterung. Diese Impulse wollen wir als Land Niedersachsen in die Breite tragen“. Das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung fördert die Durchführung der Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals mit bis zu drei Millionen Euro. Das Land Niedersachsen ist damit der größte öffentliche Geldgeber bei der Finanzierung der Finals. Das Sportprogramm Zu den Deutschen Meisterschaften in 24 Sportarten zählen unter anderem 3x3-Basketball, Gerätturnen, Kanu, Rhythmische Sportgymnastik, Rudern und Triathlon. Einige Sportarten sind neu bei den Finals dabei, dazu zählen Beach-Volleyball, Gewichtheben, Ju-Jutsu, Rapid Surfen, Segeln und Windsurfen. Ein wichtiger Kern der Finals besteht darin, dass die Wettbewerbe nah an die Menschen gebracht werden sollen. Daher sind auch für die Finals 2026 ungewöhnliche Austragungsorte für die Wettbewerbe vorgesehen: Kanu und Rudern auf dem Maschsee, 3x3 Basketball, Bogensport, BMX Flatland sowie Breaking am Neuen Rathaus. Auch das Umland der Landeshauptstadt ist Teil der Finals. Am Steinhuder Meer werden die Deutschen Meisterschaften im Coastal Rowing, Segeln, Triathlon und Windsurfen ausgetragen. Die Leichtathletik-Wettkämpfe finden in Bochum statt, die Deutsche Meisterschaften im Stabhochsprung in Hannover auf dem Opernplatz. Paulina Paszek, Silber- und Bronzemedaillengewinnerin bei den Olympischen Spiele 2024 Paris vom HKC Hannover: „Es fühlt sich einfach besonders an, wenn so ein großes Event in der eigenen Region stattfindet. Das sorgt nochmal für eine bisschen mehr extra Motivation.“ Sven Schwarz, zweifacher Vize-Weltmeister 2025 im Schwimmen von den Wasserfreunden von 1898 Hannover: „Die neuen Formate wie die Elimination Races und die Kombinationswertungen brechen den gewohnten Wettkampfmodus auf und machen die Rennen extrem spannend. Dass die gesamte deutsche Spitze für dieses Highlight hier in meiner Heimatstadt zusammenkommt, ist einfach großartig. Ich freue mich auf ein tolles Event mit super Stimmung.“ Andreas Toba, ehemaliger Deutscher Spitzenturner, vom TK Hannover: „Die Finals haben immer einen hohen Stellenwert, weil es vergleichbar ist mit Olympischen Spielen, nur halt National. Vor allem endlich mal in Hannover, in der ZAG Arena, eigentlich direkt vor meiner Haustür, darauf habe ich schon lange gewartet. Für das Turnen in Hannover, ist es natürlich auch was ganz Besonderes, wie gesagt wir haben schon lange darauf gewartet.“ Demonstrationsportarten Erstmals werden einige Demonstrationswettbewerbe die Finals ergänzen und sich einem breiten Publikum vorstellen. Dazu gehören Floorball (Rathenauplatz), Kanu-Polo (Maschsee), Stand-Up-Paddling (Maschsee) und Tec-Ball (Sport-Leistungs-Zentrum Hannover). Sie werden mit dafür sorgen, dass Hannover während der Finals eine große, bunte und vielfältige Sport-Stadt ist. Die TV-Produktion Die Finals 2026 Hannover ist eine der aufwändigsten und größten TV-Sport-Produktionen des Jahres in Deutschland. Erstmals werden in der niedersächsischen Landeshauptstadt und dem Umland die TV-Bilder der Finals durch einen externen Dienstleister produziert. Mit TVN hat sich hier in einer europaweiten Ausschreibung ein lokaler Anbieter durchgesetzt. Bei der TV-Produktion werden mehr als 200 Stunden Live-Bilder durch ca. 400 Produktions-Mitarbeiter*innen erstellt. Dabei kommen ca. 140 Kameras zum Einsatz, die in 13 unterschiedlichen Regien zusammenlaufen. Insgesamt werden ca. 80 Terabyte (TB) an Videomaterial erstellt und verteilt. Es werden 7 Ü-Wägen mit 16 Regien im Einsatz sein. Das TV-Zentrum wird, wie das Medienzentrum, in der Heinz von Heiden Arena angesiedelt. Sendezeiten bei ARD und ZDF ARD und ZDF übertragen die Finals rund 30 Stunden in den Hauptprogrammen und mehr als 100 Stunden in den Streams. Der NDR übernimmt federführend für die ARD-Anstalten auch die umfangreiche Radio-Produktion des Multisport-Event. Dr. Yorck Polus, ZDF-Sportchef: „Die Vielfalt der Sportarten bei den Finals ist einmalig und die Sportarten zu präsentieren, die sonst nicht so im Fokus stehen, die Breite des Sports zu zeigen und ihnen eine Plattform zu bieten, davon waren wir von Anfang überzeugt und sind ein stückweit Stolz, welche Ebene das heute erreicht hat.“ Gerd Gottlob, Sportchef des NDR: „Der NDR begleitet das Multisport-Event neben dem TV-Hauptprogramm und in den Streams, auch sehr umfangreich im Hörfunk in Deutschland. Zudem wird es ab Mittwoch in der Finals-Woche, ein Pop-Up-Studio am Maschsee geben, aus dem NDR1 live sendet. Natürlich produzieren wir für alle ARD-Radiostationen zudem ein umfangreiches Sportpaket.“ Hauptpartner und Förderer aus der Wirtschaft Mit enercity, Rossmann, der Sparkasse und Volkswagen sind vier Hauptpartner an der Seite der Finals 2026 Hannover. Hinzu fördern mit Clarios, Lotto Niedersachsen, Vergölst und VGH weitere Partner aus Hannover die Finals. Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende der enercity AG: „Die Finals 2026 bringen deutschen Spitzensport nach Hannover – und damit eine besondere Energie in unsere Stadt. Hannover rückt als Gastgeberin bundesweit in den Fokus und genau diese Strahlkraft wollen wir als Hauptsponsorin unterstützen. enercity geht jeden Tag als Frontrunner der Energie- und Wärmewende voran: mit dem Ziel fest im Blick, gemeinsam im Team, mit Leidenschaft und Haltung. Dieser Anspruch passt hervorragend zum Spirit der Finals. Sport verbindet Menschen, löst Emotionen aus und schafft Gemeinschaft: Wir freuen uns auf vier Tage voller positiver Energie in Hannover!” Volker Alt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover: „Als Sparkasse Hannover sind wir seit über 200 Jahren fest in der Region verwurzelt und verstehen uns als Starkmacherin vor Ort. Sport bewegt Menschen, bringt sie zusammen und weckt Begeisterung – genau deshalb engagieren wir uns mit voller Überzeugung. Die Finals sind für uns weit mehr als ein Sportevent der Spitzenklasse: Sie sind eine wunderbare Gelegenheit, ganz Deutschland zu zeigen, wie lebenswert und sympathisch Hannover und die Region sind.“ Hagen Boßdorf, Geschäftsführer der Finals GmbH: „Die Unterstützung der Wirtschaft vor allem aus Niedersachsen ist enorm groß und trägt maßgeblich mit dazu bei, dass die Finals 2026 Hannover eine außergewöhnliche Sportgroßveranstaltung werden. Die Hauptpartner und Partner versetzen uns in die Lage, für die Zuschauenden vor Ort und am Bildschirm bestmögliche Erlebnisse zu schaffen.“ Viele Deutsche Meisterschaften können ohne Eintrittskarte besucht werden Die meisten Veranstaltungen werden ganz ohne Ticket für alle Besuchenden offen sein. Der Ticketvorverkauf für die Turn-Wettbewerbe in der ZAG arena und die Leichtathletik in Bochum ist bereits gestartet. Seit heute sind auch die Eintrittskarten für die Deutschen Clubmeisterschaften im Beach-Volleyball im Verkauf. Die Tickets für das Schwimmen im Stadionbad Hannover werden bald verfügbar sein. Beim 3x3 Basketball wird es Tickets voraussichtlich ab den Halbfinals geben, vorher sind alle Wettbewerbe frei. Alle hier nicht genannten Sportarten können ohne Eintrittskarte besucht werden. Landeshauptstadt Hannover Fotos: © 16.04.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 16. April 2026
Region Hannover organisiert zusätzliche S-Bahn-Fahrten zur Messe - Durch den Ver.di-Streik fallen die Üstra-Angebote am Montag und Dienstag aus Region Hannover, 16.04.2026. Trotz des von ver.di angekündigten Streiks im ÖPNV vom 20. bis 21. April 2026 – genau zu Beginn der internationalen Hannover Messe – stellt die Region Hannover gemeinsam mit der Transdev Hannover eine zuverlässige Anbindung des Messegeländes sicher. Die Region Hannover hat kurzfristige Zusatzleistungen der S-Bahn organisiert, die es Messebesuchern ermöglicht, dreimal pro Stunde vom Hauptbahnhof zum Messegelände zu gelangen – zwei Verbindungen sogar als Direktverkehr in rund 10 Minuten. Das Angebot war notwendig geworden, da die regulären ÜSTRA-Verbindungen aufgrund des Warnstreiks ausfallen. Zudem können aufgrund von Bauarbeiten die Regionalzug-Anbieter metronom und erixx den Bahnhof Messe/Laatzen aktuell nicht bedienen. Die S-Bahn ist damit das einzige Schienenverkehrsmittel, das direkt zum Messegelände fährt. Für die Messezeit ist damit aktuell folgendes Angebot geplant: Mo. 20.04 & Di. 21.04. (Streiktage) S4 regulär von ca. 5.30 – 24 Uhr alle 60 Min. S8 Pendel von ca. 8 bis 18 Uhr alle 60 Min (Direkt von Hbf zur Messe) S8 Zusatz-Pendel von ca. 6:30 bis 19 Uhr alle 60 Min (Direkt von Hbf zur Messe) Mi. 22.04.- Fr. 24.04. (Messetage ohne Streik) S4 regulär von ca. 5:30 – 24 Uhr alle 60 Min S4 Pendel von ca. 8 bis 18 Uhr alle 60 Min (Direkt von Hbf zur Messe) Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz ordnet ein: „Wir alle müssen ein Interesse am Erfolg der Hannover Messe haben. Deshalb ärgert uns der Zeitpunkt des Streiks. Wir wollen, dass diejenigen, die hier her kommen, die Region Hannover als positives Ziel in Erinnerung behalten. Mit dem erweiterten S-Bahn-Angebot schaffen wir zumindest eine Alternative für Messebesucher*innen und Pendler*innen. Danke an alle, die diese Umsetzung so schnell möglich gemacht haben.“ Region Hannover Foto: © 16.04.2026 Matthias Falk - hannover_fotografie